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Am Mittwoch verkündete Facebook in einem Blogpost fast beiläufig, dass das Unternehmen die Abschaffung der Nutzermitbestimmung über Regeländerungen zu Privatsphäreeinstellungen in seinem Netzwerk plane. Der Grund sei die zu geringe Beteiligung an diesem 2009 eingeführten Mechanismus.

Facebook beendet Nutzer-Mitspracherecht

0,04 Prozent. So hoch war laut Facebook die Beteiligung bei der letzten Abstimmung über eine Regeländerung im Juni dieses Jahres. Zu wenig für das soziale Netzwerk, das nun die 2009 eingeführte Nutzer-Mitbestimmung, bei der für eine verbindliche Entscheidung mindestens 30 Prozent der derzeit eine Milliarde Nutzer abstimmen muss, abschaffen will. Als spärlichen Ersatz bietet das Unternehmen aus Mountain View die Möglichkeit des Einreichens von Fragen an und regelmäßige Live-Schaltungen mit Facebooks Chief Privacy Officer Erin Egan.

Dass die Nutzer-Beteiligung in der Vergangenheit derart niedrig ausfiel, ist deshalb nicht verwunderlich, da Aufrufe zu Abstimmungen über Regeländerungen seitens Facebook quasi nicht vorhanden und schwer auffindbar waren. Zusätzlich darf auch die Zahl der aktiven Nutzer, die von Facebook mit eine Milliarde angegeben wird und die wiederum als Grundlage für das notwendige Erreichen der 30-Prozent-Hürde gilt, hinterfragt werden.

Aktuell haben Facebook-Nutzer noch bis zum 28.11.2012 Mitspracherecht an zwei danach in Kraft tretenden Regeländerungen: Dies betrifft zum einen die Abschaffung der Möglichkeit, E-Mails bestimmter Absender zu blockieren und zum anderen das Teilen von Nutzerdaten mit Tochtergesellschaften wie etwa Instagram (www.instagr.am).

Bild: smartdroid.de
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