Nicht alle in der Webwirtschaft waren so unkreativ wie Gründerszene, dessen Redaktion in diesem Jahr kein guter Streich für den 1. April einfallen wollte, nachdem im letzten Jahr behauptet wurde, StudiVZ wäre von Facebook gekauft worden. Daher folgt wie im letzen Jahr zumindest auch eine Übersicht der besten Aprilscherze. Waren unter den besten Aprilscherzen 2009 bereits bekannte Seiten wie Amiando, Absolventa oder Yahoo, gibt es auch dieses Jahr wieder interessante Vertreter. Und allen, denen die Aprilscherze nicht reichen, bietet Horizont sonst noch eine Übersicht unglaublicher Geschichten, die leider keine Aprilscherze sind.

Viel Spaß!

Chip.de hat zu viele Männer, die nun die Feminin-Variante nutzen müssen

Sehr gelungen ist in diesem Jahr der Aprilscherz von Chip.de, dass bei Klicken auf http://forum.chip.de/ die Benutzer zunächst fragt, ob sie männlich oder weiblich sind. Klickt man auf Mann, erhält man folgende politisch korrekte Ermahnung:

Fehler. Es sind bereits zu viele Männer Online! Zur Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Quote zur Gleichstellung der Frau (BGH V ZB 117/119) müssen Sie ab jetzt leider CHIP Feminin nutzen!

Nutzer, die sich als Frau ausgeben, werden gleich zur rosafarbenen Version (Klischeedenken? ;-) von Chip weitergeleitet, die auch allen männlichen Besuchern ans Herz gelegt wird.

Amiando wird Bundestagswahl-Software 2013

Wie eigentlich jedes Jahr gehört auch amiando (www.amiando.com) zu denen, die sich in diesem Jahr wieder einen Aprilscherz erlaubten. Die Müncher gaben auf ihren Seiten bekannt, dass sich die Bundesregierung im Zuge einer umfassenden Prozessdigitalisierung der öffentlichen Hand und aufgrund der katastrophalen Wahlbeteiligung 2009, dazu  entschlossen habe, die Bundestagswahl 2013 teilweise zu digitalisieren. Amiando sei als Tool für online Registrierung die verantwortungsvolle Aufgabe übertragen worden, die Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen. Sogar eine entsprechende Beispielseite wurde entworfen und in der englischen Fassung der Mitteilung wird sogar behauptet auch Arni, der Governator von Californien, würde zukünftig über einen ähnlichen Einsatz nachdenken.

Google heißt jetzt Topeka

Nachdem der Bürgermeister des kleinen Ortes Topeka in Kansas Anfang des letzten Monats Googles Aufmerksamkeit dadurch gewann, dass er Topeka in Google umbenannte, revanchiert sich der Suchmaschinenriese nun und gibt an, Google nun in Topeka umzubenennen.

Sparfüchse aufgepasst: Gimahhot verkauft Solartransformatoren

Nachdem Gimahhot (www.gimahhot.de) im letzten Jahr für seine Aprilscherz-Meldung, dass Gina Wild nun Werbeträger für “Ginahhot” würde nicht nur viel Aufmerksamkeit, sondern auch ein anwaltliches Schreiben von Frau Schaffrath erhielt, treten die Hamburger dieses Jahr etwas kürzer. Im Jahr 2010 bewirbt Gimahhot daher in seinem Blog den Solartransformator „Photovoltaik Bypass-Trafo PVBT22“, der einfach an eine Steckdose angeschlossen werden kann und es dann ermöglicht, den durch eine Solaranlage gewonnenen Strom direkt ins öffentliche Netz einzuspeisen. Mit diesem Verfahren sei es möglich, je nach Tarif und Netzbetreiber, bis zu 12 Euro pro Tag zu verdienen – wer weiß wie viele Sparfüchse Gimahhot hier auf den Leim gegangen sind.

Die Tagesschau warnt: die letzte freie IP-Adresse ist vergeben worden

Selbst die Tagesschau machte sich den 1. April zunutze, um einen internetbezogenen Aprilscherz zu bringen. Auf seinen Seiten behauptet die Tagesschau, dass die „Internet-Regierung“ ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) bekannt gegeben habe, dass die letzte freie IP-Adresse vergeben worden sei. Angeblich habe insbesondere der Bedarf aus China in den letzten Monaten für einen massiven Anstieg von Registrierungen gesorgt, sodass jeder zukünftige Internetgründer nun wohl leer ausgehen würde.