Marie Berriet, Mitgründer Carlos Gomez Andonaegui, Wynn Tanner und Mitgründer und CEO Philip Winter von Nebia (von links)

Vielleicht kommen Apple-Chef Tim Cook und Google-Aufsichtsratschef Eric Schmidt die besten Ideen beim Duschen – auf jeden Fall haben beide kürzlich über Duschköpfe nachgedacht. Der Duschkopf Nebia begeistert das Silicon Valley. Neben Schmidt und Cook hat Nebia auch die US-Startup-Fabrik Y Combinator überzeugt.

Die Dusch-Revolutionäre sammeln außerdem Geld über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein. Die angestrebte Mindestfinanzierung von 100.000 US-Dollar hat Nebia schon lange vor dem Ende der Kampagne weit überschritten: Bisher finanzierten mehr als 3.500 Privatinvestoren das Projekt bereits mit rund 1,2 Millionen Dollar. Bei dem Investment von Cook handle es sich ebenfalls um eine private Investition, betonte ein Apple-Sprecher im Gespräch mit der New York Times. Google-Manager Schmidt investierte über seine Schmidt Family Foundation. Wie viel Cook und Schmidt in das Startup steckten, ist unbekannt.

Anzeige
Doch was macht diesen Duschkopf so besonders, dass die Silicon-Valley-Größen von ihm begeistert sind? Nebia hat weder eine App noch irgendeine smarte Funktion, sondern überzeugt die Techies allein über eine mechanische Eigenschaft: Nebia soll ein Dampfwunder sein. Laut Mashable wurde die Dusche im gesamten Silicon Valley getestet – in den Büroräumen von Apple, Google und der Stanford-Universität.

Denn wenn Nebia Investoren zu sich einlädt, dann dürfen sie erst einmal eine Dusche nehmen, berichtet die US-Zeitung. Und die potenziellen Geldgeber zeigten sich regelmäßig begeistert: Nebia verströme einen „dampfenden Nebel mit der Kraft von Mini-Turbinen“, schreibt ein Venturebeat-Journalist.

Laut den beiden Nebia-Gründern steckt allerdings mehr hinter dem Duschkopf als die pure Begeisterung für viel Dampf beim Duschen. Der Duschkopf soll beim Wassersparen helfen, ohne dass das Duschgefühl darunter leidet. Für Cook gehört das Investment daher auch zu seinem sozialen Engagement. Co-Gründer Philip Winter baute zuvor wasserlose Toiletten in der Dritten Welt. Cook hatte im März angekündigt, fast sein gesamtes Vermögen spenden zu wollen. Schon jetzt setzt er sich regelmäßig für soziale und Bildungsprojekte ein. Und nun eben auch für wassersparende Duschköpfe.

Das Video der Kickstarter-Kampagne:

Dieser Artikel erschien zuerst bei Die Welt.

Bild: William McLeod