DHDL_Jury

Platz 11: „Diese Grillen sind delikat!“ (Jochen Schweizer, Folge 3)

Folke Dammann will in Folge 3 den Löwen seine „alternative Proteinquelle mit besonderem Kick“ schmackhaft machen: Insekten-Riegel. Heuschrecken, Grillen und Mehlwürmer als Knabberware oder Lolli verkauft Dammann bereits profitabel unter der Marke Snack Insects. Während Vural Öger von Beginn an skeptisch ist („Ich soll Insekten fressen?!?“), läuft Ex-Stuntman Jochen Schweizer das Wasser im Mund zusammen: „Diese Grillen sind delikat!“ Und macht ein Angebot. Dammann berät sich per Telefon mit seiner Frau – und entscheidet sich gegen das Angebot, „weil das Herz Nein sagt“.

Platz 10: „Das ist reine Liebhaberei und ernährt keine Familie. Man muss doch ehrlich sein mit den Leuten.“ (Judith Williams, Folge 8)

Hängt sich irgendjemand selbstgebastelte Tiertrophäen aus Papier an die Wand? Anastasia Baron und ihr Freund und Partner Harald Mühl von Papershape stellen jedenfalls Bastelsets für Menschen her, die sich 3-D-Origami als Freizeitbeschäftigung vorstellen können. Verblüffend. Von Judith Williams erhalten sie in Folge 8 vollkommen gratis einen Lebensrat mit auf den Weg: „Das ist reine Liebhaberei und ernährt keine Familie. Man muss doch ehrlich sein mit den Leuten.“ Na ja, Lencke Steiner findet es jedenfalls: „Supersupersüß.“ Geld gibt es trotzdem nicht.

Platz 9: „Shelly ist meine große Liebe, und das wird das Flyrad nicht ändern.“ (Gründer Thomas Rank, Folge 7)

Als Schlusspunkt von Folge 7 pitcht Thomas Rank mit seiner Frau Shelly das Flyrad – ein Motorroller, der sich mit Inline-Skates fahren lässt. Leichtes „Bauer-sucht-Frau“-Feeling kommt auf, als Rank sagt: „Shelly ist meine große Liebe, und das wird das Flyrad nicht ändern.“ Ein Investment gab es nicht, denn das Produkt ist schon seit 2011 am Markt. Gerade mal 19 Stück hat das Paar verkauft.

Platz 8: „Das ganze Konzept ist einfach lächerlich“ (Vural Öger, Folge 10)

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„Dein ganzes Konzept ist völlig daneben. Es wird im Markt nicht funktionieren, das weiß ich.“ Harte Worten musste sich der 27-jährige Pfotenheld-Gründer Marvin Kruse gleich zu Beginn der zehnten Folge DHDL anhören. Sein Unternehmen verschickt Leckerli für Hunde – für 0 Euro. Richtig, für umme. Da bringt es nichts, dass Kruse noch erklärt, dass er Umsatz über die festgelegten Versandkosten von 5,99 Euro machen möchte. „Das ganze Konzept ist einfach lächerlich“, platzt Reiseunternehmer Vural Öger heraus.

Platz 7: „Soll ich ihnen sagen, was ihre Firma momentan wert ist? Null Komma Null.“ (Jochen Schweizer, Folge 5)

Beim Tischgrill TomYang stehen fünf Prozent der Anteile für 150.000 Euro im Raum. Das Produkt von Thailand-Auswanderer Christian Zehetner und seinem Onkel Manfred Reindl überzeugt die gesamte Jury in Folge 5. Beim Test-Kochen gibt es Bestnoten. Aber: Onkel und Neffe haben bisher keine Verkäufe, keine Vorbestellungen. „Soll ich ihnen sagen, was ihre Firma momentan wert ist? Null Komma Null“, sagt Jochen Schweizer. Judith Williams, die Nein-Sagerin des Abends, verpackt ihre Absage in einem Wortwitz und muss selber etwas darüber lachen: „Das Angebot schmeckt mir überhaupt nicht“.

Platz 6: „Rechnen kann man das sowieso nicht, ich find euch cool, wir machen den Deal.“ (Jochen Schweizer, Folge 9)

Hin und her in Folge 9: Erst sieht es gar nicht so schlecht aus für Heiko Butz und Daniel Duarte. Die Gründer des Berliner Startups Koawach vertreiben Trinkschokolade, angereichert mit der koffeinhaltigen Guarana-Pflanze. Die Löwen finden das gut, können sich mit dem Gründer-Duo aber nicht auf die Modalitäten einigen. In letzter Sekunde prischt Jochen Schweizer dann hervor: „Rechnen kann man das sowieso nicht, ich find euch cool, wir machen den Deal.“ Übrigens, Zitat Schweizer aus Folge 7: „Ich bin ein einfacher Stuntman, aber ich kann rechnen.“ Aha.

