Die vier Trends für Fashion-Startups 2015

Fashion-Startups sollten die folgenden vier E-Commerce-Trends im Auge behalten, um das Potenzial aller Vertriebskanäle zu erschöpfen und der internationalen Konkurrenz Stand zu halten.

1. Mobile Shopping

Immer mehr Deutsche benutzen Smartphones, Tablets oder andere mobile Endgeräte, um online zu shoppen. Dabei geben sie bei mobilen Einkäufen fast so viel Geld aus wie beim Einkaufen vom Desktop-PC aus. Startups sollten dieses Jahr die digitalen Kanäle weiter ausbauen und nutzerfreundlicher gestalten.

  • Responsives Webdesign ist enorm wichtig im Zeitalter der mobilen Internetnutzung, da die Nutzung der Webseite mit verschiedenen Endgeräten kompatibel sein muss. Ist eine Webseite „Mobile-Friendly“, bedeutet dies, dass unter anderem die Navigation, Bilder oder Texte der Webseite auf die kleinere Bildschirmgröße angepasst sind.
  • Apps sind eine hervorragende Ergänzung zu responsiven Webseiten. Folgende Infografik zeigt, dass Apps das bei Weitem meistverkaufte Produkt über mobile Geräte sind. Die steigende Popularität von Apps hat altbewährte Lieblingsprodukte der Deutschen beim Mobile Shopping klar abgehängt.

Quelle: Statista

2. Reverse Showrooming

Beim Showrooming lässt sich der Kunde offline im Laden inspirieren und kauft dann online bei der Konkurrenz mit dem günstigsten Preis. Reverse Showrooming dreht den Spieß um und animiert den Kunden, im eigenen Onlineshop einzukaufen. Das ist kein neuer Trend, wird 2015 jedoch für Händler mit Onlineshops, die stationäre Geschäfte betreiben, an Bedeutung gewinnen.

Gucci hat in diesem Spiel die Nase vorn und kreierte in einem Geschäft in Milan ein umfassendes Einkaufserlebnis: etwa mit Videos der aktuellen Fashionshow in HD. Der Kunde soll das Gefühl bekommen, live bei einer Modenschau dabei zu sein. Mithilfe von iPads können Produkte aus dem virtuellen Katalog auf den Bildschirmen in einer 360°-Sicht angezeigt werden.

Quelle: Gucci.com

Studenten der Hochschule der Medien Stuttgart haben eine Studie zur Zukunft des Modehandels, „Future Shop 3.0“, veröffentlicht. Die befragten Experten gaben an, dass sich bis zum Jahr 2020 Modegeschäfte, die luxuriöse Ware verkaufen, in loungeartige Showrooms verwandeln werden.

3. Virtuelle Umkleidekabinen, Videos und 360°

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Online erworbene Kleidung wird häufiger umgetauscht als Kleidung, die in einem Geschäft anprobiert und gekauft wurde. Größentabellen und Guides zur Passform sind nur eine kleine Hilfe für den Käufer. Um sich vor Augen zu halten wie ein Kleidungsstück an einer Person aussehen könnte, setzt etwa der Superdry-Onlineshop auf Videos, in denen Models die Kleidungsstücke vorführen.

Laut der Zeitschrift Elle können Online-Händler mit Tools wie Video, 360°-Ansichten oder virtuellen Umkleidekabinen wie der von Metail einen Teil der Rücksendungen vermeiden. Zalando soll damit innerhalb weniger Monate 9,5 Prozent weniger Rücksendungen verbucht haben.

4. Massenware nach Maß

Das Einkaufserlebnis hat sich durch die Nutzung mobiler Endgeräte zu einem sehr persönlichen Prozess entwickelt. Bei Mass Customization überträgt sich die Individualität des Einkaufsprozesses auch auf das Produkt. Viele Startups richten ihre Geschäftsidee nach diesem Trend, der 2015 weiterhin an Beliebtheit gewinnen wird. Mass Customization ermöglicht es, Kunden mit der Marke interagieren zu lassen und sich an der Produktion zu beteiligen. Beispielsweise ist der Kunde beim Berliner Unternehmen Youtailor gleichzeitig auch Designer.

Quelle: Youtailor

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