Die Top 3 Schadensszenarien für Startups - Hiscox

Unverhofft kommt oft: Cyber-Risiken für Startups

Finanzierungen, Business-Modelle oder Kundengruppen – wer sein eigenes Unternehmen gründet, geht auch immer gewisse Risiken ein. Was viele dabei jedoch ausblenden, sind Risiken technischer Natur: Trojaner, Viren und Co. können schnell ganze Webseiten lahmlegen und Fehlprogrammierungen unterbrechen nicht selten komplette Betriebsabläufe. Gründer sollten sich der technischen Anfälligkeit von IT-Systemen also von Anfang an bewusst sein und die stetig steigende Anzahl an Cyberattacken nicht unterschätzen.

Warum? Bei Startups können Schadensfälle im IT-Umfeld im schlimmsten Fall zur Insolvenz führen, denn große Datenverluste können die Geschäftsaktivitäten beeinträchtigten und zu einem Vertrauensverlust bei den wichtigen ersten Kunden führen. Mit sinnvollen Berufshaftpflicht-Versicherungen haben Gründer eine einfache Möglichkeit, sich gegen Risiken dieser Art zu schützen. Doch: Wie sieht es versicherungstechnisch bei jungen Unternehmen eigentlich aus?

Eine Auswertung des IT-Versicherers Hiscox aus dem Jahr 2014 zeigte, dass zwar 44% aller befragten Startups von einem möglichen Datenverlust ausgehen, jedoch nur 7% dagegen abgesichert sind. Fazit: Es gibt äußerst viel Luft nach oben. Die Realität sieht jedoch anders aus:

Die häufigsten Schadensfälle in der IT

Hiscox analysierte rund 1.400 Schadensfälle aus dem IT-Bereich. Das Ergebnis: 49% aller Fälle und damit die häufigsten Vorkommnisse sind Vermögensschäden. 28% stammen wiederum aus dem Bereich Hacking und Datenverlust und 20% können auf Personen- und Sachschäden zurückgeführt werden.

Wie kann man sich diese einzelnen Schadensszenarien vorstellen?

1. Vermögensschäden (49%)

Zu den häufigsten Arten von Schäden im Vermögensbereich zählen menschliches Versagen (52%), Rechtsverletzungen (21%) und Fehler im Projektmanagement (16%). Die meisten Schäden belaufen sich laut der Studie auf Kosten zwischen 1.000 und 100.000 Euro.

Unter die Kategorie menschliches Versagen in der IT fallen zum Beispiel Fehler beim Programmieren oder Fehlbedienungen von Arbeitsgeräten. Hat beispielsweise ein Entwickler eines IT-Dienstleistungsstartups eine Software fehlerhaft programmiert oder führt er ein Update durch, bei dem versehentlich sämtliche Daten des Kunden gelöscht wurden, kann die manuelle Wiederherstellung schnell mehrere Hunderttausend Euro kosten.

Zu den Fällen von Rechtsverletzungen zählen das Verletzen von Urheber- und Persönlichkeitsrechten sowie das Brechen von Vertragsklauseln. Verwendet ein Startup beispielsweise Bilder, für die es keine Rechte hat, kann es wegen Urheberrechtsverletzung abgemahnt werden. Solch ein Schaden beläuft sich in der Regel auf ein paar Tausend Euro.

Fehler im Projektmanagement sind wiederum das Verpassen von Deadlines oder die Kündigung eines Auftrages von Kundenseite wegen Mängeln im Projektmanagement. Hält ein Software-Startup etwa die vertraglich bestimmte Lieferung eines Produktes zeitlich nicht ein, da der zuständige Mitarbeiter krankheitsbedingt ausfiel, läuft es Gefahr, auf Schadensersatz verklagt zu werden. Solch ein Fall lässt das Startup schnell ebenfalls in Unkosten stürzen, für die es gerade in der Anfangsphase nicht aufkommen kann.

2. Hacking und Datenverlust (28%)

Knapp ein Drittel aller Schadensfälle im IT-Unternehmensbereich sind dem Hacking und Datenverlust zuzuschreiben. Mehrere Tausend Euro sind hier im Durchschnitt für ein kleines Unternehmen fällig, sobald beispielsweise Unbekannte eine Telefonanlage gehackt und sündhaft teure Ferngespräche ins Ausland geführt haben. Oder aber wenn ein fehlerhaftes Backup die virtuellen Harddiscs von Kunden beschädigt hat und diese nicht mehr wiederhergestellt werden können.

3. Personen- und Sachschäden (20%)

Etwa ein Fünftel aller IT-Schadensfälle sind den Personen- und Sachschäden zuzuordnen. Die Kosten sind dabei kaum vorhersehbar. Stolpert ein Kunde eines kleinen IT-Startups bei einem Termin in dessen Büro und verstaucht sich den Knöchel, beläuft sich der entstandene Schaden auf ein paar Hundert Euro. Fällt aber etwa versehentlich ein Blumentopf bei einer Windböe auf ein Auto, kann es schnell in die Tausenderhöhe gehen.

Um versicherungstechnisch auf der sicheren Seite zu sein, ergibt es für viele Startups Sinn, sich vor Risiken dieser Art zu schützen, und sich einen Experten zur Seite zu holen, der sich im Falle solcher Zwischenfälle um ein professionelles Krisenmanagement kümmert.

All-Risk Versicherungsschutz von Hiscox

Hiscox ist ein IT-Spezialversicherer und gilt als Pionier der Branche. Mit der IT-Haftpflichtversicherung sichert er Startups, KMUs und Selbstständige gegen finanzielle Ansprüche Dritter aufgrund von entstandenen Schäden durch deren Geschäftstätigkeit ab. Zudem bietet der Spezialist für Cyber-Kriminalität und Datenrechtsverletzungen umfassenden Schutz gegen Datenverlust, Schadenersatzansprüche (Vermögensschaden) und bei Klagen oder Abmahnungen z.B. wegen Urheberrechtsverletzungen.

Interessierte können hier ganz unverbindlich ein Angebot anfordern.

 

Artikelbild: huskyte77 via Visual Hunt / CC BY-ND