gamegenetics piutti

Mobile kommt – ach was, Mobile ist jetzt da!

„Als wacher Gründer ist man immer auch ein bißchen paranoid“, sagt Alexander Piutti am Ende des Interviews. Mit GameGenetics (www.gamegenetics.com) hat er in den vergangenen viereinhalb Jahren einen großen, internationalen Vermarkter für Online- und Mobile-Games gebaut. 50 Mitarbeiter, 40 Milliarden Ads pro Monat, die ausgeliefert werden – das Unternehmen, sagt er, wächst und wächst. Und trotzdem will und kann er sich nicht zurücklehnen.

Er habe schon zuviel erlebt in der Digitalbranche. Mit Global Venture Partners wollte er schon 1999 eine Brücke für US-amerikanische Investoren in den europäischen Markt schlagen. Zu früh. „Und der Name war auch ziemlich größenwahnsinnig“, sagt er lachend. Mit Overture hatte er später mehr Glück. 2003 wurde das Suchmaschinen-Marketing-Startup von Yahoo gekauft. Piutti selbst wirkte in höherer Management-Ebene bei Yahoo mit, bis 2007. Irgendwann kam er zu dieser Zeit auch auf das Thema Games. Zufällig, wie er sagt.

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Wenn Piutti heute über den Wandel der Gamesbranche spricht und über das Finden von zahlenden Spielern von Free-to-play-Spielen – eine der Hauptaufgaben von GameGenetics -, dann sprudelt es förmlich aus ihm. Es gebe einen allgemeinen Nachholbedarf im Mobile-Games-Marketing, sagt er.

„Das Tracking funktioniert noch nicht so gut wie im Online-Bereich. Die Business-Modelle sind noch nicht so ausgereift“, erklärt er. Gleichwohl machen Werbeanzeigen für Spiele auf Smartphones und Tablets aber einen immer größeren Teil seines Firmenumsatzes aus. Wenn sich dieser Bereich dann weiter professionalisieren werde, wird es auch einen stärkeren Verdrängungswettbewerb geben. Und dafür will er sich – zurück zu seiner Bemerkung eingangs des Artikels – auch rüsten.

Wie GameGenetics heute arbeitet, welche Herausforderungen der Games-Markt heute für Vermarkter bereit hält und wie die Zukunft der Branche aussehen wird, darüber spricht er im folgenden Video-Interview. Film ab!