Die Länder der EU nach digitaler Leistung: Grün zeigt eine hohe Performance an, blau eine mittlere und gelb eine niedrige

Deutschland mag die stärkste Wirtschaft der Europäische Union sein, die digitale Leistung allerdings ist verbesserungswürdig. In einer neuen Rangliste der europäischen Kommission erreicht die Bundesrepublik lediglich Platz zehn. Dänemark und Schweden führen das Ranking an, ebenso schaffen es die Benelux-Staaten, Finnland, Großbritannien, Estland und Irland vor Deutschland.

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Deutschland hinkt besonders in zwei Kategorien hinterher: den digitalen Fähigkeiten der Bevölkerung und den Online-Services öffentlicher Einrichtungen, also beispielsweise Möglichkeiten, online Anträge zu stellen.

Die Analyse zeigt weiter, dass 75 Prozent der EU-Bürger täglich das Internet nutzen. Dabei liegt der Wert in Luxemburg mit 93 Prozent am höchsten und in Rumänien mit 48 Prozent am niedrigsten. Die Hälfte der EU-Bürger nutzt außerdem audiovisuelle Angebote online und lädt regelmäßig Spiele, Bilder oder Videos herunter. 40 Prozent der Fernseherbesitzer nutzen auch Video-on-demand-Dienste.

Schwierigkeiten scheinen kleinere Unternehmen im Bereich E-Commerce zu haben: Nur 15 Prozent der kleineren Firmen in der EU verkaufen ihre Produkte online, davon versendet nicht einmal die Hälfte ihre Güter auch ins Ausland.

In den neuen Index „Digital Economy and Society“ (DESI) der Kommission fließen verschiedene Faktoren ein: zum Beispiel, wie verbreitet und wie teuer schnelle Internetverbindungen sind, wie stark Online-Angebote genutzt werden und wie weit Technologien wie E-Commerce und Cloud-Dienste und auch öffentliche digitale Dienste der Regierungen entwickelt sind. Insgesamt werden bei der Berechnung über 30 Indikatoren berücksichtigt.

Hier die Ergebnisse der Berechnung (klicken zum Vergrößern):

Bilder: Europäische Kommission, Screenshot digital-agenda-data.eu