Teil II: Geschäftsmodelle im Social Commerce

Ecato – Der Produktbaukasten für den Social Commerce

Man nehme den Ecato Produktkatalog, gewürzt mit hohem Spassfaktor und eine kräftige Brise Social Commerce und raus kommt eine Idee die neben Spass auch noch jede Menge Beifall in der Blogospähre und Presse bekommt. Die Rede ist von Sparduell welches die go new media Agentur und Ecato in Zusammenarbeit demnächst neu starten wollen. Die Idee ist nicht neu und an das amerikanische Vorbild Ebay-Matchups angelehnt. Denoch zeigt es deutlich die Möglichkeiten die Ecato für den Social Commerce bietet. Aber mal der Reihe nach.

Ecato betreibt und vermarktet ein unabhängiges Shopping-Netzwerk. Websitebetreiber können durch einen individualisierten Marktplatz mit Preisvergleich und Werbemitteln Geld in Form von Provisonen verdienen. Die Werbemittel können sogar farblich und kontextbezogen angepasst werden und bieten dem Betreiber die notwendige gestalterische Freiheit. Durch einen eigenen Produktkatalog mit angeschlossenen Internethändlern die ihre Produkte ebenfalls gegen Provision listen können, ist Ecato für die anbieterunabhängige Vermarktung von Produkten im WWW bestens aufgstellt. Mit diesem Weg positioniert sich Ecato als Drittanbieter zwischen Marktplatzanbietern (wie Pangora, Mentasys, etc.) und Affiliate-Diensten (wie Zanox, Affili.net, etc.).

Über 100 nahmhafte und größere Händler stellen derzeit über 1 Mio Produkte für den Marktplatz zur Verfügung. Der Focus liegt klar auf einer dezentralen Vermarktung. Neben einem klassischen Preisvergleich (ZDNet.de) als Marktplatz gewinnen immer stärker aktionsorientierte Konzepte wie RabattRadar und das oben genannte Sparduell an Bedeutung. Auch sollten alle Beteiligten durch Netzwerksynergien voneinander profitieren. Dazu hat sich Ecato Passionate Commerce auf die Fahne geschrieben und will mehr Spass und Leidenschaft in den viel zu oft noch statischen E-Commerce bringen. Ein Buzzword heißt zum Beispiel dezentraler „user generated content“ und ist schnell erklärt. Ecato kann als Whitelabel-Netzwerk auf eine Vielzahl von Portalen, Special Interest Sites und Communities zurückgreifen. Durch eine zentrale Speicherung von Nutzerdaten zum Beispiel, könnte eine Nutzer-Empfehlung von Sparduell auch bei allen anderen an das Netzwerk angeschlossenen Partnern erscheinen, um so für viele Nutzer einen Mehrwert schaffen.

Aus dem 2004 als Einzelunternehmen gegründeten Vorhaben würde 2005 die Ecato GmbH ins Leben gerufen. Die Gründer sind Andreas Mauf (IT) und Christian Boris Schmidt (Marketing/Vertrieb). Die GmbH-Gründung wurde mit Hilfe von Arend Lars Iven und Ron Hillmann von Berlin Venture Partners finanziert, die unter anderem auch an Autoki, Hitflip, Imedo und LinkLift beteiligt sind. Zielgruppe sind größere Internethändler die für ihr Produktangebot werben wollen und Webseitenbetreiber die Geld verdienen möchten. Beim Markting setzt Ecato klar auf „Radau“ Marketing in Form von ausgefallenen Aktionen die dann auch des öfteren Erwähnung in der Presse finden. Dabei wurden in diesem Jahr schon ein Apple Mac mini, drei Medion Navigationsgeräte und zuletzt ein BenQ Notebook in Zusammenarbeit mit Sponsoren unter die Leute gebracht.

Christian ist auch Veranstalter der Online Marketing Lounge die sich nun schon zum vierten mal und mit über 200 Besuchern einen Namen in der Online Marketing und Gründerszene gemacht hat. In den ersten vier Monaten des Jahres konnte Ecato die monatlichen Umsätze im Kerngeschäft verdoppeln und erfreut sich auch sonst nach eigenen Angaben an einer monatlichen Wachstumsrate von 20%. Christian erwartet weiterhin ein ingesamt sehr deutliches Umsatzwachstum. Direkte Mitbewerber sieht er in Deutschland nicht. Generell denkt er bei Konkurenz sowieso eher an Kooperation als an Wettbewerb, wie auch der aktuelle Aufruf zum Gastbeitrag in seinem Blog zeigt. Mit seinem Lösungsportfolio bietet Ecato alles aus einer Hand und muss sich damit nicht verstecken. Im Gegenteil. Für die Zukunft hat Christian große Pläne. Mit mehr Leidenschaft im Handel und Begeisterung für Produkte möchte er sich über Netzwerksynergien weiter als Innovationstreiber für den E-Commerce positionieren. Mehr Leidenschaft im Handel, mehr Begeisterte Kunden. Das ist für ihn „Passionate Commerce“ :)

Ecato in Zahlen:

Gründung: Mai 2005 (GmbH)
Gründer: 2
Mitarbeiter: 1 freier / Praktikant
Investoren: Arend Lars Iven und Ron Aron Hillmann

Kunden: 400
Produkte: ca. 1 Mio

Google Treffer: 174.000
Technorati: 142

Bisher erschienene Artikel der Serie:

Teil I: Vom E-Commerce zum Social Commerce

Teil II Geschäftsmodelle im Social Commerce:
Dealjaeger – Menschlicher Preisvergleich
Dawanda – Individualität für Alle
Tradoria – The Longtail Pionier

[Marko]