facebook twitter hashtag

Facebook führt Hashtags ein

Da ist sie nun, die von vielen Nutzern langersehnte Hashtag-Funktion für Facebook. Ersehnt deshalb, weil sie bereits seit Jahren bei den verschiedenen Diensten, am bekanntesten wohl beim Kurznachrichtendienst Twitter, populär zum Einsatz kommt und deshalb in den Köpfen der Internetgemeinde fest verankert ist. Auch Facebooks Milliarden-Zukauf  Instagram nutzt Hashtags bereits zur Verschlagwortung von Themen (Das Instagram-Top-Hashtag ist übrigens #love).

Anzeige
Ein Doppelkreuz („#“, teilweise auch als „Raute“ verunglimpft), direkt gefolgt von einem Wort oder Kompositum, fertig ist der Hashtag. Bereits vor der jetzt stattfindenen Einführung der Funktion nutzten Facebook-User diese Schreibweise, um Schlagwörter zu kennzeichnen. Aber erst jetzt sind diese Hashtags, wie etwa in Twitter seit Jahren, auch tatsächlich klickbar und verweisen auf andere Beiträge weiterer Nutzer, die ebenfalls dieses Hashtag verwendet haben.

Seinen Privatsphäreeinstellungen bleibt Facebook weiterhin treu, verspricht das soziale Netzwerk. Das heißt: Wird ein Hashtag in einem Beitrag vergeben, der nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich ist, kann auch dieser Hashtag nur von diesem Personenkreis aufgefunden werden und ist nicht – wie bei Twitter – öffentlich einsehbar.

Vertwittert Facebook seinen Rivalen?

Was wird Facebook wohl als nächstes übernehmen, äh, einführen? Was also folgt auf das @-Zeichen für die Verlinkung von Personen und Gruppen, das #-Zeichen für die Verschlagwortung von Themen und die vielen anderen kleinen „Neuerungen“? Vor allem aber: Was bedeutet dieser Schritt für Twitter? Immerhin punktet es gegenüber seinem Wettbewerber nun mit einen USP weniger und gerät langsam unter anderem gegenüber Vieltaggern, Unternehmen und Nachrichtenverbreitern in Erklärungsnot ob der eigenen Vorteile.

Auch eine Überlegung wert: Was passiert eigentlich mit den Facebook-Hashtags, die bereits in der Vergangenheit – ohne Wissen um die aktuellen Neuerungen – von Nutzern angelegt wurden und möglicherweise nicht zum Zwecke der Verschlagwortung erstellt wurden?

Bild: Flickr/edans