„Neue Gefahren aus der Luft“ – so bezeichnet die Deutsche Telekom Drohnen. Gemeint ist damit etwa, dass diese Flugobjekte über Betriebsgelände fliegen und Unternehmen ausspionieren könnten. Der Konzern bietet daher Geschäftskunden und Behörden nun ein Drohnenschutzschild an. Bereits Anfang November sickerten erste Pläne der Telekom zur Drohnenabwehr an die Öffenlichkeit, offiziell bestätigt hat der Konzern es erst jetzt.

Das gemeinsam mit dem Anti-Drohnen-Startup Dedrone entwickelte Angebot soll Unternehmen mit kritischen Infrastrukturen oder Rechenzentren dabei helfen, ihr Gelände vor Drohnen zu schützen und somit etwa Spionage vorzubeugen. Seit knapp zwei Jahren entwickelt Dedrone aus Kassel Warnsysteme für Drohnen, sogenannte DroneTracker. Diese schlagen Alarm, sobald ein solches Flugobjekt in den überwachten Bereich eindringt. Für die Zusammenarbeit mit der Telekom hat das Startup eigens eine neue Version entworfen, die etwa mit Sensoren, Videokameras und Mikrofonen ausgestattet ist.

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Neben der Hardware von Dedrone befindet sich im Drohnenabwehr-Portfolio der Telekom auch die Technologie von weiteren Partnern, wie Radargeräte von Robin Radar Systems. Zudem will die Telekom auch elektronische Störmittel anbieten, die einen Drohnenflug unterbrechen könnten. Dazu sei jedoch die Erlaubnis zuständiger Behörden nötig, heißt es.

Die Drohnenabwehr der Telekom mit dem Namen „Magenta Drohnenschutzschild“ ist ab Dezember für Unternehmen verfügbar, die Telekom selber will die Warnsysteme ebenfalls nutzen.

Das Kasseler Startup sammelte Anfang dieses Jahres frisches Kapital ein:

Drohnen-Warnsysteme: Siri-Investor steigt bei Dedrone aus Kassel ein

Siri-Investor steigt bei Dedrone aus Kassel ein

Mit seiner Anti-Drohnen-Technologie kann das Startup Dedrone einen namhaften VC aus den USA überzeugen – und sammelt satte zehn Millionen Dollar ein.

Bild: Gettyimages/Brigitte Blättler