Platz 5: „Die sind so Arschlöcher.“ (Gründerin Christina van Elteren oder Janina Schuster, Folge 4)

Und, aufgeregt? Diese Frage stellt Moderator Amiaz Habtu ungefähr jedem Gründer vor dem Auftritt. Christina van Elteren und Janina Schuster vom Luxus-Second-Hand-Shop The Eclectic Journey flattern in Folge 4 gehörig die Nerven vor dem Gang in den Löwenkäfig. „Wir hoffen, dass sie nicht zu böse sind“, sagt Schuster. Es musste natürlich so kommen, wie befürchtet. Schweizer: „Markt hin, Markt her, das beeindruckt mich nicht.“ Williams: „Das schlimmste, was euch passieren kann, ist dass ihr wachst.“ Steiner: „Um Himmels willen.“ Thelen: „Du erzählst eine riesige Wolke.“ Öger: „Ihr habt Geschäftsleben total unterschätzt.“ Rumms. Das sitzt. Die beiden Gründerinnen treten den Rückzug an – nicht aber, ohne noch einen Giftpfeil zurückzuschießen. „Die sind so Arschlöcher“, zischt eine der beiden, das ist deutlich über die Ansteckmikrofone zu vernehmen.

Platz 4: „Mir ist nicht wichtig, dass ich viele Prozente hab, sondern dass das Baby läuft.“ (Gründer Thomas Ebster)

In der letzten Folge der zweiten Staffel präsentiert Thomas Ebster das Ski-Tragesystem Skolder. Über die Sinnhaftigkeit eines solchen Systems entbrennt zunächst ein typischer Löwen-Wortwechsel. Interessiert bleibt nur Schweizer, das Sport-Ass. Ein Investment in das Spin-Off mit dem Ski-Tragesystem schmeckt ihm aber auch nicht – er interessiert sich für die Mutterfirma iFlow von Ebster, die außerdem Stirnlampen, Daunenjacken oder Unterwäsche anbietet. Ebster muss das mit seinem Business-Partner besprechen, am Telefon. Ebster selbst ist dafür. „Wenn’s nicht passt, reißt du mir den Arsch auf“, gibt er seinem Partner durch. Und signalisiert Schweizer schließlich seine Zustimmung: „Mir ist nicht wichtig, dass ich viele Prozente hab, sondern dass das Baby läuft. Man kann in Schönheit sterben. Ja, dann machen wir das.“

Platz 3: „Heute Abend rasiere ich mich von Kopf bis Fuß und werde mich danach einbalsamieren.“ (Judith Williams, Folge 2)

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Zu Beginn von Folge 2 geht es gleich unter die Gürtellinie. Peter Hart hat die „rasierte Generation“ als Zielgruppe ausgemacht und vertreibt unter dem Namen „Dr. Severin“ Intimaftershaves für Männer und Frauen. Rötungen, Juckreiz, eingewachsene Haare oder gar Rasierpickel? Seien mit seinem Balsam Vergangenheit, erklärt der 25-Jährige. Hart wird sich nach harten Verhandlungen mit Homeshopping-Queen Judith Williams und Frank Thelen einig: Für 200.000 Euro bekommen sie 25 Prozent Unternehmensanteile und fünf Euro pro verkauftem Produkt, bis 150.000 Euro zurückbezahlt sind. Judith Williams jubiliert: „Heute Abend rasiere ich mich von Kopf bis Fuß und werde mich danach einbalsamieren.“

Platz 2: „Nur mein Lippenstift ist lüstern, sonst nix.“ (Judith Williams, Folge 6)

Stefan Blust, Markus Gambalat und Wieland Keser, die drei Gründer des Ravensburger Startups Lustblume, verteilen im letzten Pitch von Folge 6 etwas, das aussieht wie die Mischung aus einem Diamanten und einer gelben Quietscheente. Die Juroren sollen jetzt raten, was sie in der Hand halten. Überraschung – es sind Sextoys. Das überfordert Reiseunternehmer Vural Öger: „Sextoys“, sagt er. „Sextoys.“ Als das Wort Auflegevibrator fällt, verzieht er angeekelt das Gesicht. „Ich finde Sexshops abscheulich.“ Und passt, wie auch alle anderen Löwen. Judith Williams: „Ich komme von der Klosternschwesternschule und halte mich daran. Nur mein Lippenstift ist lüstern, sonst nix.“

Platz 1: „Ich habe einen Ventilator im Klo, der saugt den Duft magisch auf.“ (Frank Thelen, Folge 1)

Für ordentlich Gelächter sorgte in der ersten Folge der zweiten Staffel der Höhle der Löwen das Startup Thronjuwel, das ein Spray aus ätherischen Ölen gegen den Geruch nach dem Toilettengang entwickelt hat. Schon vor dem Auftritt der Gründer erklärt Frank Thelen, dass er so ein Spray nicht benötige: „Ich habe einen Ventilator im Klo, der saugt den Duft magisch auf.“ Alle Löwen sind raus, auch Jochen Schweizer. Der lehnt ab, weil er den Mehrwert nicht erkennt: „Ich bin da oldschool und mache einfach das Fenster auf.“

Außer Konkurrenz: „Ich bin raus.“ (Lencke Steiner, Folgen 1 bis 11)

Welche Sprüche der Löwen oder der Gründer haben Euch gut gefallen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Bild: Vox