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BDS und HWR Berlin befragen Mitarbeiter

Wie sieht es eigentlich aus, das deutsche Durchschnitt-Startup? Sind Milliardenunternehmen wie Zalando normal oder eine glückliche Ausnahme? Zur Beantwortung dieser Frage gibt der Bundesverband Deutsche Startups (www.deutschestartups.org) und die HWR Berlin seit diesem Jahr einmal jährlich den Deutschen Startup Monitor (DSM) heraus. Dazu wurden 454 Personen mit Anteilen an oder zentralen Positionen in Startups befragt.

Das ist der deutsche Startup-Durchschnitt

Zugegeben, lediglich 454 Personen zu befragen, ist sicherlich nicht sonderlich repräsentativ, dennoch die Ergebnisse wie folgt: Die Grundvoraussetzung, um an der Studie teilzunehmen, war, dass das Startup nicht älter als zehn Jahre sein durfte. Der Durchschnittswert liegt in der Studie deutlich darunter: 2,4 Jahre hatten die Unternehmen der Befragten auf dem Buckel. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (Vollzeit) nach dieser kurzen Zeit beträgt 12,4, wobei Berliner Startups mit 15,3 über dem Durchschnitt liegen. Noch in diesem Jahr sollen dabei fünf neue Mitarbeiter eingestellt werden, wobei hochqualifizierte eindeutig bevorzugt sind. In der Wachstumsphase sind es durchschnittlich gar knapp 27 Mitarbeiter und fast neun Neueinstellungen noch in diesem Jahr.

Nicht sonderlich überraschend ist die Frauenquote der Studienteilnehmer: 13 Prozent der Befragten waren Frauen, 87 Prozent Männer. Und das, obwohl Uniabsolventinnen der Mathematik, Informatik bis Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften eine Quote von 25 bis 47 Prozent in Deutschland aufweisen. Bezogen auf Abschlüsse liegen Gründer übrigens weit vorne: Drei von vier haben einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss.

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Banken sind für Startups kein wichtiger Finanzierungspartner. Lediglich 19 Prozent sehen hier einen kompetenten Ansprechpartner. Wie viel Geld dann aber benötigt wird, ist unter den Befragten relativ gleich. Über die Hälfte benötigte zum Start 50.000 Euro und mehr. In der Wachstumsphase beziehungsweise Serie A benötigen 34 Prozent gleich eine Millionenfinanzierung. Für 70 Prozent gestaltet sich dieser Prozess allerdings als schwierig. Hier muss die VC-Szene also nachbessern, beziehungsweise müssen die Geschäftsmodelle der Startups verfeinert werden. Neben der VC-Finanzierung bereitet auch die deutsche Datenschutzpraxis Kopfzerbrechen, geben über 50 Prozent der Befragten an.

Berlin als Startup-Hotspot war bereits das Thema vieler Studien. Die Aussagen des DSM hierrüber deshalb kurz zusammengefasst: Nirgendwo sind Startups internationaler. Dies bezieht sich allerdings nicht nur auf die Mitarbeiter, sondern auch auf die Kapitalgeber. Auch Business Angels und öffentliche Investoren sind nirgendwo so beliebt wie in Berlin.

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Bild: Flickr/Serge Melki