Okay, es ist bewusst kontrovers formuliert und einiges mag anders kommen als vermutet. Dennoch ist einem jedem Webgründer wohl klar, wie unstet die Internetbranche ist. Von platzenden Blasen und Boomthemen, die genauso schnell verschwinden, wie sie gekommen sind, hat wohl jeder in Bezug auf das Internet schon gehört. Und wenn man sich einmal vergegenwärtigt, wie jung Internet-Riesen wie Facebook, Google oder Twitter im Vergleich zu Offline-Größen wie Siemens, Mercedes Benz oder Heinz eigentlich sind, wird dies umso deutlicher.

Doch zurück in die heimischen Internetgefilde: Grund genug also, um einmal den etwas kritischeren Blick in die Kristallkugel zu wagen: Welche der größeren deutschen Internet-Unternehmen wird es in fünf Jahren vielleicht schon nicht mehr geben? Welche Web-StartUps werden bis 2015 aufgegeben, verkauft oder in ihren Inhalten nachhaltig verändert? Gemeint als Diskussionsanregung zur kritischen Betrachtung einiger potenter deutscher Geschäftsmodelle hat Gründerszene seine fünf Kandidaten für einen Offlinegang bis 2015 zusammengestellt und bewertet deren Erfolgsaussichten.
Ihr denkt, die Gründerszene-Redaktion irrt sich maßlos? Ihr seid im Gegenteil der gleichen Meinung? Oder ihr kennt noch weitere Internet-Unternehmen, die auch auf diese Liste passen? Lasst uns eure Eindrücke per Kommentar wissen!
Swoopo: Probleme mit dem Geschäftsmodell

Die Penny-Auctions-Seite Swoopo (www.swoopo.de) hat gleich mit mehreren Stolpersteinen zu kämpfen, die größtenteils durch das Geschäftsmodell selbst hervorgehen. Schon seit Beginn seiner Tätigkeit hat Swoopo hart mit dem Vorwurf der Abzocke von Nutzern zu kämpfen. Eine Google-Suche zeigt schnell negative Usermeinungen und Begriffe wie “Abzocke”, “Betrug” oder “Glücksspiel” fallen häufig in Bezug auf Swoopo. Gründerszenes Artikel zum Geschäftsmodell von Swoopo brachte zwar nicht wie bei Coding Horror zirka 60 DIN A4-Seiten Kommentare, wurde jedoch ähnlich heiß diskutiert.
Obwohl das Swoopo-Management stets betont, dass es sich bei Swoopo ja nicht um ein Glücksspiel handele, weil kein Zufall im Spiel sei, sondern die User den Ausgang einer Auktion selbst in der Hand hätten, kommt diese Botschaft nicht so recht bei den Nutzern an. Auch die Einführung eines Sofortkaufs, bei der Nutzer ihre abgegebenen Gebote auf einen vordefinierten Preis anrechnen können, half bisher anscheinend nur bedingt.
Daneben hat Swoopo das Problem, dass Nutzer des Penny-Auctions-Modells nur selten zurückkehren. Die Kundenbindung gelingt häufig nur in überschaubarem Maße und wenn neben der geringen Rückkehrquote auch noch “schmutzige Konkurrenz” aus dem Ausland droht, die an andere Gesetzgebungen gebunden ist oder sich sogar der deutschen Rechtsprechung aktiv wiedersetzt, wird es sehr schwer, auf einem so begrenzten Markt dauerhaft Erfolg zu haben.
Zwar schätzen insbesondere Investoren Swoopo für sein zugegebenermaßen innovatives Geschäftsmodell, mit dem das Unternehmen aus München als Auslöser des weltweiten Penny-Auction-Booms gilt. Doch im Gegensatz zu den Investoren ist Swoopos Geschäftsmodell für die Nutzer teilweise abstoßend: Anstelle von Preisen, die ansteigen, reagieren viele Nutzer besser auf sinkende Preise, da diese die Illusion eines Schnäppchens eher kommunizieren. Gründerszenes Prognose lautet daher, dass es Swoopo in dieser Form 2015 nicht mehr geben wird, wenn nicht ein Imagewandel sowie ein nachhaltiger Dreh des Geschäftsmodells gelingen.
StudiVZ: Mangelnder Innovationsgrad

StudiVZ (www.studivz.net) und die dazugehörigen MeinVZ (www.meinvz.net) und SchülerVZ (www.schuelervz.net) zählen wohl zu den am kontroversesten diskutierten deutschen Plattformen. Von Imagen-Skandalen rund um Toilettenvideos und nationalsozialistischen Einladungen auf der Plattform über Datenschutz-Gaus und eine Management-Abteilung, die häufiger ausgewechselt wird, als die Trainer abstiegsbedrohter Bundesligaclubs – StudiVZ erhitzt die Gemüter. Und auch wenn Bad-Publicity ebenfalls Publicity ist, hat StudiVZ quasi seit seiner Entstehung ein Krawall-Image, das die Plattform nicht recht los werden will.
Doch es ist weniger das kritische Image des deutschen Vorzeige-Netzwerks, dass die Zukunft von StudiVZ grau erscheinen lässt, als vielmehr dessen Innovationsscheue. Zuviel Schelte hat Holtzbrinck bereits erhalten für seinen 80-Millionen-Kauf des VZ-Trios, als dass man weitere Kritik wagen würde. Viel Geld ist in das Unternehmen aus Berlin geflossen und der Verschleiß an Führungskräften lässt erahnen, dass einerseits einiger operativer Reparaturaufwand betrieben werden musste, andererseits aber auch ein sehr statisches Herangehen von Holtzbrinck herweht.
Zyniker werfen StudiVZ vor, ein Facebook von vor drei Jahren zu sein und selbst als Fan der Plattform, die gegenüber seinem US-Konkurrenten lange durch seine Einfachheit bestechen konnte, muss man erkennen, dass StudiVZ stehen geblieben ist. Auch wenn das deutsche Social-Network von allen Vorwürfen frei gesprochen wurde, ist offensichtlich, dass Facebook das Vorbild praktisch aller Inhalte war und seit seiner Entstehung hat sich auch nicht viel getan bei StudiVZ & Co. Ein Chat, Apps und der Buschfunk wurden eingeführt, nachdem US-Konkurrent Facebook diese Neuerungen erfolgreich vormachte, eigene Ideen blieben aber größtenteils aus.
Immer mehr Nutzer wandern nun von StudiVZ zu Hauptkonkurrent Facebook ab – ein Umstand, der auch andere Soziale Netzwerke wie Lokalisten oder Wer-kennt-Wen erfasst haben dürfte. Hinzu kommt, dass es StudiVZ bisher nicht wirklich versteht, seine Reichweite nachhaltig zu monetarisieren. Außer Werbeanzeigen wurde kein richtiger Einnahmekanal gefunden. Auch bedingt durch die Sprachbarriere – StudiVZs Versuche, ins europäische Ausland zu expandieren, sind bisher deutlich gescheitert – befindet sich StudiVZ in einer Enklave, und verliert nach zahlreichen Krisen zunehmend Nutzer. Gründerszenes These: Wenn StudiVZ sich in den nächsten Jahren nicht wandelt und mehr Innovationswillen zeigt, wird es die Plattform 2015 so nicht mehr geben. Entweder wird StudiVZ blau angestrichen oder wird vom Netz genommen.
Xing: Überlegene internationale Konkurrenz

Xing (www.xing.com) gilt ja an und für sich als deutsches Erfolgsbeispiel in Sachen Internet-Geschäftsmodell. Als einer der wenigen deutschen Klone ist es Xing gelungen, seine Nutzer zum Zahlen zu bringen und konnte eine kritische Masse an Benutzern aufbauen. Und dennoch meint Gründerszene wird es Xing in dieser Form 2015 nicht mehr geben. Warum? Weil es sein Wachstum durch seinen zu frühen Börsengang selbst gehemmt hat und gegen US-Konkurrenten LinkedIn auf internationalem Level dauerhaft nicht ankommen wird, sollten keine großen Veränderungen ins Haus stehen.
