Gero Graf leitet Drivy in Deutschland

Drivy weitet nach dem Start im November 2014 sein Angebot auf ganz Deutschland aus: Das französische Carsharing-Startup hatte sein Konzept zunächst in Berlin, anschließend in Hamburg, München, Köln und weiteren deutschen Großstädten ausgetestet. Über die Plattform können Autobesitzer ihr privates Fahrzeug an andere Nutzer verleihen. Nach Angaben von Drivy vermieten bereits über 1.000 deutsche Autoinhaber ihren Wagen über die Plattform.

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Der bisherige Erfolg basiere in Deutschland vor allem auf zwei Faktoren, kommentiert das Unternehmen: Autobesitzer hätten erkannt, dass das eigene Auto „etwa 95 Prozent der Zeit ungenutzt herumsteht und laufende Kosten verursacht“. Darüber hinaus wirke das Bewertungssystem sowie das Versicherungspaket der Allianz, das die Nutzer bei der Buchung dazubekommen, bei anfänglichen Skeptikern. Einige Autos auf der Plattform würden zudem nur 15 Euro pro Tag kosten. „Die Nutzerzahlen haben unsere Erwartungen übertroffen und mit dem Frühjahr beginnt erst jetzt die Hochphase der Autovermietungen in Deutschland“, sagt Gero Graf, Geschäftsführer Drivy Deutschland.

„Die derzeitige Phase erinnert mich stark an die Anfänge von Drivy in Frankreich, wo wir vor vier Jahren mit ähnlichen Voraussetzungen gestartet sind. Die ersten Ergebnisse in Deutschland deuten darauf hin, dass wir auf einem ähnlich positiven Weg sind”, kommentiert Drivy-Gründer Paulin Dementhon die Entwicklung in Deutschland. Dementhon hatte Drivy 2010 unter dem Namen Voiturelib gestartet. Erst für die Internationalisierung nannte sich das Startup 2013 in „Drivy“ um.

Bis heute hat Drivy etwa 500.000 registrierte Nutzer und 26.000 Fahrzeuge in Frankreich und sieht sich damit als europäischer Marktführer. Die Hauptinvestoren von Drivy sind Index Ventures und Alven Capital. Insgesamt arbeiten 40 Mitarbeiter für Drivy, fünf davon in Deutschland.

Hierzulande konkurriert Drivy mit Tamyca aus Aachen und dem Stuttgarter Unternehmen Autonetzer, das im vergangenen September den Wettbewerber Nachbarschaftsauto übernommen hatte. Bei der Fusion zählte Autonetzer, das sich als Marktführer in Deutschland sieht, bereits 10.000 registrierte Fahrzeuge im deutschen Raum und damit zehnmal so viele wie Drivy aktuell.

Bild: Drivy