Die Hamburger Partnervermittlung ElitePartner hat sich von einigen ihrer Mitarbeiter getrennt. Wie das Unternehmen dem Branchenportal Deutsche Startups zuerst bestätigte, wurden insgesamt 15 Mitarbeiter entlassen. Hintergrund seien Umstrukturierungsmaßnahmen, so eine Sprecherin auf Nachfrage von Gründerszene. Vor den Entlassungen beschäftigte das 2004 gegründete Unternehmen 90 Mitarbeiter. Weitere Details zu den Vorgängen wollte ElitePartner nicht nennen.

Seit Juni 2015 hat ElitePartner einen neuen Eigentümer. Damals verkaufte der Internetkonzern Tomorrow Focus das Datingportal für 22 Millionen Euro an die britische Beteiligungsgesellschaft Oakley Capital. Die ist auch im Besitz des Konkurrenten Parship. Die ebenfalls in Hamburg ansässige und 2001 gegründete Partnervermittlung wurde im April 2015 für eine unbekannte Summe von Vorbesitzer Holtzbrinck übernommen. Ob auch bei dem nach eigenen Angaben 150-köpfigen Unternehmen Umstrukturierungsmaßnahmen anstehen, ist nicht bekannt.

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Oakley dürfte die beiden Portale enger aneinander binden und Synergien heben wollen. Ein erster Schritt ist da offenbar eine gemeinsame Unternehmensführung: Die Parship-Chefs Tim Schiffers, Henning Rönneberg und Marc Schachtel sind auch als Geschäftsführer von ElitePartner bestellt.

ElitePartner fokussiert sich – wie der Name schon sagt – auf Singles mit hohem Bildungsniveau. Aber auch Parship wirbt auf seiner Website mit einer hohen Akademiker-Quote. Beide Plattformen müssen mit den immer beliebteren Flirt-Apps wie Tinder konkurrieren. Zumal die Preise für den Premium-Dienst von Tinder mit ungefähr vier bis zehn Euro deutlich unter den von ElitePartner liegen: Dort kostet eine 24-monatige Premium-Mitgliedschaft 24,90 Euro pro Monat, bei kürzerer Dauer ist der Dienst noch teurer. Beide Dienste bieten auch eine kostenlose Option.

ElitePartner ist dabei offenbar nicht die einzige Plattform, die unter der Tinderisierung des Dating-Markts leidet. Wie die Tech-Newsseite TechCrunch berichtet, hat sich das US-amerikanische Datingportal Zoosk gerade von einem Drittel seiner Mitarbeiter getrennt.

Bild: panthermedia / zimmytws