Der US-Cloudspeicherdienst Dropbox will die Daten seiner deutschen Nutzer ab sofort ausschließlich in Deutschland speichern. Das berichtet die Wirtschaftswoche. Die entsprechende Infrastruktur würde im Moment aufgebaut werden, heißt es. Ab der zweiten Jahreshälfte würden die Daten der 4.000 Unternehmenskunden nur noch hierzulande aufbewahrt werden. Dropbox hat bisher 30.000 Privat- und Unternehmenskunden im deutschsprachigen Raum, deren Daten Dropbox bisher ausschließlich in den USA speichert.

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Seit der Europäische Gerichtshof das sogenannte Safe Harbor-Abkommen zwischen der EU und den USA für ungültig erklärt hat, dürfen US-Internetfirmen theoretisch die Daten europäischer Nutzer nicht mehr in die USA transferieren. In den vergangenen Monaten haben viele Anbieter daher reagiert: Google hat etwa in Finnland, Irland, Belgien und den Niederlanden Serverparks errichtet, Apple baut in Dänemark und Irland.

Microsoft arbeitet mit der Deutschen Telekom zusammen, um die Daten seiner Kunden in den deutschen Rechenzentren zu sichern, die die Telekom teils eigens für hierfür gebaut hat. In Frankfurt stehen bereits seit 2014 einige hundert Server von Amazon Web Services für datenschutzsensitive Unternehmenskunden.

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