fintecsystems

Das Gründerteam mit CEO Stefan Krautkrämer (links)

Das Startup FinTecSystems analysiert die Onlinebanking-Daten von Kunden und liefert diese Analyse an Banken. Die Geldinstitute können daraus Schlüsse etwa über die Kreditwürdigkeit eines Neukunden ziehen.

Jetzt konnte das Unternehmen aus München seine Series A abschließen und einen siebenstelligen Betrag einsammeln. Wie hoch die Summe genau ist, wollte das Unternehmen auf Nachfrage nicht mitteilen. Nur so viel: Es sei eine „schöne Summe“ und der nächste große Schritt nach der Seed-Finanzierung, sagt CEO Stefan Krautkrämer.

Im vergangenen Jahr bekam das Unternehmen in der Seed-Runde einen mittleren sechsstelligen Betrag von Heilemann Ventures und MenschDanke Capital. Die beiden Altgesellschafter beteiligen sich nun auch an der Series A. Neu an Bord sind Ventech aus Paris und der deutsche VC Littlerock. Die Neuinvestoren sollen bei der Internationalisierung helfen. In Deutschland und Österreich ist das Startup bereits aktiv.

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Krautkrämer ist kein Neuling im Bankingbereich. Wie auch sein Mitgründer Dirk Rudolf gehört er zum Gründungsteam von Sofortüberweisung. Sein altes Unternehmen zieht Daten aus dem Onlinebanking des Kunden und stellt sie für Überweisungen bereit.

FinTecSystems zieht ebenfalls die Kontodaten von Kunden – über Schnittstellen oder die Interpretation von Webseitendaten der Finanzinstitute – und stellt sie Banken und Finanzdienstleistern für die Liquiditätsprüfung zur Verfügung. Da alles online stattfindet – die digitale Bankenauskunft und das Scoring – sollen Bankkunden unkompliziert an Kredite oder Kreditkarten kommen, ohne analoge Nachweise wie Gehalt oder Bankauszüge einreichen zu müssen.

Der Konsument selbst bekommt von FinTecSystems nichts mit, er muss sich lediglich über das System des Münchner Fintechs in sein altes Bankkonto einloggen. Das Produkt ist eine White-Labeling-Lösung für Business-Kunden. Das Startup arbeitet unter anderem mit der Solarisbank zusammen und befinde sich derzeit in Verhandlungen mit weiteren Banken und Finanzdienstleistern. Man arbeite auch mit anderen Fintech-Startups zusammen. So nutzt etwa Lendico die Münchner als Bankauskunft. Das Rocket-Startup verwendet die Daten von FinTecSystems für das eigene Scoring, das dann an die Wirecard Bank weitergereicht wird.

FinTecSystems wurde 2014 gegründet. An den zwei Standorten in München und Linden arbeiten 15 Mitarbeiter für das Unternehmen.

Bild: FIntecSystems