Clemens Riedl, Chanyu Xu und Jochen Wolf gründeten im Mai 2015 Eating with the Chefs.

Zuhause essen wie im Sternerestaurant. Mit zartem Fleisch, edlen Soßen und feinem Gemüse. Verzehrfertig in 15 Minuten. Aber zu einem bezahlbaren Preis. Das ist knapp zusammengefasst die Idee von Eating with the Chefs. Das neue Food-Startup vom ehemaligen StudiVZGeschäftsführers Clemens Riedl, Eatüber-Gründerin Chanyu Xu und Jochen Wolf verschickt Zutaten für Gerichte, die von bekannten Köchen entwickelt wurden. Die einzelnen Komponenten werden mit der sogenannten Sous-Vide-Kochtechnologie fertig gegart und luftdicht in Vakuumbeuteln verpackt an den Kunden verschickt.

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Riedl, der für die Gespräche mit Investoren zuständig ist, konnte nun zwei bekannte Geldgeber von seinem Konzept überzeugen: Der von Promi-Investor Peter Thiel gegründete Founders Fund mit Sitz in San Francisco sowie Holtzbrinck, Riedls alter Arbeitgeber aus StudiVZ-Zeiten, investieren in der Seed-Runde einen Millionenbetrag in das Berliner Startup. Bisher ist der Founders Fund – nicht mit dem Global Founders Fund der Samwer-Brüder zu verwechseln – in Deutschland nur an dem Wissenschaftler-Netzwerk ResearchGate beteiligt.

Eating with the Chefs war im September zunächst unter dem Namen The Chefs gestartet. Seit Oktober liefert das Startup seine Zutaten in ganz Deutschland aus. Mit dem Geld wollen die Macher die Food-Technologie verbessern und weitere Köche weltweit für das Konzept gewinnen. Bisher haben berühmte Köche wie die Berliner Ramses Manneck oder Gal Ben Moshe Rezepte für das Startup entwickelt.

Eine ähnliche Idee präsentierte das süddeutsche Startup Dinnery bereits in der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“. Auch Startups wie Marley Spoon oder HelloFresh, die ebenfalls Kochboxen mit abgepackten Zutaten verschicken, können als Wettbewerber von Eating with the Chefs gesehen werden – auch wenn dort selbst gekocht werden muss und sich die Preise unterscheiden.

Bild: Eating with the Chefs