LinkedIn, das nach Angaben von Mit-Gründer Konstantin Guericke “alle drei Monate um ein Xing wächst”, war Vorbild für Xing, das aber dennoch einige wesentliche Dinge anders gemacht hat. Im Gegensatz zu LinkedIn, das sich stark auf Headhunter fokussiert und diesen hohe Premiumgebühren abverlangt, konzentriert sich Xing auf die breite Masse und ist in Sachen Networking wesentlich weniger regide. Während LinkedIn Beweise für eine Bekanntschaft fordert, können sich Mitglieder bei Xing einfach per Mausklick verbinden.
Gleichzeitig konnte Xing aufgrund seines unterschiedlichen Fokusses bisher aber die Riege ausländischer Headhunter und Management-Vertreter kaum von sich überzeugen. So wie StudiVZ ein Social-Network für Deutsche ist, verweilt auch Xing als Business-Netzwerk für Bundesrepublikaner. Expansionen nach Asien und Europa tragen bisher nur überschaubar Früchte und obwohl sich Xing mit auf der Plattform integrierten Applikationen und einer eigenen Mobile-App innovativ gibt, hat man es gegen die Konkurrenz aus den USA schwer. Auch wenn LinkedIn an das Thema Businessnetworking sehr konservativ herangeht und einige Hürden beim Kontakteknüpfen in den Weg legt, gelingt die Internationalisierung von LinkedIn – vor allem auch aufgrund des Sprachvorteils – wesentlich besser.
Nicht nur dass Xing es durch seine deutsche Herkunft in Europa schwer hat, anderssprachige Märkte zu erschließen, hat sich das Unternehmen auch durch einen verhältnismäßig frühen Börsengang selbst in seinem Wachstum gebremst. Die Rechenschaftspflichten einer AG sind wesentlich strenger und auch die anfallende Bürokratie stellt seinen eigenen Zeitfresser dar. Gründerszenes Fazit: Auch Xing wird es zumindest in der derzeitigen Form 2015 nicht mehr geben. Trotz innovativen Denkens und für deutsche Interessen besserer Usability wird Xing wohl von LinkedIn übernommen werden oder aber intensiv Marktanteile an den US-Konkurrenten abtreten müssen.
Brands4Friends: Begrenzter Markt und schlechte Exekution

Brands4Friends (www.brands4friends.de) kann mit über 200 Mitarbeitern wohl nicht mehr StartUp genannt werden und wie kaum eine zweite Seite versteht es Brands4Friends, die Emotionen der Nutzer anzusprechen. Doch auch der stylische Shoppingclub aus Berlin hat so seine Tücken, betrachtet man den deutschen Markt einmal genauer.
Groß geworden ist Brands4Friends vor allem durch eine prominente Kooperation mit StudiVZ, die dem Shoppingclub einen rasanten Mitgliederzuwachs sicherte. Mittlerweile hat man den deutschen Markt zu großen Teilen abgegrast und trifft auf erste Limitierungen: Bei einer begrenzten Anzahl an Edelmarken wird es irgendwann schwierig, weiterhin neue Aktionen zu fahren. Vor allem ist für einen Shoppingclub die Anzahl der Newsletter, die den eigenen Nutzern zugekommen lassen wird, limitiert, da sonst die Austragungsraten steigen und die Conversion-Rates sinken – ein Trend, dem bei Brands4Friends mit dem Kauf vom Voyage-Privé-Klon Triphunter zum Teil entgegen gewirkt wurde, weil dies eine Ausweitung des Angebots ermöglichte. Vor allem hat nun auch die Konkurrenz aus dem Hause Zalando den StudiVZ-Kniff erkannt und wirbt dort massiv für seine Zalando Lounge.
Brands4Friends dürfte für Deutschland nun also seine Nutzergrenzen praktisch erreicht haben und eine Internationalisierung erfolgreicher deutscher Unternehmen ist ja bekanntermaßen schwierig. Der Start von Brands4Friends in Japan erscheint mit externem Blick willkürlich und außer in Großbritannien wurde bisher kein europäischer Markt angegangen. In der Zwischenzeit nimmt Vente-Privée Brands4Friends erstmals Marktanteile ab und Oliver Jung und Klaus Hommels klonen das Modell mit Brands Alliance (das etwa KupiVIP in Russland und BrandsClub in Brasilien an den Start gebracht hat) weltweit. Auf internationalem Level verliert Brands4Friends also sichtlich Boden und auch national hält man sich bedeckt: Über Umsatzzahlen wird bei Brands4Friends nie gesprochen, lediglich über die Anzahl der versendeten Pakete. Eine Kennzahl, die sich relativiert, wenn man hört, dass Branchenexperten von Rücksendequoten um 40 Prozent ausgehen.
Insgesamt hat Brands4Friends also einen großen Kostenapparat angehäuft und ist dabei so rasant gewachsen, dass man davon ausgehen kann, dass viele Stellen mittlerweile ineffizient sind. Dass mit Christian Heitmeyer eine zentrale Management-Figur des Unternehmens schon verhältnismäßig früh in den Beirat gewechselt ist,spricht wohl für sich. Gelingt es Brands4Friends nicht, das eigene Modell zu exportieren und dabei effektiv Kosten zu reduzieren, wäre eine Übernahme durch Vente-Privée denkbar (und was nach der Übernahme durch einen großen ausländischen Konkurrenten geschieht, lässt sich wohl leicht ausrechnen) oder aber dem Berliner Shoppingclub droht das StudiVZ-Phänomen: ein im deutschen Markt isoliertes Copycat mit teurer Unternehmensführung.
Jamba a.k.a. Fox Mobile: Mangelhaftes Geschäftsmodell

Das mittlerweile unter dem Firmenlabel Fox Mobile (www.jamba.de) geführte, aber als Marke erhaltene, Jamba steht bei vielen Nutzern bis heute für seine “Jamba-Sparabos” in der Kritik: Eine Google-Suche fördert schnell negative Nutzerbeiträge zu Tage, die sich über das in der Vergangenheit praktizierte Abo-Modell echauffieren, bei dem es vor allem Jugendliche waren, die nach Werbespots auf MTV & Co. Klingeltöne bestellten und ganze Monatsabos erhielten. Ein Ruf, den Jamba bei seinen Kunden bis heute nicht richtig abzulegen vermochte und der sich mittlerweile auch in breiteren Bevölkerungsschichten verfestigt hat.
Neben diesem kritischen Image war es vor allem die Etablierung verschiedener App-Stores – allen voran Apple iTunes und Android – die dem Unternehmen Einbußen beschert haben dürfte. Die Entlassungswelle im April bei Jamba deutet an, dass das Geschäft mit Klingeltönen, Minispielen und Applikationen für das Handy schwieriger geworden ist und laut Onlinekosten.de sei schon 2006 ein deutlicher Umsatzrückgang zu erwarten gewesen. Die Anzahl an Konkurrenten hat sich erhöht, die Kundschaft ist informierter und die Inhalte anspruchsvoller geworden – da überrascht es nicht wirklich, dass die Financial Times berichtet, dass Besitzer News Corporation über einen Verkauf von Fox Mobile nachdenkt. Golem zitiert im März diesen Jahres, dazu die entsprechenden Verluste: Fox Mobile hat “in dem Finanzjahr, das am 30. Juni 2009 endete, 20 Prozent seines Umsatzes [verloren] und sackte auf 2,4 Milliarden US-Dollar ab”.
Gleichzeitig hat es Jamba bisher nicht wirklich vermocht, sein Geschäftsmodell weiter zu entwickeln und auf die veränderten Anforderungen des Marktes zu reagieren. Dies dürfte der Hauptgrund dafür sein, dass es Jamba in dieser Form 2015 nicht mehr geben könnte. Vermag Jamba es nicht, neue Vertriebswege zu finden, die ein verändertes Produkt vertreiben, dürfte es für den Klingeltonanbieter schwer werden, bei seinem bestehenden Kostenapparat auch weiterhin erfolgreich zu wirtschaften.

