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Es gibt ein paar große Veranstaltungen in der Webszene und die DLD ist ganz klar eine davon. Auch in diesem Jahr hat es sich gelohnt nach München zu fahren, war es doch möglich, nicht nur mit deutschen, sondern auch mit internationalen Größen zu netzwerken und von ihnen zu lernen.

Zu den Top-Gästen aus Deutschland zählte etwa Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender bei Axel Springer, während aus den USA Business-Promis wie Wikipedia-Mitgründer Jimmy Wales oder Marissa Meyer, Vice President of Search Product and User Experience bei Google, zugegen waren. Auch aus Israel war mit Jossi Vardi, einem Serial-Entrepreneur erster Stunde, ein interessanter Gesprächspartner zugegen. Sonst waren bekannte Gesichter aus dem europäischen Ausland Mangelware.

Wie bisher auch war die DLD sehr gut organisiert – ein Qualitätsmerkmal, das man für eine Teilnehmergebühr von 2.500 Euro aber auch getrost erwarten darf. Doch der hohe Preis schreckte scheinbar nicht: die Hallen der DLD waren noch voller als im Jahr zuvor. Die sehr medienlastige Konferenz lockte neben den bekannten Gästen auch durch relevante Themensetzungen. So war etwa eine der Einsichten durch auf der DLD zugegene Investoren, dass Facebook in diesem Jahr keinen IPO begehen wird.

Beim Medienriese Burda wetterte man  gegen Googles Firmenhaltung – ein Thema, das man als deutscher Medienmacher eigentlich schon nicht mehr hören kann –, wobei auch nicht störte, dass Google Sponsor der Konferenz war. Solche und andere Themensetzungen zeigten noch einmal auf, wie verzweigt die Branche inzwischen ist, gibt es doch zu viele Überschneidungen für Lagerdenken.

Zu den weiteren Highlights zählten ein zukunftsweisender Vortrag von Jim Breyer von der Risikokapitalgesellschaft Accel, der die Boommärkte der nächsten Jahre thematisierte, oder die Auftritte von Mike Schroepfer (Facebook), Owen Van Natta (Myspace) oder Facebook-Großinvestor Yuri Millner. Und wem dies alles noch nicht genug ist, der findet nach kurzer Recherche schon so manch weiteren interessanten Inhalt wie etwa Apple-Hypes, neue Journalismus-Formen oder Kuppeleien im Internet