Elon Musk

Wer in den Orbit will oder darüber hinaus, braucht Raketen

Wer ihn nicht wegen seiner elektrischen Tesla-Sport- oder Luxusautos kennt oder aufgrund seines erdachten Röhren-Transportsystems Hyperloop, der hat wahrscheinlich zumindest schon von seinem Weltraumprogramm SpaceX gehört – Elon Musk ist Ingenieur mit Leib und Seele. Und er hat den Mars im Visier.

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Was viele nicht wissen: Mit Zip2 hat er 1999 bereits einen Exit an den Computerhersteller Compaq hingelegt, sein zweites Unternehmen X.com fusionierte im Jahr 2000 mit dem Konkurrenten Confinity – heute als Paypal bekannt.

Interessante Einblicke gab Musk nun in einer Fragestunde mit Reddit-Nutzern, im Rahmen des populären Formats „Ask me Anything“ (AMA), für das sich im Herbst zum Beispiel auch schon Star-Investor Peter Thiel zur Verfügung stellte – und auf das sich schon Promis wie Bill Murray, Barack Obama oder Bill Gates eingelassen haben. Einige seiner Antworten sind „Rocket Science“, im buchstäblichen Sinne. Aber Musk gewährt auch einen Blick hinter die persönlichen Kulissen – und gibt einige Tipps.

Wie man viel und schnell lernen kann:

Sein Kopf fühle sich langsam voll an, gibt Musk zu. Aber man könne generell mehr lernen als man glaubt. Und viele würden zu schnell aufgeben. Sein Rat: Wissen als Baum zu betrachten. Man müsse sicherstellen, die fundamentalen Prinzipien zu verstehen, also den Stamm und die dicken Äste. Erst dann sollte man sich die Details, die Blätter und kleinen Äste, ansehen – sonst habe man nichts, an denen man sie festmachen kann.

Wie seine Lehrer ihn inspiriert haben:

Musk erzählt die Geschichte seines Grundschulleiters: Weil der Mathelehrer gekündigt hatte, übernahm dieser den Unterricht – und legte beim Programm einen Zahn zu. Man habe viel arbeiten und zusätzliche Hausaufgaben erledigen müssen. Zum Ausgleich habe es dann Geschichten aus der Soldatenzeit des Lehrers gegeben. Wer die Arbeit nicht erledigt hatte, durfte auch die Geschichten nicht anhören. „Jeder hat die Arbeit gemacht.“

Wie man mit vermeintlich nicht zu bewältigenden Situationen umgeht:

Musk verweist auf Churchill: „Wenn Du durch die Hölle gehst, geh weiter.“

Wie lange er im Durchschnitt schläft:

Ziemlich genau sechs Stunden. Gemessen habe Musk das per App.

Welche Angewohnheit den größten Einfluss auf sein tägliches Leben hat:

Duschen, sagt Musk.

Und dann geht es doch noch um die vermeintliche Bedrohung durch künstliche Intelligenz, vor der Musk auf Twitter zuletzt gewarnt hatte.

Ob man also Angst vor „AI“ haben sollte:

Im Moment wohl noch nicht. Aber man sollte sich unbedingt damit auseinandersetzen. Viel Arbeit müsse in die Sicherheit künstlicher Intelligenz fließen, glaubt Musk.

Bild: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von pestoverde