Schöner Artikel. Du schreibst allerdings mehrmals, dass es deutsche Unternehmen bei der Internationalisierung bekanntlich schwer hätten. Woran machst Du das fest? Was sind Deiner Meinung nach die Gründe dafür?
Interessante analyse, die ich (zumindest für den Teil, den ich beurteilen kann) unterschreibe.
Bestes Beispiel: Unten die Sharingbuttons –> LinekdIn und Facebook sind dabei ;-)
Liebe Grüße
Stephan
Finde ich gut, dass ihr euch an solch kontroverse Themen ran wagt, mit denen Ihr euch sicher nicht nur Freunde macht… besonders nicht bei genannten Startups. Aber auch die sollten das eher konstruktiv sehen.
Und es ist ja meist auch Offensichtliches: StudiVZ hat seine Chancen verpasst innovativ zu sein. Die Leute die noch drauf sind, fanden es ja grad gut, dass es nicht so viel Infos lieferte wie facebook und man sich auf das kennenlernen konzetrieren konnte… und schwups (im Sinne von 3 Jahre danach) führen sie auch den News-Stream ein. Sicher ist der bei Facebook super, aber bei den VZs halt auch wieder nur ein Abklatsch. Mal was Neues wäre in der Tat ne Chance gewesen, die jetzt aber nach und nach verspielt wird.
Swoopo ist ein anderes Thema. Schon als meine Mutter vor ca. 4 oder 5 Jahren zu mir kam und mir total begeistert von Telebid erzählt hat, war ich erstmal skeptisch. Und als meine Mutter dann mal 30 € rausgehauen hatte und den Flachbildfernseher immernoch nicht hatte, obwohl der doch für nur 25,- € raus ging, wurde auch ihr klar, dass das System nicht so cool ist, wie es sich anhört.
Über Fox Mobile ist wohl schon viel gesagt. Wobei ich denke, dass der Ruf, den Jamster international hat, nicht so unterirdisch ist wie hierzulande. Deshalb denke ich auch, dass News Corp. nen ordentlichen Käufer finden wird, der dann neue Wege gehen muss. Aber die Marke und die Zugänge zum Markt passen sicher noch, um wieder Schwarze Zahlen zu schreiben.
Ob es bei brands4friends und Xing so kommt, wie ihr spekuliert, bin ich gespannt. Ansich stehen die Unternehmen gut da. Hier wird man sehen, ob die fehlenden Wachstumschancen im Kerngeschäft, die kompletten Plattformen runter ziehen werden. Damit es weiter geht, muss auf jeden Fall bei beiden was getan werden. Aber gerade Xing hätte durch den Fachkäftemangel kobiniert mit einer breiteren Akzeptanz von Social Media in Unternehmen, eine riesige Chance Geld in einem Bereich zu verdienen, der sehr interessant ist… B2B. Mit den Premium-Unternehmensprofilen ist ein Markt da, der 1000 mal spannender sein kann, als die Premium-Accounts der Nutzer.
Allgemein kann man sagen, dass ihr hier 5 Startups habt, die auf Grund ihrer Ausrichtung an den wankelmütigen Endverbraucher Grenzen des Wachstums aufgezeigt bekommen haben und bis auf Jamba auch hauptsächlich in Deutschland aggieren.
Finds auch gut, dass Ihr diese Diskussion startet. Als Start-up würde mich das wohl eher zusätzlich motivieren, als verärgern :)
Lokalisten und WKW sind sicher auch Kandidaten, die das Jahr 2015 in der jetzigen Form nicht erreichen werden können. Ob und wie sich die beteiligten TV Sender diesen “Luxus” noch leisten wollen, legt das Abwicklungsdatum fest.
Die Gründe sind ähnlich wie StudiVZ: Mangelnde Innovation, late movers, sinkende Aktivität durch Facebook.
Schade, dass XING als damals hochinnovatives Produkt sich hat so gehen lassen und nur noch in den Vertrieb investiert hat. Socialmedian zu übernehmen war ebenso ein Fehler wie die restriktive API/Entwickler-Politik.
Mit Burda als Eigentümer, dessen innovativer Weitblick in der Vergangenheit oft nur von sehr geringem Wert war, sehe ich leider auch schwarz.
@Philipp: Das liegt an der Sprache, wurde aber auch erwähnt. Englisch ist die Weltsprache, deutsch spricht kaum jemand. daher hat der nicht-englischsprachige User eher ein Auge auf englische Online-Angebote als auf deutschsprachige.
Das ist zum grossen teil kulturell bedingt. Die USA haben mit jedem neuen StartUp automatisch einen viel grösseren Bekanntheitsgrad, sowohl in den USA als auch ausserhalb der USA. Die USA sind sehr multikulturell, dadurch wird schnell sehr viel “Neues in die Welt getragen”.
@Philipp: Nunja, einerseits stellt die Sprachbarriere häufig schon eine Schwierigkeit dar, weil sich damit ja auch kulturelle Eigenheiten verbinden. Aber dann ist es einfach die Expansion der Plattformen, die ja meist nicht gelungen ist. Swoopo musste in Korea die Zelte wieder abbrechen, dass in UK jmd. als Headhunter ernsthaft Xing benutzt, halte ich für unwahrscheinlich und StudiVZ hat meines Wissens seine Expansion nach Spanien und Co. auch ziemlich verpatzt…
Hi Joel,
schöner Artikel – Du solltest regelmässig z.B. 2-4x im Jahr eine solche Betrachtung durchführen.
Ist dir die Groupon-Branche noch zu jung/zu wenig etabliert für eine Betrachtung gewesen? Die sehe ich nämlich aufgrund des abzockigen Modells (die Marge kommt ja von nicht eingelösten Gutscheinen der vergesslichen, dummen KOnsumenten, Händler werden Strukturvertriebs-mässig angegangen und deals höchst aggressiv akquiriert) ebenfalls in dieser Form das Jahr 2015 nicht erreichen. Hoffentlich hat Groupon den Samwer Bro’s eine vieljährigen earnout reinverhandelt ;-)
@Christian Mueller: Ja, die standen eigentlich sogar auch auf unserer Liste – also das gesamte Segment. Aber irgendwie wäre das zu einfach gewesen ;-). Wenn man sich so in der Branche umhört, ist Deine Prognose aber durchaus realistisch, wie mir scheint.
Heiß diskutiert wurden in der Redaktion übrigens auch Qype und “kleinere” StartUps wie Aka-aki oder SponsorPay. Aber besonders bei den kleineren wollten wir keinen potentiellen Schaden durch solch kritische Artikel provozieren.
@ Roland:
Das einzige, was an Xing innovativ war, ist doch, dass es auf deutsch war. Es hat damals viele deutschsprachige Nutzer angezogen. Aber funktional kam es zu keinem Zeitpunkt an das Vorbild heran.
Die ToDo Liste hatte ich mal hier aufgearbeitet:
http://linkedinsiders.wordpress.com/2010/06/10/todosxing/
liebe Grüße
Stephan
xing wird es in dieser Form nicht geben: Kann stimmen, aber xing wird es weiterhin geben, es wird sich halt weiterentwickeln müssen.
Derzeit lebt es bei mir total abgekoppelt vom Rest der Social-Welt. Sicherlich ein Problem, aber die “Kundschaft” von xing sind meines Wissens nach auch viele Menschen die mit “Hardcore Social Media” wie Twitter überhaupt nichts am Hut haben.
Klassisch eben ;-)
LG, Andreas
@Joel: Was die Sprachbarriere und kulturellen Unterschiede angeht bin ich ganz Deiner Meinung. Was mich stutzig gemacht hat ist, dass Du schriebst dies sei ein Problem deutscher Internetunternehmen. Aber eigentlich trifft dies auf alle europäischen Unternehmen zu. Ich hatte jetzt vermutet Du hättest ein spezielles Problem, dass nur deutsche Unternehmen betrifft ausgemacht.
