Fab Investment

Geldregen zum zweiten Geburtstag

Die Investoren von Fab.com (fab.com) machen dem E-Commerce-Startup mit rasanten Wachstumgszahlen einige Tage nach seinem zweijährigen Bestehen ein sehr großes Geschenk: 150 Millionen US-Dollar fließen in den Online-Designstore. An der Series-D-Finanzierung beteiligen sich unter den Neuinvestoren Tencent (www.tencent.com) und Itochu Technology Ventures (www.itochu.co.jp/en) auch die Altinvestoren Atomico (www.atomico.com), Andreessen Horowitz (www.a16z.com), Menlo Ventures (www.menloventures.com), RTP Ventures (www.rtp.vc) und Pinnacle Ventures (www.pinnacleven.com). Lars Hinrichs und Docomo Capital (www.docomocapital.com) waren ebensfalls als Altinvestoren an der Finanzierungsrunde beteiligt.

Damit beläuft sich die Gesamtsumme der bisher erhaltenen Finanzierungsgelder, seit der Gründung im Juni 2011, auf stolze 310 Millionen US-Dollar. Damit wird das New Yorker Unternehmen mit einer Milliarde Dollar bewertet, wie eine Sprecherin sagte. Das ist nur der erste Teil der Series-D-Finanzierung, weitere Gespräche mit Investoren für die aktuelle Finanzierungsrunde laufen laut Angaben von Fab noch. „150 Millionen einzusammeln ist fast wie ein nicht-öffentlicher Börsengang“, sagte Gründer Jason Goldberg. „Wir haben uns entschlossen, dieses Geld zu sammeln, um die Zeit und Ressourcen zu haben, unsere Firma auf lange Sicht zu lenken.“

Das chinesische Internet-Konglomerat Tencent stellt künftig ein Vorstandsmitglied. Tencent ist das größte Internetunternehmen der Volksrepublik. Auch der Investor Itochu hat seine Wurzeln in Asien, er stammt aus Japan. Ein deutliches Indiz: Der Versandhändler Fab orientiert sich nach Asien.

Fab-Europa-Zentrale in Berlin

Das Design-Startup, welches im Zuge seiner weltweiten Expansion in Deutschland nach Casacanda (www.casacanda.com) im Mai 2013 auch das Möbeldesign-Startup Massivkonzept (www.massivkonzept.com) schluckte – Gründerszene berichtete darüber – hat bereits konkrete Pläne mit dem  Geld.

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Zwei neue Warenlager sollen in den Niederlanden und in Las Vegas eröffnet werden, so sollen Lieferzeiten verkürzt werden. Zudem sollen Mobile und Social Commerce vorangetrieben werden. Fab hat sich seit seiner Gründung dem Konzept des Emotional-Commerce verschrieben.

Auch Berlin spielt künftig eine Schlüsselrolle in der Strategie von Fab. Fab eröffnete jüngst eine neue Europazentrale in der Rungestraße für 250 Mitarbeiter. Mit dem Geld soll zudem die in Berlin geplante Eigenfertigung von Möbeln ausgebaut werden. Das Europageschäft mache inzwischen 40 Prozent des weltweiten Umsatzes aus, so der Gründer Jason Goldberg.

 

Im Oktober 2012 interviewte Gründerszene Jason Goldberg zum damaligen Launch der Shopping-App und seinen Plänen und Zielen für die kommenden Jahre.

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