Stockholm – der Hauptsitz von Creandum

Es ist der vierte Fonds des schwedischen Risikokapitalgebers Creandum. Bisher hat der VC nur ein einziges Mal in die deutsche Startup-Szene investiert – vor mehr als drei Jahren. Damals beteiligte sich Creandum am Berliner Buchungsportal JustBook.

Das soll sich nun ändern: Mit dem neuen Fonds, Creandum IV, wird der Investmentfokus auf Deutschland, Österreich und die Schweiz ausgeweitet, heißt es vom VC. Andere westeuropäische Länder sollen folgen.

Wie viel Geld genau hierzulande fließen soll, konnte der Creandum-Principal Simon Schmincke auf Nachfrage von Gründerszene zwar nicht sagen. Insgesamt verfügt der Fonds aber über ein Volumen von 180 Millionen Euro. Bisher investierte die Beteiligungsgesellschaft nach eigenen Angaben überwiegend in Skandinavien und den USA.

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Mit dem Kapital des zehn Jahre laufenden Vehikels wird sich Creandum wie bisher an Seed- und Serie-A-Finanzierungen beteiligen. Es sind zwischen 25 bis 30 Investments im Hardware-, Software- und Consumer-Segment geplant.

Schmincke, der erst Anfang des Jahres vom Risikokapitalgeber Earlybird zu dem schwedischen VC wechselte, wird die Investments in den deutschsprachigen Regionen verantworten.

Ein besonderer Fokus liege dabei auf Berlin, so Schmincke. Das dort zu findende Tech-Talent und der internationale Fokus seien einmalig. „Wir haben uns explizit gegen London und für Berlin als Expansion entschieden“, erklärt Schmincke. „Gerade in den vergangenen drei bis vier Jahren ist die Stadt, was Entrepreneurship angeht, förmlich explodiert.“

Vor knapp drei Jahren hatte Creandum seinen letzten Fonds geschlossen, damals kamen 135 Millionen Euro zusammen. Insgesamt enstanden 30 Beteiligungen über diesen Fonds. Zu den Investments des in Stockholm und dem kalifornischen Palo Alto ansässigen Creandum zählt unter anderem die Musikplattform Spotify.

Bild: Pathermedia/Scanrail