@Philipp: Ich glaube, die einzigen europäischen Nationen, die von dieser Problematik ausgeschlossen sind, sind UK und die skandinavischen Nationen, in denen viel Englisch gesprochen wird, also vor allem Schweden. Ost- und Südeuropa dürften genauso Probleme haben wie wir. Spanien und Frankreich sind spannend, weil das doch auch weit verbreitete Sprachen sind.
@Projektierer: Wen genau siehst du als Vorbild für Xing, das 1:1 abgekupfert wurde? Ich bin auch bei Linkedin aktiv, verzweifle aber immer an deren miserabler Usability (auch wenn diese langsam besser wird). Mein gesamtes Business-Netzwerk aus Südafrika ist zwar bei Linkedin online (von Xing haben sie nie gehört), aber jegliche Interaktion läuft über Facebook.
Ich finde in der Überschrift fehlt “wie wir sie heute kennen” !
Dann stimmt auch alles und sogar jedes genannte Unternehmen wird dies sogar absegnen.
Es ist doch nur normal, dass man auf Veränderungen im Markt reagiert und ich bin sicher, dass alle aufgeführten Unternehmen den Markt lesen können und eine Reaktion in der Schublade haben.
Grüße
Marco
[...] via Gründerszene. [...]
Der Punkt, fehlende Internationalisierungsmöglichkeiten ist die Tochter von Copy Cat.
Wer abschreibt wird halt nie als erster abgeben.
der verfall der vz gruppe ist überall erkennbar.
seit ein paar tagen ist nun auch schon in der berliner startup-szene bekannt, dass der erst im juni angetretene neue cto der vz gruppe, volker schmidt, dass unternehmen bereits im september wieder verlassen wird.
er war der nachfolger des im juni rausgeschmissenen jodok batlogg.
die dauer dieser managementposition ist selbst für vz verhältnisse extrem kurz.
Hat eigentlich jemand geglaubt, dass die 80 Mio Investition in Studivz intelligent war, außer der Investor?
Studivz sollte aus dem jetzt noch vorhandenen Netzwerk eigene Projekte starten. Wenn sie andere Unternehmen “zum explodieren” bringen, würde mich das als Entscheider zumindest mal auf die Idee bringen.
Für die Zielgruppe gibt es ja genügend Bereiche, ob das eine Studenten-Kreditkarte, Mobilfunkkarte oder was auch immer ist, wor sie direkt an ihren Nutzern Geld verdienen können. Nicht wieder warten bis Facebook so etwas ähnliches vormacht. Hätten sie bespielsweise vorher ein “Citydeal” auf die Beine gestellt, hätten sie heute sicherlich weniger Sorgen. Effizienter promoten könnten es sicherlich nicht viele.
Wie man mit so einem gigantischen Netzwerk nichts anzufangen weiß, kann ich einfach nicht fassen.
Das einzige Unternehmen dass ich von den 5 aufgezählten auch nach 2015 sehe ist Xing, zumindest im deutschsprachigen Raum. Glaube nicht dass die von der Bildfläche verschwinden, außer sie werden aufgekauft.
@ Randolf: Da Du “miserabel” schreibst, hast Du da, außer eigenen Erfahrungswerten, empirisches Material? Würde mich interessieren.
Ansonsten frag mal Holländer, die manchmal mit Xing parallel arbeiten müssen, über die Erfahrungswerte mit der “Usability”. Dann kommen genau die gleichen Kommentare wie von Dir, nur dass die “miserable” Usability von Xing angeführt wird.
Worauf ich hinaus möchte: Bitte nicht persönliche Konditionierung mit “Usability” durcheinander werfen. Mir erging es zu Beginn auch so, und eine der ersten Sachen, mit der ich LinkedIn konfrontiert habe, war, zu behaupten, man könne LinkedIn kaum bedienen.
Mittlerweile arbeite ich mit LinkedIn seit einem Jahr sehr intensiv und komme mit LinkedIn genauso gut zurecht wie mit Xing.
Die Ergonomie leitet sich aus zahllosen Details ab, wie zum Beispiel:
- Anzeige der letzten drei ungelesenen Nachrichten auf der Startseite
- Sortierung der Gruppen nach eigenen Massstäben (und Definition von Shortlinks für die wichtigsten)
- Updates von einzelnen Personen ausblenden
- Grafische Einbindung von NEws
…oder vor ein paar Wochen hätte ich noch das Suchfeld angeführt
http://linkedinsiders.wordpress.com/2010/06/10/todosxing/neue-suche/
…aber das hat ja Xing 1:1 kopiert.
Vorteile hat Xing insbesondere bei PowerUser Funktionen (“Meine letzten 4 Artikel”), aber das dürfte für wenige interessant sein, außer denen, die hier diskutieren (Werden wohl viel PowerUser sein), oder auch in der Gruppenoptik (insbesondere html in Newslettern und Startseite).
Liebe Grüße
Stephan
Brands4friends und Zalando sind beides Beteiligungen von Tengelmann. Gibt es die womöglich auch bald nicht mehr?…
[...] [...]
Nett, vor allem dass es XING nicht mehr geben wird, dessen bin ich mir sehr sicher.
Auch von mir ein Danke für diese gute Analyse.
Wobei ich bei glaube, dass sich XING halten wird. Für mich ist LinkedIn noch keine wirkliche Alternative, finde ich bei XING doch (fast) alle wichtigen deutschen Kontakte wohingegen bei LinkedIn nur wenige anzutreffen sind. Die Größe des Business-Netzwerkes ist für mich auch außen vor. Obwohl ich bei beiden Netzwerken angemeldet bin, finde bei dem weitaus größeren LinkedIn viel weniger interessante Kontakte. Allerdings muss ich auch sagen, dass XING derzeit etwas an Relevanz für mich verliert. Die “Innovationen” gehen auch alle in Richtung kostenpflichtiger Zusatzangebote, die z.T. aus meiner Sicht stark überteuert und für die anwesenden Unternehmen kaum wirtschaftlich angeboten werden.
Dem Kommentar von @Roland möchte mich mich anschließen. Für wer-kennt-wen sehe ich schon das Ende viel früher. Seit einiger Zeit tut sich in meinem Kontakten dort so gut wie gar nichts mehr. Und die Lokalisten werden auch nicht sehr weit kommen. Die Macher haben es in den letzten Jahren nicht geschafft, Deutschland flächendeckend in Ihr Netzwerk zu ziehen und werden es auch in den kommenden Jahren (trotz Fernsehwerbung) nicht schaffen.
[...] Wenig verwunderlich, dass VZnet Netzwerke für Gründerszene zu den fünf deutschen Web-Unternehmen gehört, die es 2015 wohl nicht mehr geben wird: [...]
Die Headline suggeriert, dass an dem Internet in 5 Jahren noch _irgendwas_ so ähnlich ist wie Heute, was ich als Ausgangsbasis schon schwierig finde…
Woher stammt diese Information?
“Dass mit Christian Heitmeyer eine zentrale Management-Figur des Unternehmens schon verhältnismäßig früh in den Beirat gewechselt ist,spricht wohl für sich.”
[...] Den ganzen Artikel, wo auch noch Brands4Friends und Jamba analysiert werden, findet Ihr hier. [...]
Sehr gelungener Artikel wie man an der Anzahl der Kommentare und der blauen Daumen bei Facebook sieht.
Sicher kann man diesen Hypothesen größtenteils zustimmen. Auch finde ich gut, dass du die kleineren Startups hier herausgelassen hast. Das könnte mehr Schaden anrichten als bei den größeren oben erwähnten.
Als nächstes würde ich einen Artikel über globale Online Unternehmen voschlagen, die es 2015 nicht mehr in der Form geben wird. Da denke ich zB an MySpace und co.
