Digital Accelerator Allianz

Allianz startet Digital Accelerator

Wie das Onlinemagazin Deutsche-Startups entdeckte, reiht sich die Allianz nun auch in die Liste der Konzerne, die Startup-Beschleuniger anbieten. In München startete der Versicherungsriese am 17. Juli den Digital Accelerator (www.digital-accelerator.com). Die Idee beschreibt das Unternehmen wie folgt: „Der Digital Accelerator baut neue Geschäftsmodelle für die Allianz treibt ihre Umsetzung und Implementierung innerhalb der Allianz voran, um unseren Kunden Mehrwert zu schaffen.“

Im Bereich Versicherungen versuchen sich bereits einige Startups in Deutschland, darunter Schutzpakete.de, Schutzklick, Repair Management oder Friendsurance, aber auch andere Geschäftsideen sind denkbar. Bewerben können sich Startups ab sofort. Was den Startups geboten wird, ist auf der Website bisher noch sehr schwammig formuliert: „Wir agieren als Corporate-Unternehmer, wenden Lean-Prinzipien an und wollen neue Kollaborationen mit Startups und aufstrebenden Technologiepartnern schaffen.“ Ob die Allianz die Startups mit Finanzen, Räumen, Software oder Beratern unterstützt, wie lange die Accelerator-Runden dauern und wieviele Anteile der Konzern im Gegenzug von den Jungunternehmen verlangt, ist noch offen.

Bekannt ist allerdings zumindest die Hälfte des Geschäftsführerduos: Sebastian Sieglerschmidt ist seines Zeichens Gründer und ehemaliger Geschäftsführer von 7trends und fungiert nun beim Digital Accelerator als Entrepreneur-in-Chief. Bernd Scharrer war zuletzt als COO von Allianz China Life aktiv.

Viel Kritik an Corporate-Accelerator-Programmen

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Deutsche Konzern-Acceleratoren häufen sich vor allem seit dem vergangenen Jahr: So bietet etwa die Telekom den Hub:raum Accelerator, Telefónica brachte Wayra ebenfalls nach München, Axel Springer bietet Startup-Programme mit Plug and Play und der ProSiebenSat.1 Accelerator gab erst kürzlich den Startschuss für seine zweite Bewerbungsrunde. Umso spezieller die Accelerator- oder Inkubatorenmodelle der Corporates, umso häufiger hört man kritische Stimmen in der Startupszene zu den Programmen. Alles nur Innovationstransfer?

Alle Programme sind zudem recht neu, sodass sich über die Erfolgschancen und Entwicklungen der teilnehmenden Startups noch wenig sagen lässt. Am Ende ist es mit den Programmen wie mit jedem Investor: Startups sollten Nutzen und Kosten abwägen und sich das Programm suchen, bei dem sie am meisten Know-how-Transfer erwarten. Das Team hinter dem Programm und die Synergien zum eigenen Geschäftsmodell sind entscheidende Faktoren.

Mitarbeit: Nora-Vanessa Wohlert

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