So sahen die Gerichte von EatFirst zu Beginn aus

Das Hin und Her beim Rocket-Startup EatFirst hat ein Ende gefunden. Nachdem der Lieferdienst bereits im vergangenen Sommer für vier Monate eine selbst verordnete Sommerpause in Berlin eingelegt hatte, wird nun auch das seit Herbst veränderte Konzept in der Hauptstadt eingestellt.

Die ursprüngliche Idee von EatFirst war ein Lieferdienst für schnelles Mittagessen: Für jeweils sieben Euro konnten Kunden in der Zeit von 11.45 bis 14 Uhr zwischen zwei warmen Gerichten wählen. Das Startup versprach, dass die Lieferung nicht länger als 15 Minuten dauern würde. Eigentlich ein praktischer Service für gestresste Berliner, die lieber am Arbeitsplatz essen. Doch elf Monate nach dem Start, im Juli 2015, kam die Pause.

Ende Oktober vergangenen Jahres meldete sich EatFirst schließlich mit einem überarbeiteten Konzept zurück: Die Gerichte konnten per App bestellt werden, wurden aber kalt ausgeliefert, um jederzeit vom Kunden erwärmt werden zu können. Das Essen sollte, anders als vorher, vorbestellt werden. Die bisherige kurze Lieferzeit von 15 Minuten fiel damit weg. Das Angebot und das Liefergebiet in Berlin wurden ausgeweitet.

Anzeige
Doch nun macht Rocket auch die zweite Version von EatFirst in Berlin dicht – diesmal scheinbar endgültig. Besucher der deutschen EatFirst-Seite werden direkt zu dem Restaurant-Lieferservice Foodora weitergeleitet. In London wird das EatFirst-Geschäft weitergeführt. Die Begründung von Rocket: „Insbesondere in London hat sich die Nachfrage so positiv entwickelt, dass wir uns als nächsten Schritt in unserer Wachstumsphase auf diesen Markt fokussieren werden.“ Nach dem Abschluss der Wachstumsphase in London wolle Rocket „die Expansionsstrategie wieder ins Auge fassen“.

Ganz offiziell möchte Rocket mit EatFirst in Berlin demnach nicht abschließen. Wie gut das Geschäft in der Hauptstadt überhaupt funktioniert hat, ist nicht bekannt. Es bleibt die Frage: Warum wollte EatFirst sein Business in Berlin nicht mit den steigenden Einnahmen aus London querfinanzieren?

Bild: Hannah Loeffler / Gründerszene