Bin also auf weitere Beiträge gespannt!
Startups mit einer hohen Burnrate und einem Geschäftsmodell, das ausschließlich mit extrem hoher Reichweite funktionieren kann, werden es sehr schwer haben das Jahr 2015 zu erleben.
[...] Gruenderszene.de : Fünf Deutsche Internet-Unternehmen, die es 2015 nicht mehr geben wird…? [...]
Teilweise geschrieben für einen Online Marketing Praktikanten bei OBI- also das Jamba aka Verisign aka Fox Mobile am Tropf hängt ist ja nun nichts Neues und hier immer das selbe Spiel, solche Modelle sind obsolet, sobald ein Exit gemacht wurde, vorher wurde das Schlauchboot aufgepumt bis es die Größe eines Kreuzfahrtschiffes erreicht hat.
Exit heißt in der Regel immer einen Dummen gefunden zu haben, der vom online bizz 0 Ahnung hat- ein Konzern ist, mit noch ein bisschen Kapital und Risikowagniss und vorallem unfähigen Managern, die sich nicht Blöse geben wollen, als solche entarnt zu werden, da sie keinen Plan haben von dem was sie täglich tun…. anscheinend auch keine strategische Verantwortung ihrem Unternehmen gegenüber.
Zum Thema VZ- wann bitte waren die denn innovativ? Als sie statt viel blau auf ihrer Seite viel rot benutzt haben? Oder statt “poke” “gruscheln” kreiert haben? Oder als sie vergessen haben, beim CopyPaste den FB Quell Code umzubennen? Die Leute die da jetzt sitzen, dürfen die Suppe derer auslöffeln, die mit viel Geld das Schlauchboot verkauft haben und derer, die das Ding gekauft haben um auf dem Golfplatz auch mal als innovative Manager tituliert zu werden…
Daniel du sprichst mir aus der Seele :-)
Von allem was ich sehe sind 90% langfristig tote Unternehmen, von dem sich viele stark ähneln.
Und wenn ein Manager so “Dumm” ist und Millionen in “Unternehmen” (*Lach*) investiert die innerhalb von 6 Monaten 700 Mitarbeiter haben sollen, dieser Manager sollte sich 10 mal überlegen ob er nicht in die Rente gehen sollte.
Diese Investitionen sind investitionen in nichts, wie StudiVZ, Jamba, Citydeal etc. langfristig nichts wert.
Interessante Thesen. Aber wenn das mit Xing stimmen sollte, dann läuft da echt was schief. LinkedIn kann ich so rein gar nichts abgewinnen. Und diesen Bekanntschafts-”Beweis” kann man umgehen, indem man einfach immer “Freund” anklickt.
so dann und wann stolpere ich hier rein, um köstlich amüsiert zu werden aus dem Billiglohnland D-Land und der dt. IT Szenerie, aka Copy Valley.
Dieser Artikel ist gut und auf den Punkt.
Ein Detail blies mich weg, 40% Rücksendequote?? Business model dort: ‘How to Fuck it up Splendidly’
@Carl: Beim Versand von Bekleidung muss man teilweise mit einer Retourenquote von 50% rechnen. Die Hose, die nicht so sitzt wie auf dem Bild mit dem Model wird postwendend rurück geschickt. Aber mit diesen Quoten rechnen eben auch alle Versandhändler im Bekleidungsmarkt und schlagen entsprechend auf den Preis auf. Das scheint Brand4Friends allerdings Schwierigkeiten zu bereiten, weil dann die Preise doch nicht mehr so attraktiv sind …
@ Henning
klar, aber wenn die angeschriebenen mehrfach mit “kenne ich nicht” reagiert haben, darfst Du Freund nicht mehr verwenden, sondern musst die Mailadresse desjenigen kennen (die Optionen entfallen dann), danach wird der Account gesperrt.
Wo seht Ihr Euch denn selbst mit Gutscheinpony?
@Herminator: Gründerszene hat so seine Quellen :-). Soweit ich weiß, ist das aber schon länger der Fall, dass Heitmeyer im Beirat ist.
@Maciej Wyszynski: Finde ich eine interessante These, kann ich mir auch gut vorstellen. Mal schauen, ob wir einen zweiten Teil bringen, bei guten Filmen finde ich das immer doof ;-).
[...] Gründerszene: Fünf deutsche Internet-Unternehmen, die es 2015 nicht mehr geben wird…? [...]
[...] Startup-Prognosen Fünf deutsche Internet-Unternehmen, die es 2015 nicht mehr geben wird…? Okay, es ist bewusst kontrovers formuliert und einiges mag anders kommen als vermutet. Dennoch ist einem jedem Webgründer wohl klar, wie unstet die Internetbranche ist. Von platzenden Blasen und Boomthemen, die genauso schnell verschwinden, wie sie gekommen sind, hat wohl jeder in Bezug auf das Internet schon gehört. Und wenn man sich einmal vergegenwärtigt, wie jung Internet-Riesen wie Facebook, Google oder Twitter im Vergleich zu Offline-Größen wie Siemens, Mercedes Benz oder Heinz eigentlich sind, wird dies umso deutlicher. Gründerszene [...]
Interessanter Artikel, wobei ich XING außen vor lassen würde. Der Grund: XING ist auf dem deutschen Markt dominant und weit verbreitet (Lock-in-Effekt). Sein Netzwerk an anderer Stelle noch einmal aufzubauen kostet Zeit – das mag im privaten Bereich (studiVZ vs. Facebook) nicht so das Problem sein (Freizeit), im professionellen Leben aber schon mehr. Zudem ist nach meiner Ansicht der deutsche Markt groß genug um weiter zu bestehen bzw. sehe ich Osteuropa als Target-Markt für XING (weil Deutschland so ein bisschen das Bindeglied zwischen West- und Osteuropa ist). Wo ich mitgehen kann ist, dass XING womöglich von LinkedIn übernommen wird…
[...] Brands4friends, Jamba, Swoopo – einst die Sterne am deutschen Startup-Himmel sollen nach Prognose von Gruenderszene.de bis 2015 mehr oder weniger von der Bildfläche verschwinden. [...]
@ Jens
- Woher kommt Deine Aussage, dass Xing in Osteuropa dominant wäre?
http://trends.google.com/trends?q=xing%2Clinkedin&ctab=0&geo=ro&date=ytd
http://trends.google.com/trends?q=xing%2Clinkedin&ctab=0&geo=cz&date=ytd
http://trends.google.com/trends?q=xing%2Clinkedin&ctab=0&geo=pl&geor=all&date=ytd&sort=1
- Aufkauf von Xing durch LinkedIn
halte ich selber für unrealistisch. Nicht nur dass Reid Hoffmann, Kevin Eyres dieses ausgeschlossen haben, rational: Warum sollte das LinkedIn tuen?
a) Inkonsistente Daten
Eine Übernahme würde LinkedIn einen Datentopf bescheren, der so nicht migrierfähig ist. Es fehlen halt wichtige Daten (zum Beispiel zentrale, in welcher Verbindung a mit b stehen), zum anderen sind die Daten nicht in dem gleichen Umfang normalisiert.
b) Zu teuer
Wenn LinkedIn es geschafft hat, fast ohne Budget, allein durch das Release der deutschsprachigen Oberfläche nahezu zu verdoppeln, wieso so viel Geld ausgeben?
Im Moment ist Xing im Verhältnis zu den Erträgen / Einnahmen hemmungslos überteuert, da weder neue Einnahmequellen, noch neue Mitgliederzuwächse zu erwarten sind.
Liebe Grüße
Stephan
@Ralf ist doch klar meine Freundin bestellt sich immer die Klamotten in 2 Größen und das was besser passt behält sie der Rest geht zurück (meistens 70% da das ein oder andere Teil doch nicht gefällt).
