Domainfindung

Herausforderung Domainfindung

Die Suche nach dem optimalen Namen für ein Startup ist für manches Gründerteam die erste große kreative Bewährungsprobe. Was zählt, sind nicht persönliche Vorlieben, sondern in erster Linie Faktoren wie die passgenaue Zielgruppenansprache, eine möglichst globale Verständlichkeit und die Übereinstimmung mit rechtlichen Vorgaben. Zudem muss die entsprechende Internetadresse noch verfügbar sein.

Vor allem letzterer Punkt entwickelt sich zu einer immer größeren Hürde. Denn die Zahl guter – also einprägsamer, kurzer – Domain-Namen ist überschaubar geworden, besonders in Kombination mit beliebten Domainendungen wie .de und .com. Für Startups heißt das, auf der Suche nach einem guten Namen auch ungewöhnliche Wege zu gehen, mit Kreativitätstechniken Ideen gezielt auf die Sprünge zu helfen und Namenskandidaten frühzeitig einem Domaincheck zu unterziehen.

Strukturiertes Vorgehen

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Gute Ideen entstehen nicht auf Knopfdruck und nur sehr selten in einem kreativen Chaos. Gute Ideen brauchen Zeit und strukturierte Abläufe. Im Falle der Suche nach der optimalen Domain sollte am Anfang ein ausführlicher Markt- beziehungsweise Konkurrenzcheck stehen. Die Bestandsaufnahme sollte beispielsweise auflisten, welche Namen es bereits gibt (nicht nur in eigenen Geschäftsfeldern, sondern auch in anderen Branchen sowie in anderen Ländern), welche Namen als aussagekräftig empfunden werden und welche nichtssagend wirken. Die Einschätzungen sollten durch Begründungen ergänzt und on- oder offline für alle Beteiligten zugänglich festgehalten werden.

Grundsätzlich empfiehlt sich während der gesamten Namenssuche das genaue Protokollieren. Einerseits wird so das gesamte Team auf dem aktuellen Stand gehalten. Andererseits belegen Mitschriften in möglichen Streitfällen später, wer eine Idee zuerst hatte beziehungsweise wie die Idee zustande gekommen ist.

Kreativitätstechniken: Ideenfindung beschleunigen

Die Ergebnisse der Beobachtung sind eine solide Basis, um mit dem kreativen Teil der Namenssuche zu beginnen. Sie geben zumindest einen ersten Aufschluss darüber, in welche Richtung es gehen soll. Eventuell sind daraus auch schon ganz konkrete Vorschläge entstanden, die im Team weiterentwickelt werden können. Falls nicht, lässt sich der Findungsprozess gezielt mit Kreativitätstechniken beschleunigen und steuern. Zu den bekanntesten Methoden zählen dabei Brainstorming und Mindmapping. Gut möglich, dass es im Team erst einmal Ablehnung gegenüber solchen „Spielereien“ gibt, sie als anstrengend und wenig zielführend angesehen werden. Tatsächlich hängt der Erfolg wesentlich von einer guten Vorbereitung ab.

Das fängt mit der Zusammensetzung der Gruppe an. Neben dem Team sollte zum Beispiel möglichst auch die Zielgruppe in der Runde vertreten sein. Alle Teilnehmer müssen genau wissen, um was es geht und auf welchem Stand sich das Projekt befindet. Es sollte ein klarer Zeitrahmen vorgegeben werden, damit die Runden nicht zu sehr ausufern und zu viele Ressourcen kosten. Hilfreich ist es, einen Moderator zu haben, der den Beteiligten eventuelle Hemmungen nimmt und verhindert, dass das Brainstorming zu sehr vom Fokus abdriftet.

Intuitiv Richtung Ziel

Die Auswahl an Kreativitätstechniken ist groß. In der ersten Stufe wird in der Regel auf sogenannte intuitive Methoden gesetzt, die in kurzer Zeit sehr viele Ideen liefern. Neben den schon genannten Klassikern zählen dazu zum Beispiel auch Zufallstechniken und Galeriemethoden. Gemeinsam ist allen Varianten, dass sie mit der Aktivierung des Unterbewusstseins arbeiten und Wissen an den Tag befördern, das sonst weitgehend brachliegt. Auf diese Weise werden die gewohnten Pfade verlassen und Denkblockaden gelöst.

Online-Tools für die Domainfindung

Im Netz gibt es mittlerweile auch eine ganze Reihe guter Online-Tools, die bei der Namenssuche eine zusätzliche Unterstützung sind. Interessant ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Seite Visuwords. Wie der Name bereits andeutet, werden bei diesem Online-Wörterbuch Keywords und verwandte Worte visuell dargestellt. Es entsteht dabei eine Art automatischer MindMap.

Bei der Seite Visual Dictionary handelt es sich um ein Online-Lexikon, das ganz auf die Macht der Bilder setzt und unterschiedlichste Begriffe mit Hilfe von Grafiken und Illustrationen erklärt. Das Lexikon liefert vielleicht nicht den ultimativen Domainnamen, kann aber zumindest eine gute Inspirationsquelle sein, um auf neue, ungewöhnliche Ideen zu kommen.

Professioneller Domaincheck

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Die Ideenfindung – ob intuitiv oder per Online-Tool – ist nur der erste Schritt. Im weiteren Prozess muss die Flut an Einfällen kanalisiert und gefiltert werden. Sinnvoll ist es, für alle ernsthaften Kandidaten frühzeitig einen Domaincheck zu machen, um nicht unnötig Arbeit in eine bereits vergebene Idee zu investieren. Die Möglichkeit zu einem professionellen Domaincheck bieten viele Domain- und Webhosting-Unternehmen auf ihren Webseiten kostenlos an. Innerhalb weniger Sekunden können Gründer so sehen, ob eine Adresse noch frei oder schon registriert ist.

Zusätzlich sind hier sogenannte whois-Abfragen möglich: Damit lässt sich schnell und einfach ermitteln, wem eine bereits vergebene Domain gehört. Denn dass ein Domainname schon registriert ist, muss nicht zwangsläufig das Aus bedeuten. Unter Umständen lohnt es sich, mit dem Besitzer Kontakt aufzunehmen und auszuloten, ob nicht ein Interesse am Verkauf der Domain besteht.

Erfolgsfaktor Domainname

Eine gute Geschäftsidee allein reicht für Startups angesichts der hohen Konkurrenz heute nicht mehr aus. Gründer müssen sich und ihr Projekt auch entsprechend verkaufen – und dabei spielt der Domainname eine entscheidende Rolle. Entsprechend viel Zeit und Energie sollten Gründer in diesen Part ihrer Aufbauarbeit stecken. Langfristig zahlt sich diese Mühe in den meisten Fällen aus.

Bild: CheckDomain

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