Zu wenig Reichweite und ausbleibende Werbepartner

Der Berliner Location-based Service Friendticker ist offline. Der Dienst nach dem Vorbild der US-App Foursquare war bereits seit längerem von seinen Machern, der Berliner Servtag GmbH, aufs Abstellgleis geschoben worden, wie Netzwertig berichtet.

„Wir hatten bei Friendticker zwar um die 900.000 User, aber das war immer noch zu wenig, um von Werbepartnern in größerem Stil angenommen zu werden“, begründet Servtag-CEO Florian Resatsch diese Entscheidung gegenüber Gründerszene. „Es ist eine Herausforderung, in Deutschland so eine App zu vermarkten. Wir haben festgestellt, dass wir mit Friendticker nicht ausreichend Geld verdienen können.“

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Daher habe man sich bei Servtag stattdessen voll auf das mobile Werbenetzwerk Radcarpet fokussiert. Im Mai 2013 wurde Radcarpet vom Außenwerber Ströer übernommen, damit war auch das gesamte Entwicklerteam von Servtag zur neu gegründeten Ströer Mobile Media gewechselt. Da der Service von Friendticker dadurch keine Updates mehr erfuhr, sei auch die „User Experience nicht mehr gegeben“ gewesen, so Resatsch. „Daher haben wir uns für ein Abschalten des Live-Betriebs entschieden.“

Friendticker wurde 2010 gelauncht und sollte die Markenwahrnehmung von Firmen stärken, die für das Branding zahlten. Mit der mobilen App konnten Nutzer in verschiedene Locations einchecken und dies in sozialen Netzwerken mitteilen. Für das wiederholte Einchecken in Locations konnten User virtuelle Punkte sammeln und diese in reale Belohnungen umtauschen, beispielsweise in Freigetränke, Rabatte oder Gutscheine.

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