@Stephan
zu a)
Ist natürlich Arbeit, aber ich kann nicht erkennen worin sich der Prozess bei XING->LinkedIn in irgendeiner Form zu anderen ETL-Prozessen unterscheiden sollte?
zu b)
Verdoppeln heißt in absoluten Zahlen? Ich denke, dass der Lock-In sehr stark ist.
@Projektierer
Jens hat von einem Target-Market gesprochen, nicht das Xing da dominant wäre ;-)
Ansonsten halte ich die Ausführungen immer so ein bißchen für ein Vergleich von Äpfeln und Birnen, was Xing und LinkedIn betrifft. Auch die Ausführungen auf Deiner WordPress-Seite sind meines Erachtens in vielen Fällen subjektiv und setzen ein Nutzungsverhalten als normal voraus, was sich seinerseits auf Annahmen stützt, die sich nicht so einfach beweisen lassen.
Beispielsweise der Preisvergleich zum Mailversand. Natürlich spielen aus Business-Sicht gerade die (noch) unbekannten Kontakte, bzw. die Menschen, mit denen man noch nicht vernetzt ist, eine übergeordnete Rolle. Leute, die man kennt, kann man zumeist auch auf zig andere Arten leicht und unkompliziert erreichen.
Von daher würde ich schon die These wagen, wenn LinkedIn Xing nicht übernimmt (die Sinnhaftigkeit will ich nicht bewerten), dann gibt es Xing eben auch 2015 noch.
Kannst Du den Punkt der inkonistenten Daten noch etwas unterfüttern? Große Aufgabe: ja. Aber warum sollte es daran scheitern? Migration ist Migration. Scheitert gerne mal, es wurden aber sicher auch schon weitaus komplexere Systeme erfolgreich zusammengeführt, inklusive unterschiedlichster Datenstrukturen.
[...] was die Besucher angeht. Klar, dass das hier bei uns und natürlich auch in den entsprechenden anderen Blogs und Medienangeboten besprochen [...]
Hallo Monte,
Du kannst mir immer gern das Gegenteil beweisen, welchen Punkt meinst Du denn exakt?
Zu den Inkonsistenzen Daten: In dem Netzwerk von LinkedIn sind viele Daten enthalten, die es bei Xing entweder nicht gibt (Verknüpfung wie, Referenz von….) oder beruhen auf nicht normalisierten Daten (Nach Xing müsste es ungefähr 500 Universitäten in Berlin geben). Diese Daten müssten bereinigt werden. Das würde einen hohen Preis verursachen, wie Neurona in Spanien, un was hat es genutzt?
http://bit.ly/c1Lxxb
Also Gegenfrage: Würde sich eine Aufarbeitung der Xing Daten sich lohnen?
Zum Mailen: Ich gebe Dir absolut recht, kalt kontakten ist wichtig und oftmals notwendig. Wenn dieses aber zum Beauty Contest der Marketingbudgetlosen ausufert, ist die relevante Zielgruppe schnell genervt. Als ich bei Xing noch ein vollständig gepflegtes Profil hatte und aktiv in Gruppen unterwegs, bekam ich so viele Anfragen, aber die meisten…..
Ich gebe zu, mein Outlook kann das auch. Aber SN können halt B Kontakte gut verwalten (also Leute, mit denen mal gut zusammengearbeitet hat vor n Jahren und sonst aus den Augen verlieren würde). Für A Kontakte brauche ich keine SN.
Ich habe nicht behauptet, objektiv zu sein. Trotzdem gibt es halt viele Aussagen (Ergonomie, Preis), die man halt von zwei Seiten betrachten kann. Wenn man LinkedIn nutzt, kann man halt vieles tun, ohne an eine PayWall zu stoßen.
Die Leute, die bis zu 20 PN an Nicht Kontakte schreiben oder per XiButler automatisiert Kontaktanfragen stellen, sollen ja auch bei Xing bleiben ;-]
@ Jens 480.000 zur Einführung der deutschen Oberfläche auf knapp 900.000 heute … okay, nicht exakt verdoppelt, na ja, Rhetorik.
lG
Stephan
Stephan,
ich wollte Dir LinkedIn nicht madig machen, ich nutze auch durchaus beide Plattformen ;-)
Dass das Neurona Beispiel kommt, dachte ich mir. Wie ich schon sagte, natürlich kann man bei so etwas viel falsch machen, und auch nicht jede Verbindung macht Sinn. Wenn LinkedIn aber auch in der breiten Masse die entsprechende Relevanz im deutschsprachigen Raum erreichen möchte, führt der Weg meines Erachtens nun mal nur über Xing.
Und die Datenqualität ist – wenn ich mir meine Kontakte, die auf beiden Plattformen angemeldet sind, so anschaue – auf Xing höher, weil sie – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – viel stärker gepflegt wird. Ich würde daher einschätzen: ja, es würde sich lohnen.
Was ich sagen möchte: nur weil LinkedIn ein, zwei Funktionen mehr hat, wandert die Masse nicht ab. Wenn dann muss man sie schon eher über eine Migration “zwingen”. Xing steht zu LinkedIn für mich nicht im Ansatz in einem vergleichbaren Verhältnis wie studiVZ oder ein anderes privates Network zu Facebook.
Wir wissen alle, dass bei falscher Unternehmenspolitik die Stimmung im Internet auch schnell gegen etwas kippen kann, aber ich sehe das Risiko im Umfeld eines grundsätzlich funktionierenden Business-Netzwerkes deutlich niedriger, noch nehme ich in meinem Umfeld in größerem Ausmaße wahr, dass sich hier in Kürze das Blatt dreht. Über 2015 vermag ich nicht zu orakeln… ;-)
Interessanter Artikel…
Von mir aus können 4 der 5 genannten ruhig sterben gehen.
Nur um XING wäre es echt schade, weil dieses Social Network genau so einfach zu bedienen und übersichtlich ist, wie es eigentlich sein sollte. Ich bin parallel auch bei Facebook und muss sagen: Die Usability ist die reinste Katastrophe. Blick da wirklich noch einer durch? Von Datenschutz wollen wir gar nicht erst sprechen.
In beiden Bereichen ist XING meiner Meinung nach gegen Facebook und VZ die reinste Offenbarung. Zudem tummeln sich dort wirklich nur interessant Leute, während sich der ganze Pöbel bei Facebook rumtreibt und man x Freundschaftsanfragen am Tag von Leuten bekommt, von denen man noch nie etwas gehört hat.
XING setzt meiner Meinung nach bei seinen Mitglieder eher auf Qualität statt Quantität – und das ist auch gut so. Ich vergleiche XING gerne mit Ferrari: Kostet eben etwas und hat nicht jeder – während Facebook und VZ eher der Volkswagen ist: Hat irgendwie jeder. Massenware.
@ Monte
Das mit den Funktionen, da stimme ich Dir (sogar) vollumfänglich zu. Was nützt ein wesentlich effektivere Suche….wenn man damit niemanden findet? Die Funktionalität ist eher “Komfort”.
Das die Masse über eine Migration kommen kann, muss meines Erachtens nicht sein: Deutschland ist für internationale Massstäbe (wird das wirklich mit 3 S geschrieben ?) in SN unterrepräsentiert, und die “Masse” kann auch über Personen kommen, die zur Zeit nichts von alledem nutzen. Ich kenne in meinem Umfeld immer noch genug Leute, die gar kein Profil haben.
Zum Thema Unternehmenspolitik: Was macht eigentlich Xing in der Zwischenzeit? Einigeln? Im Normalfall sollte doch irgendein ein “Highlight” jetzt kommen….. Zumindest haben irgendwelche Xing MA mein Profil besucht ;-]
lG
Stephan
“Dein Kommentar muss noch von der Redaktion überprüft werden.”
- Überprüft ihr den Artikel gleich mit?
