Airbnb, Brian Chesky, DLD Konferenz, Collaborative Consumption, Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Wandel, gemeinschaftliche Nutzung

Collaborative Consumption steht für den gemeinschaftliche Konsum und das Teilen von persönlichen Dingen über das Internet. Laut der DLD-Konferenz vom 22. bis 24. Januar in München eines der Trendthemen für das Jahr 2012. Der Zugang zu einem Gut ist wichtiger als der Besitz, so der Konsens. In seiner Rede auf der DLD bestätigte CEO Brian Chesky Airbnb (www.airbnb.de) als Vorreiter der Bewegung.

Brian Chesky, CEO von Airbnb, spricht auf der DLD

Auf der DLD (Digital-Life-Design)-Konferenz 2012 (www.dld-conference.com) in München wurden die großen gesellschaftlichen Trends der kommenden Jahre diskutiert. Eines der Top-Themen in diesem Jahr: „Collaborative Consumption“. Das Konzept bezeichnet die gemeinsame Nutzung von Ressourcen und persönlichen Gegenständen, um einen nachhaltigen Umgang mit ihnen zu fördern. Entwickelt sich eine Ökonomie, in der Zugang höher bewertet wird als Besitz, so der Konsens, könne es gelingen, das globale Ressourcen-Problem nachhaltig zu lösen. Treiber dieses gesellschaftlichen Wandels ist das Internet, das Teilen und Tauschen zwischen größeren Bevölkerungsgruppen erst ermöglicht.

Mit Airbnb, 2008 im Silicon Valley gegründet, teilen Tausende Menschen auf der ganzen Welt ihr persönlichstes Gut, ihre Wohnung. Das Unternehmen will damit Vorreiter für die Collaborative-Consumption-Bewegung sein. Entsprechend leidenschaftlich erläuterte Airbnb-CEO Brian Chesky in seiner Rede auf der DLD den Umbruch in der bislang konsumorientierten Gesellschaft: „Zugang zu etwas zu haben, ist viel wichtiger, als es zu besitzen – diese Erfahrung macht unsere Airbnb-Community seit über drei Jahren“, so Chesky.

Entwicklung der Collaborative Consumption

Das grundlegende Konzept hinter der Ökonomie des Teilens ist laut Chesky nicht neu: „Früher war es üblich, Dinge zu tauschen oder bei Freunden Urlaub zu machen, auch um Geld zu sparen. Die Gesellschaft war mehr eine Gemeinschaft. Nach dem zweiten Weltkrieg führten der gesteigerte Konsum und das Wirtschaftswachstum zu einer Verknappung der Ressourcen und einer zunehmenden Isolation der Menschen. Heute erfordert diese Ressourcenknappheit ein Umdenken der Gesellschaft, während das Internet gleichzeitig eine neue Form der Kommunikation zwischen Menschen ermöglicht – beide Entwicklungen sind die Grundlage für Collaborative Consumption.“

Besonders eindrucksvoll zeigt sich der gesellschaftliche Wandel damit an der Entwicklung von Airbnb: „Dass bereits so viele Menschen ihre Wohnung teilen und dieses Prinzip leben, spricht für die Collaborative-Consumption-Bewegung. Reisende haben dank Airbnb mittlerweile Zugang zu Unterkünften in mehr als 190 Ländern und mehr als 19.000 Städten der Welt. Und jeden Tag kommen Hunderte von neuen Unterkünften hinzu“, erklärt Chesky.