Ein Bildervergleich der alten Facebook-Optik mit der aktuellen StudiVZ-Ansicht bei der Gallery Basquiat zeigt noch einmal die Ähnlichkeit der beiden Portale
Facebooks Klage auf deutschem Boden ist vorerst gescheitert. Der US-Konzern hatte die StudiVZ Limited wegen des Vorwurfs verklagt, dass man den Quellcode und das Design von Facebook geklaut habe.
Mit dem Hinweis darauf, dass keine Herkunftstäuschung vorläge, also keiner der StudiVZ-Nutzer in dem Glauben gelassen werde, er befände sich bei Facebook, wurde die Klage abgewiesen. Im Jahre 2005 sei das amerikanische Sozialnetzwerk in Deutschland ohnehin noch nicht bekannt gewesen. Zwar stellte das Gericht “nicht zu übersehende Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten der beiden Internetseiten” fest, weist die Klage aber dennoch ab.
Es läuft jedoch in Kalifornien nach wie vor eine Klage gegen StudiVZ, deren Ausgang noch abzuwarten bleibt. Mit seinem Europagang hatte Facebook auch in Deutschland gegen StudiVZ geklagt, nachdem eine entsprechende Klage in den USA bereits lief. Weitere Informationen lassen sich auch bei Turi2 finden.

Das sind ja chinesische Verhältnisse! Wer sich an die ersten Monate bei studiVZ erinnert, weiss noch, dass es sich um eine 1:1 Kopie handelte. Heute ist Facebook natürlich 1’000 Jahre voraus.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Urteil in der Revision bestätigt wird (ist Revision zugelassen??). Intellectual Property muss geschützt bleiben.
Komisches Urteil. Speziell die Begründung, dass Facebook in 2005 in noch nicht im erforderlichen Maß in Deutschland bekannt gewesen sei.
Meiner Meinung nach, ist dies komplette Auslegungssache und ich glaube nicht, dass dies klar definiert ist. Was erfordert ein erforderliches Maß in der Webwelt? 100.000 deutsche Besucher? 100.000 Mitglieder? 100 Seiten in der Suchmaschine? Der Begriff allein passt nicht in die Netzwelt.
Ich erinnere mich auch noch an Screenshots, wo einfach offensichtlich war, dass Studi den Code von Facebook kopiert hat. Wie dem auch sei, wie Josh schon erwähnte, Facebook ist die weitaus bessere Plattform. Und ich amüsiere mich jedes mal über “Neuheiten” bei Studi, die auch nichts anderes sind als Kopien der Facebook Features. Ich muss mich korrigieren, zum Teil lächerliche Kopien! Ich sag nur “buschfunk”. Man man, der Marketing Manager bzw. Produktentwicklung bei Studi hat nen einfachen Job. Mission: Kopiert Facebook, ja nichts Neues, eigenständiges waagen… Möge der Markt = die user entscheiden…
Die Anwälte haben wahrscheinlich argumentiert, daß Verwechslungsgefahr zwischen den beiden Portalen bestand, nicht daß es sich um eine Urheberrechtsverletzung handelt, wie die Pressemeldungen suggerieren.
Urheberrechtlich läßt sich da wohl recht wenig machen, weil der grundlegende Aufbau einer so simplen Seite kaum zu schützende Schöpfungshöhe besitzen dürfte, und der zugrundeliegende HTML-Code erst recht nicht.
Aber ich stimme Josh zu: StudiVZ sieht immer noch so aus wie in dem Bild, Facebook ist schon viel weiter. In den nächsten Monaten werden wir wohl sehen, wie viel besser ein Social Network technisch sein muß, damit auch die stärksten Netzwerkeffekte der Mitbewerber nichts mehr helfen.
Die Begründungen sind schon richtig, weil das nun einmal die wichtigen Fragen sind. Verwechslunggefahr und Bekanntheit. Wenn die Verwechslunggefahr noch recht schwammig sei, ist die Bekanntheit für Marken recht gut definiert im Recht. Finde diese Übersicht auf die Schnelle nicht schlecht: http://www.e-recht24.de/artikel/domainrecht/2.html. In diesem Bereich wird die Markenbekanntheit durch die Zählung der Nennungen der Marke in einem bestimmten Kontext ermittelt. Jeden falls wird in anderen Bereichen so vorgegangen. Im Sinne der Rechtsprechung finde ich die Entscheidung richtig.
Die Frage nach dem Copyright vom Code ist eine ganz andere. Die Kopie des gesamten Codes hätte eine Straftat dargestellt, die aber schwieriger nachzuweisen ist. Darum ging es aber nicht oder?
die gründer von studievz sind Diebe
das die dafür noch geld bekommen haben ist der Letzte Scheiß !!
Das Urteil ist definitiv gut für den Rest der Deutschen Gründerszene. Wenn facebook gewonnen hätte – müssten die Hälfte der Deutschen Internet Startups in Betracht ziehen morgen ebenfalls verklagt zu werden ;-D!
Bleibt die Frage: Ist Deutschland eine Bananenrepublik in der man ungestraft Code klauen/kopieren darf? Ich denke wir sind nicht weit davon entfernt.
Jeder, der mal mit gesundem Menschenverstand (abseits der Rechtssprechung) sich diesen Fall objektiv anschaut, der kann sehen, dass dort Code/Design/Produktidee mitgenommen wurde.
Verwerflich? Eventuell Clever? Ganz bestimmt! Jeder dreht es sich eben wie er denkt. Ich finde es nur schade. Deutschland sollte es eigentlich mehr drauf haben. Von den Startups und von der Rechtssprechung.
Hey liebe leute,
habt ihr eigenglich vergessen, dass facebook selber ein copycat ist? Und dass Mr. Zuckerberg selber ein paar US-Dollar (65 Millionen?) an ConnectU gezahlt hat? Schaut mal hier: http://www.ftd.de/lifestyle/luxus/:Das-will-ich-auch-Die-Adiletten-von-Mark-Zuckerberg/474140.html?eid=434511
facebook hat doch selbst dreck am stecken… http://www.dradio.de/dlf/sendungen/computer/919989/
Selbst wenn Facebook geklaut hat. Man hat bezahlt! StudiVZ hat bisher nichts bezahlt