Ich schließe mich Testpilot voll und ganz an. Um Xing wäre es wirklich schade. Gerüchte, dass Xing von LinkedIn geschluckt wird, gibt es ja immer wieder. Ich bin in beiden Netzwerken und stelle immer wieder fest, dass die Usability und Übersichtlichkeit von Xing wesentlich besser ist als die von LinkedIn. Sollte es also einmal so weit kommen, dann hoffe ich, dass die Oberfläche von Xing übernommen wird und nicht umgekehrt. Träumen wird man ja noch dürfen…
In fünf Jahren wird das Internet wahrscheinlich völlig anders aussehen als jetzt. Mobile Endgeräte und die Plattformen dafür können vielleicht einen ähnlichen Stellenwert haben wie heute die ganzen Sozialen Netzwerke, die es dann vielleicht gar nicht gibt.
Das Argument “internationale Konkurrenz” wie bei Xing versus LinkedIn kann ich nicht uneingeschränkt teilen. Gerade in der kulturellen und sprachlichen Grenze zwischen dem Internet in Deutschland und USA befindet sich eine sehr gute Marktchance für die Plattformen in Deutschland. Wer schon einmal erlebt hat, wie eine große Internet-Company funktioniert… vieles was in USA als Unternehmens-Struktur gut funktioniert, ist in Deutschland mittelfristig alles andere als erfolgreich.
@Projektierer. Sag mal, bekommst du Geld von LinkedIN als PR-Maschine? In den einschlägigen Foren wetterst du mit der Kondition eines Stehaufmännchens gegen Xing und für Linkedin… Bewirb dich bei denen doch mal als Deutschland-Chef oder offizielle PR-Einheit! ;)
In meiner Wahrnehmung ist Xing bei der Innovation etwas hinterher, aber man muss ja auch nicht jeden Quatsch mitmachen (nur mit der API ist schade, aber das ist glaube ich dem Datenschutz in D geschuldet). Linkedin verkommt immer mehr zur inaktiven Lebenslauf-Datenbank mit Twitterfeed, aber immer noch ohne echtes Netzwerk. Gerade weil xing sich hier selektiv an Themen rantastet, ist m.E. das Überleben als sicher anzunehmen, weil die Dienste bei genauer Betrachtung schon eine stark unterschiedliche DNA haben.
Ansonsten finde ich diese “Todesliste” sehr aufschlussreich un teile diese. Bitte befreit von den Swoopoos-Psychoabzocken und Samwer-Eintagsfliegen dieser Welt!
Die Frage ist, ob deutsche Startups generell eine höhere Scheiter-RATE als z.B. US-Pendants haben. Ansonsten werden sicherlich immer 70-80% der Startups nicht älter als 5 Jahre, aber dennoch können sie zumindest für die Gründer und Frühinvestoren einen interessanten Exit gebracht haben – man sollte den Schwarzen Peter (= Unternehmen in der Phase der Wertstagnation und -abnahme) halt nicht als letzter auf der Hand haben.
[...] Anfangen möchte ich heute mit Xing: es gilt als das Musterbeispiel für ein deutsches Internetstartup, aber es gibt auch kritische Stimmen: Zu früher Börsengang, zu wenig Innovationen, keine echte Konkurrenz zu Linked In. Vor ein paar Tagen tauchte es deshalb bei Gründeszene in der Liste der Unternehmen auf, die es 2015 nicht mehr geben wird. [...]
Hi,
zum Thema XING hau ich einfach mal gerade den Link hier zum aktuellen Heise-Artikel rein:
XING mit bisher bestem Quartalsergebnis
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Xing-mit-bisher-bestem-Quartalsergebnis-1054604.html
[...] 對於這些網站的批判, 早就看到濫了, Gründerszene這次只是把這些一點一滴集成冊而已. 他預測了幾個現在德國當紅 (或是曾經當紅, 但是有走下坡的傾向) [...]
Die erste Prognose zu XING aus dem Jahr 2003 (damals noch openBC) kann man übrigens hier nachlesen:
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Das-Projekt-ist-tot-noch-bevor-es-angefangen-hat/forum-48756/msg-4445741/read/showthread-1/
Gruß,
Michael Otto
@joel – papperlapapp!
bei brands4friends habe ich gerade im juli technik fuer haus & garten im wert von fast 1000 euro bestellt. mein customer lifetime value von juli 2010 entspricht damit fast dem gesamten jahr 2009!
ueber xing kamen in den letzten tagen qualifizierte pitch-anfragen mit budgets von mehreren millionen rein. dazu bekommen wir feedback von jungen menschen mit guten job-profilen fuer unsere jobsuche. wuesste nicht, wie ich das ueber andere anbieter erreichen koennte. zudem finde ich haeufig auf visitenkarten oder im impressum von webseiten den xing-link. das ist dann eine art reichweite, die dauerhaft bestand haben sollte. permanenter-handy-wechsel und outlook-updates mit verlust von kontaktdaten sind durch xing geloest. bis 2015 sehe ich da keine alternative.
bei jamba/jamster bin ich seit jahren kunde. zugegeben – das ist fun. aber den spass leiste ich mir.
da sind nun schon marken entstanden, die flexibel am markt agieren und neuprodukte jederzeit lancieren koennen.
die anderen beiden wuerde ich nur diffamierend bewerten koennen. da waren ex-ceo’s nicht offen genug, sich dem sachzwang unterzuordnen. aber aus dem umfeld sprechen experten von “nieten”.
lg, ron
Genialer Beitrag, gefällt mir echt super! Stimme eigentlich auch allem zu nur sehe ich für B4F nicht ganz so schwarz. Der Shoppingclub wird noch ein paar Jahre länger halten (jedoch ohne zu internationalisieren oder groß zu wachsen).
[...] behaupten ja sogar, dass es XING in 5 Jahren nicht mehr geben wird, zumindest nicht in dieser Form. Das [...]
Interessante Thesen.
Fünf Jahre sind eine lange Zeit und für alle genannten “Dienste” gibt es (bessere?) Alternativen. Ich schreibe “Dienste” in Anführungszeichen, weil sie mir persönlich so wenig dienen und zu viel ver-dienen.
Das Verhältnis stimmt einfach nicht. Kosten und Nutzen ergeben keine harmonische Einheit. Einige der genannten Unternehmen sind mir schlicht und ergreifend unsympathisch, andere total egal.
Ich bin gespannt, ob bald noch mehr Friedhofszenarios von gruenderszene.de prophezeit werden ;-)
die genannten Unterschiede von Xing im Vergleich zu Linkedin (bessere Usability, breitere Zielgruppe) werden für Xing mittlerweile zur Bedrohung, weil nahezu jedes Unternehmen dort einfach nach Mitarbeitern suchen kann und Xing dadurch langsam ‘überfischt’ ist. Das führt am Ende dazu, dass die richtig guten Leuten ggf. in andere Netzwerke abwandern oder die Nachrichtenfunktion blocken, weil sie zu viele Anfragen erhalten. Das ist meiner Ansicht nach eine der größeren Herausforderungen für das Geschäftsmodell von Xing (neben der fehlenden Innovationskraft insb. in Bezug auf Schnittstellen zu anderen Plattformen, Diensten etc.)
[...] Fünf deutsche Internet-Unternehmen, die es 2015 nicht mehr geben wird… [...]
@Michael Otto
Ihr solltet wieder durch technische Innovation und Optimierung der Bedienung punkten und nicht durch gesteigerte Werbereichweite, Partner-Deals oder gewonnene Marketing-Budgets (wie ein anderer hier bereits angesprochen hat).
XING ist für mich ein SaaS und keine webefinanzierte Reichweitenseite.
Ich befürchte der neue Eigentümer Burda hat keinerlei Erfahrung mit SaaS und nur den Verleger-Blick. Wenn sich das bei Euch weiter durchsetzt wird es schwer. Für mich als einer der erste 1500 XING Nutzer hat XING jedenfalls durch die Masse an neuen und auch wieder inaktiveren Mitglieder* über die letzten 2 Jahre massiv an Wert verloren. Meine Bezahlmitgliedschaft habe ich deshalb auch nicht reaktiviert.
