Stockfotos mit Filter: Das Berliner Startup EyeEm verkauft die Bilder seiner Community künftig auch in Deutschland. Etwa Medien, Verlage und Unternehmen können dann Lizenzen für die Fotodatenbank erwerben, in den USA und Großbritannien ist der Dienst bereits gestartet. Das Berliner Unternehmen will mit diesem Modell seine Foto-App monetarisieren. Dabei kündigte das Startup an, die Hälfte der Lizenzeinnahmen an die Fotografen auszuschütten.

Ein einfaches Bezahlmodell soll Unternehmenskunden anziehen: Der Grundpreis für eine Bildlizenz beträgt 20 Dollar, für eine weitergehende Nutzung etwa dem Druck in großen Auflagen müssen die Kunden 250 Dollar bezahlen.

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Lange Zeit galt EyeEm als kleiner Bruder von Instagram. Als Facebook den US-amerikanische Konkurrenten schluckte, wechselten zahlreiche Handy-Fotografen wegen der geänderten Nutzungsbedingungen zum Berliner Startup. Seitdem hat EyeEm mit seiner Foto-App an Nutzern und Aufmerksamkeit gewonnen. Erst kürzlich machte das junge Unternehmen von sich reden, als der deutschstämmige Investor Peter Thiel mit anderen Investoren insgesamt 18 Millionen Dollar in das Unternehmen steckten.

EyeEm wurde im August 2011 von Florian MeissnerLorenz Aschoff, Ramzi Rizk und Gen Sadakane in Berlin gegründet. Auf der Plattform sind nach eigenen Angaben 13 Millionen Fotografen angemeldet, die bereits 50 Millionen Fotos geschossen haben. Durch eine Kooperation mit der Bildagentur Getty Images kann das Foto-App-Startup bereits auf ein weltweites Vertriebsnetzwerk zurückgreifen.

Bild: EyeEm/Visual_Thought