E-Mail-Marketing Trends 2014

Sieben Trends im E-Mail-Marketing

1. Marketing Automation

Marketing Automation geht deutlich über das „klassische“ E-Mail-Marketing hinaus. Mit dieser Trend-Technologie gehen Startups bei der Integration und Automation ihrer Datenanalyse und Cross-Channel-Kommunikation völlig neue Wege. Marketer können dadurch einfach und effektiv E-Mails per Autopilot platzieren. Ohne manuelles Zutun werden Kundenaktivitäten erfasst und analysiert, Segmente gebildet, Botschaften dynamisch generiert und versendet sowie Reports erstellt.

Die Maßnahmen sind darauf ausgelegt, die Kunden zu einem Erst- oder einen Folgekauf zu bewegen beziehungsweise inaktive Kontakte zurückzugewinnen. Die individuellen Kampagnenmails werden nach vordefinierten Regeln an den einzelnen Empfänger automatisiert versendet – die Marketing Automation ist also auch besonders kosteneffektiv.

2. Right Data

Startups verfügen über Unmengen an Daten aus Online-Shops, Webanalyse, Social Media und Co. Hierbei kommt es aber weniger auf „Big Data“ an, sondern vielmehr darauf, dass die vorhandenen Daten richtig analysiert und sinnvoll eingesetzt werden. 2014 geht es deshalb besonders darum, eine hohe Datenqualität sicherzustellen – und diese durch Know-how erfolgreich zu operationalisieren.

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Im Rahmen des Customer Lifecycles haben Kunden und Interessenten unterschiedlichste Informationsbedürfnisse. Während etwa neue Kontakte durch Willkommensmails gezielt an das Angebot herangeführt werden wollen, sind zufriedene Bestandskunden besonders an Specials und guten Deals interessiert. Eine feingliedrige Empfängerauswahl ermöglicht hierbei eine hochgradig individuelle Ansprache. Zugleich bedeutet „Right Data“ aber auch, die richtigen CRM-Fachleute zu finden – denn diese sind auch im neuen Jahr rar.

3. Mobile E-Mail-Optimierung

Obwohl mobiles Marketing längst Standard sein sollte, sieht die Realität immer noch anders aus. Dabei wird die mobile E-Mail-Nutzung weiter steigen und neue Mobilgeräte auf den Markt kommen. Deshalb ist es unerlässlich, E-Mails für Smartphones und Tablets zu optimieren. Die Lösung lautet hierbei responsives Design. Damit werden kleinere Bildschirme, die Finger-Navigation sowie technische Besonderheiten berücksichtigt. Beim responsiven Design werden mehrere optimierte Ansichten einer E-Mail für die verschiedenen Endgeräte in einem Template bereitgestellt.

Für den Mobil-Kanal sind kürzere Texte, flexible Schrift- und Bildgrößen sowie gut les- und klickbare Call-to-Buttons angebracht. Links sollten ausreichende Abstände voneinander aufweisen, damit der Daumen auf dem Touchscreen zielsicher landet. Grafiken und Bilder gilt es, klein und trotzdem klar erkennbar einzubinden. Zudem sollten nachrangige Informationen ausgeblendet werden – und ein fließender Wechsel zwischen Hoch- und Querformat problemlos möglich sein.

4. Agiles E-Mail-Marketing

„Fire and Forget“ war bislang das bestimmende Prinzip im E-Mail-Marketing: Nach dem Versand ließen sich E-Mails nicht mehr oder nur in einem sehr engen Rahmen aktualisieren. Aus Sicht des Marketers ist dies alles andere als ideal, da der individuelle Kontext der E-Mail-Öffnung wie der Ort, der Zeitpunkt, das Empfangsgerät oder das Wetter unberücksichtigt bleibt.

E-Mail-Marketing in Echtzeit bietet hier völlig neue Möglichkeiten. Dynamisch platzierte Bildinhalte wie Countdowns, Timer, Social und RSS-Feeds oder Videos sorgen bei den Kontakten für Spaß und Interaktion. Der Content wird hierbei auf Template-Basis versendet – und bei der Öffnung passgenau befüllt. Vorreiter in diesem Feld ist das US-amerikanische Startup Movable Ink (www.movableink.com).

5. Attribution im Cross-Channel

Kunden bewegen sich heute im Cross-Channel. Hierbei ist nicht immer eindeutig auszumachen, welche Marketing-Kanäle einen Sale angestoßen oder verstärkt haben. Der Marketer will nun aber Klarheit darüber, in welchem Maß die verschiedenen Kanäle bei der Generierung von Leads und Umsatz zusammenspielen. Nur auf dieser Grundlage können Marketing-Entscheidungen effektiv getroffen und Budgets nachhaltig platziert werden.

Dieses Know-how, das auf detaillierten Attributionsmodellen basiert, entwickelt sich zu einer Steilvorlage für mehr E-Mail-Marketing. Denn E-Mail-Marketing bildet die Klammer, um in anderen Online-Kanälen Käufe anzutriggern und Informationen sowie Themen dieser Kanäle zu platzieren.

6. Remarketing

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Remarketing knüpft an dem bestehenden Produktinteresse an und versucht, dieses zum Kaufabschluss zu bringen. So lassen sich etwa Warenkorbabbrecher durch maßgeschneiderte Angebote gezielt kontaktieren. Hierfür muss lediglich eine Schnittstelle zwischen der E-Mail-Lösung und der Webanalyse oder einem vergleichbaren Tracking-System eingerichtet werden. Besitzt das Startup die Permission, lassen sich dann per E-Mail oder im Cross-Channel die Mehrwerte kommunizieren. Die Kunst besteht hierbei aber auch darin, durch Dosierung und Relevanz der Ansprache einen lästigen „Stalker-Effekt“ zu vermeiden.

7. E-Mail-Adressen

Erfolgreiche Kampagnen basieren auf neuen Kontakten – und bereits generierten Adressen. Hierfür wird die Newsletter-Anmeldung prominent und an allen Touchpoints platziert. Die Anmeldemöglichkeit wird auf höchste Sichtbarkeit getrimmt. Die Anzahl neuer E-Mail-Adressen hängt auch von dem einfachen Aufbau der Anmeldung ab. Die Startups sind hierbei gut beraten, zunächst nur die E-Mail-Adresse abzufragen und weitere Daten schrittweise im Nachgang zu erfassen.

Besonders effektiv sind Pop-up-Layer, die sich beim Erstbesuch oder Verlassen über den Online-Shop oder die Webseite ziehen. Potenzial bietet auch die effektive Verzahnung von E-Mail-Marketing und Social Media.

Bild: 4444 (Thorsten Nieder) / PantherMedia