* = Dieses Problem hat jedes Social Network und ist durch eine Aktivitätsanzeige alleine nicht zu lösen. Das wird insbesondere die stagnierenden und sterbenden Netze (VZ, WKW, Lokalisten) mit besonderer Härte treffen.
Schön wäre auch eine selektivere “Kontaktbewertung”. Ob ich jemanden persönlich kenne (wie es Lars Hinrichs (glaube ich) hält) oder eher als Sammelalbum für ausgehenden Salesspam benutze (wie es leider viele machen).
Bei XING ist das Verschwinden durchaus absehbar. Das Geschäftsmodell hat kein Alleinstellungsmerkmal und ist dem großen Bruder LinedIn auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
[...] gruenderszene.de wurde ein Interessanter Artikel veröffentlicht mit einer Liste von 5 namenhaften Unternehmen [...]
[...] Gruenderszene.de : Fünf Deutsche Internet-Unternehmen, die es 2015 nicht mehr geben wird…? [...]
Ich bin sehr gespannt, ob die Prognose aufgeht, dass LinkedIn Xing schlägt. Denn LinkedIn ist eher mit noch mehr Barrieren versehen und das ist genau das, was ich bei einem sozialen Netz eigentlich NICHT will. Zahlen, um Informationen zu sehen? Das ist das genau das Gegenteil, was ich erreichen will. Ich verstehe das ganze Modell nicht … Das ist in etwa so schizophren wie das Gemeckere der Verlage darüber, dass Google ihnen Nutzer schickt …
IMHO wird Facebook alle anderen fressen. Einfach zwei Profile bei Facebook aufmachen. Einen unter Pseudonym, den man nur an Bekannte gibt und einen mit Realnamen, in dem man aber auf “Seriösität” achtet. Sollte Facebook das (ein Account, zwei Sichten) als Feature selber anbieten, sind die für mich sicherer Sieger …
Ich kann dir bei allen 5 zustimmen – nur bei Xing nicht. Die meisten deutschen sind Gewohnheitsmenschen. In Deutschland hat sich Xing etabliert und verbreitet sich auch zunehmend. Für die deutschen ist Xing also DAS Werkezug. Betrachtet man die schlechte Nutzbarkeit von Linkedin, kann man davon ausgehen, dass Xing in Deutschland weiterhin auf dem Vormarsch ist.
StudiVZ hat sich bereits vor langer Zeit kaputt gemacht. Und statt zu agieren dreht man sich dauernd im Kreis….
@ Michael Karl: Subjektiv magst Du Recht haben. Ich habe mal versucht meine (andere) Wahrnehmung konkret zu überprüfen. Wenn Du Dir die DAX 30 Unternehmen anschaust, kann ich Deine These nicht ganz teilen:
http://linkedinsiders.wordpress.com/2010/10/17/linkedin-vs-xing-dax-30/
Aber die Zahlen anhand der DAX 30 Unternehmen sagt noch etwas weiteres: Soziale Netzwerke haben in Deutschland immer noch Nachholbedarf.
Liebe Grüße
Stephan
[...] Ausland hatte StudiVZ bis jetzt nur wenig Erfolg. Ich kann mich hier also nur den Autoren von der Gründerszene anschließen: StudiVZ wird es 2015 so nicht mehr [...]
[...] Punkt gewesen, warum Redakteur Joel Kaczmarek von der Gründerszene B4F in seinen Artikel „5 deutsche Internet-Unternehmen, die es 2015 nicht mehr geben wird…?“ , mit einbezieht. Den Artikel hat Silas in seinem letzten Blogpost bereits erwähnt, da eins der [...]
[...] jeden sinnvoller ist. Allerdings sind die Trends eindeutig. Schon gibt es Prophezeiungen, dass es Xing ungefähr 2015 nicht mehr geben [...]
[...] erfolgreich mache. Als Beispiel für einen erfolgreichen Blogpost führte Constanze den Artikel “Fünf deutsche Internet-Unternehmen, die es 2015 nicht mehr geben wird…?” des Blogs Gründerzene an. Die Anzahl von bis dato 72 Kommentaren und über 450 Facebooklikes bei [...]
XING könnte tatsächlich eine Ausnahme werden, wobei offensichtlich der ganze deutschsprachige Markt (erfolgreich) angegangen wird, neben Österreich und der Schweiz also auch Länder wie Italien (Südtirol) und Luxemburg.
@Steuerberater: Meinst Du, dass Xing in der Schweiz gegenüber LinkedIn aufholen kann? Immerhin hat Xing 40% weniger angemeldete Nutzer und nur halb so viel Besucher in der Schweiz.
Nach knapp einem Jahr kann man schon erkennen, dass vier der genannten Unternehmen auf dem absteigendem Ast sind:
Swoopo ist in der Wahrnehmung nicht mehr präsent, die meisten haben mittlerweile erkannt, dass es sich dabei eher um ein Glücksspiel als um eine echte Schnäppchenjagd handelt.
Bei StudiVZ muss man sich nur im Netzwerk umgucken, um die Probleme zu erkennen. Noch gibt es allerdings einige im VZ stark vernetzte Personen, die explizit nicht bei Facebook angemeldet sind. Es gibt auch viele, die noch ein Profil im VZ haben, es aber nicht mehr aktiv nutzen und auch nicht bei FB sind. Social Networking ist eben nicht alles…
Durch die enge Marketingbindung der VZs mit brands4friends sind auch die Probleme des einen die Probleme des anderen.
Jamba? Hab ich lange nicht mehr von gehört…
Aber auch ich sehe die Sache bei Xing anders:
Bei Xing ist es tatsächlich schwieriger. Ich glaube schon, dass es einen Markt für ein deutsches Business-Netzwerk mit hohen Datenschutz-Standards gibt. Die unteren und mittleren Hierachieebenen haben nicht so viele internationale Kontakte, als das es da einen Lock-In-Effekt für Linkedin gibt.
@Projektierer
Im deutschsprachigen Raum der Schweiz – und nur davon habe ich gesprochen – dürfte LinkedIn keine Chance gegen XING haben.
Kein oder kaum Umsatz, trotzdem sollen sie Milliarden Wert sein.Mittzwanziger träumen davon, mit einer neuen Generation von Internetunternehmen ein Vermögen zu machen. Zum Beispiel Twitter, ein Unternehmen, das selbst keine Umsätze verbuchen kann, ist angeblich zehn Milliarden Dollar wert.
Unternehmen erhalten Finanzierung ohne tatsächlich ein Produkt vorweisen zu können, wieso?
Startups, hinter denen gerade mal zwei oder drei Leute stehen, erhalten Bewertungen zwischen fünfzig und hundert Millionen Dollar. Ist das noch vernünftig.
Wirklich wissen, ob es eine Blase gab, werden wir leider erst, wenn sie denn platzt.
Gut geschriebener Artikel mit schönen Gedankengängen.
Bei Xing bin ich persönlich allerdings anderer Meinung. Im deutschsprachigen Raum sind die klar die Nummer 1 – vor allem bei der Generation 40plus. Die wechseln nicht mehr zu linkedin, da ist zumindest meine persönliche Vermutung, da ich viele Businessmenschen dieser Generation kenne. In 20 Jahren könnte das vielleicht anders aussehen, aber im Jahr 2015 wird xing noch die Nummer 1 sein, da bin ich mir sicher.
XING geht es besser denn je, obwohl ich persönlich das Ganze als riesige Zeitverschwendung sehe.
StudiVZ ist m.E. am meisten gefährdet.
[...] Joel Kaczmarek festgestellt, dass es einige Internetfirmen 2015 nicht mehr geben wird, so scheint dieser Trend bestätigt zu [...]
Hallo Joel,
anbei ein paar Zahlen, die linear Deine Einschätzung wiedergeben:
http://linkedinsiders.wordpress.com/2011/11/01/xing-vs-linkedin-2011-eine-quantitative-betrachtung-von-dax-mitarbeitern/
lG
Stephan