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Das Finleap-Team

Finreach fällt bei den vielen deutschen Fintechs ein wenig aus der Reihe – das Startup will den Banken nicht Paroli bieten. Vielmehr entwickeln die Berliner einen Dienst für die Geldhäuser.

Mit ihrer Technik soll es für Bankkunden möglich sein, das Konto mit wenigen Klicks zu wechseln. „Wir bieten eine Lösung, die einen kompletten Kontowechsel innerhalb von zehn Minuten möglich macht“, sagt Matthias Eireiner, Geschäftsführer des Startups aus dem Inkubator Finleap. Lastschriftenempfänger und Daueraufträge erkennt das System und überträgt es automatisch in das eröffnete Konto. Künftig müssen die neuen Kontoinfos also nicht mehr an Arbeitgeber oder den Sportverein übermittelt werden. Ein geplantes Gesetz soll die Banken verpflichten den Kontowechsel zu erleichtern – und spielt dem Startup in die Karten.

Finreach-CEO Matthias Eireiner kann sich über die DKB-Koop und IBB-Finanzierung freuen

Die Deutsche Kreditbank (DKB) arbeitet bereits seit einige Monaten mit dem Startup zusammen – wie die Berliner nun bekannt gaben. Mit anderen „großen deutschen Kundenbanken“ stehe Finreach in Verhandlungen, hieß es gegenüber Gründerszene. Wann eine nächste Kooperation startet und zu welchem Zeitpunkt die DKB die Kontowechsel-Technik integriert, ist noch nicht bekannt.

Die Technik hat aktuell auch die Investitionsbank Berlin überzeugt: 700.000 Euro sind gerade in das Unternehmen geflossen. Das Geld stammt aus dem IBB-Förderprogramm ProFIT. Mit dem neuen Geld plane das Unternehmen das Tech-Team in Berlin auszubauen und die Produktpalette international zu erweitern. Mit der aktuellen Finanzierung habe das Unternehmen nun seit Bestehen ein siebenstelliger Eurobetrag erhalten.

Ende des vergangenen Jahres hat Finreach als Startup des Inkubators Finleap losgelegt. Hinter der Fintech-Schmiede steckt der Company Builder Hitfox.

Bild: Hitfox