MLOVE ConFestival, Mobile, Event

Ein altes, halb zerfallenes Schloss, wilde Gärten und 150 passionierte und hoch motivierte Menschen. Woran denkt man da? Sicherlich nicht zu allererst an eine Konferenz zum Thema Mobile. Doch genau das fand in einem verschlafenen Örtchen mitten im Nirgendwo vom 26. bis 28. Juni statt: Das MLOVE ConFestival unter der Schirmherrschaft von MLOVE-Gründer Harald Neidhardt und MLOVE-Director Peter Giblin. Ja, es ging um Mobility und darum wie Mobile unser aller Leben in Zukunft beeinflussen wird.

Zwischen Keynotes und Fireside-Chat beim MLOVE ConFestival

Wie kann Elektrizität und Bildung in Entwicklungsländer gebracht werden? Kann Lärm wertvoll sein? Wie wichtig ist Mut im Umgang mit Mobilfunkbetreibern? Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der mit Leidenschaft diskutierten Themen – entweder in Form von Keynotes oder in kleinerer Runde beim Fireside-Chat oder bei Kaffee und Erdbeeren im Garten. Doch bei diesem Event standen ganz klar die Teilnehmer im Mittelpunkt. Es war wie ein großes Treffen alter Bekannter, die sich beim Dinner über die neuesten Trends im Mobile-Bereich austauschten, inspiriert durch Speaker wie Jonathan MacDonald (this fluid world), Roman Weisshäupl (TrendOne) oder Amish Patel (Microsoft).

Es waren die Teilnehmer selbst, die gleich am Donnerstagmorgen unter der Moderation von Jonathan MacDonald aus dem Bauch heraus die Themen festlegten, die anschließend in den einzelnen Gesprächsrunden mit großem Enthusiasmus diskutiert wurden. Selten habe ich bisher erlebt wie zum Teil völlig fremde Leute in so hitzige Gespräche über Technologie oder die Rolle der Musik in der Zukunft der Mobile-Industrie philosophiert haben. Eine noch intensivere Form des Denkens und Interagierens ergab sich in den Future-Cubes-Workshops: Eine futuristische Konstruktion mit würfel-ähnlichen Think-Tanks zu Themen angefangen bei Advertising bis hin zu Mode. Abends sorgten dann Live-Musik und aufwendige Lichtinstallationen für ein stimmungsvolles Beisammensein.

MLOVE, Festival und Konferenz zugleich – das bringt es auf den Punkt. Dass dieses Event es geschafft hat, sogar alte Hasen aus dem gewohnten Trott zu werfen und sich neuen Ideen hinzugeben, zeigt dass sogar noch heute Facebook, Twitter und Co. fleißig mit Eindrücken überwältigter Besucher gefüttert werden. Auf das schon sehr bald noch mehr Menschen in den Genuss von MLove kommen können…