Eigentlich heißt es ja: Über Geld redet man nicht. Wie langweilig. Das dachte sich wohl auch die Jobbörse StepStone und fragte im vergangenen Herbst 50.000 Fach- und Führungskräfte von Unternehmen unterschiedlicher Größe in Deutschland, wie viel sie verdienen.

Dabei herausgekommen ist eine Liste mit durchschnittlichen Bruttojahresgehältern – aufgeteilt nach Berufen, Berufserfahrung, Branche und Bundesland. Boni oder Provisionen sind hier mit eingerechnet.

Ein Ergebnis vorab: Laut Studie lohnt sich ein Studium. Fachkräfte mit einem Masterabschluss verdienen im Schnitt 28 Prozent mehr als solche mit Abitur. Was StepStone sonst noch herausgefunden hat, seht Ihr hier:

IT

Im Schnitt verdienen ITler – dazu zählen etwa Webentwicklung, Administration oder Projektmanagement – 57.862 Euro pro Jahr. Das Gehalt variiert jedoch stark von Bundesland zu Bundesland. Am besten lebt es sich für Fachkräfte aus dem IT-Bereich in Hessen: Mit 63.462 Euro verdienen sie mehr als in anderen Bundesländern. Knapp 20.000 Euro weniger gibt es in Sachsen: dort verdienen ITler nur 42.798 Euro. Startup-Mekka Berlin liegt dabei etwa in der Mitte: 51.233 Euro erhalten IT-Mitarbeiter pro Jahr.

Am besten verdienen IT-Mitarbeiter im Konsumgüter-Segment. Mit 69.042 Euro liegt das Durchschnittsgehalt knapp über dem im Bankensegment.

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Im Bereich IT wird viel Wert auf Hochschulabschlüsse gelegt. Berufseinsteiger im Bereich Webentwicklung und mit bis zu zwei Jahren Berufserfahrung bekommen mit Uni-Abschluss ein durchschnittliches Gehalt von 44.733 Euro. Nicht-Akademiker verdienen jedoch 15.000 Euro weniger.

Nicht nur zwischen Akademikern und Nicht-Akademikern ist der Gehaltsunterschied groß. Auch Frauen und Männer bekommen in der als Männerdomäne verschrienen Branche durchaus unterschiedliche Gehälter: Im Schnitt verdienen ITlerinnen 4.000 Euro pro Jahr weniger als ihre männlichen Kollegen.

Finance und Controlling

Nicht nur für die IT-Branche ist Hessen das Bundesland mit den spendabelsten Bossen. Auch im Finanz- und Rechnungswesen kommen Fachkräfte hier auf 63.814 Euro pro Jahr. Das Bundesland mit den niedrigsten Löhnen: Sachsen-Anhalt. Dort verdienen Mitarbeiter rund 29.000 Euro weniger, nämlich 35.048 Euro.

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Deutschlandweit liegt das durchschnittliche Gehalt bei 55.892 Euro. Davon können Frauen in diesem Berufsfeld jedoch nur träumen: Während Männer etwa 60.148 Euro im Jahr verdienen, kommen Frauen auf nur 49.867 Euro, also mehr als 10.000 Euro weniger.

Vertrieb

In der Vertriebsbranche bekommen Fachkräfte im Schnitt 54.973 Euro pro Jahr. Wer in diesem Berufsfeld im Bundesland Baden-Württemberg arbeitet, bekommt etwas mehr: 58.069 Euro im Jahr verdient hier ein Vertriebler. In Sachsen-Anhalt hingegen ist das Gehalt deutlich geringer: Fast 20.000 Euro weniger zahlen hier die Unternehmen.

Übrigens: Vertriebler im Bereich Luft- und Raumfahrt verdienen 20 Prozent mehr als Vertriebs-Fachkräfte in anderen Bereichen. Der Unterschied zwischen den Gehältern für Männer und Frauen ist auch hier groß: Männliche Vertriebler verdienen durchschnittlich 57.109 Euro, während Frauen 45.700 Euro pro Jahr erhalten.

HR

Personaler verdienen im Durchschnitt 52.618 Euro jährlich. Dabei liegen Frauen auch hier zurück: Während sie 50.494 Euro brutto verdienen, bekommen ihre männlichen Kollegen etwa 7.000 Euro mehr.

In Rheinland-Pfalz werden HR-Fachkräfte am besten bezahlt: 56.509 Euro im Jahr zahlen hier Unternehmen an ihre Personaler. In Sachsen verdienen sie hingegen 16.000 Euro weniger. Dabei lohnt sich eine Stelle als HR-Fachkraft in der Telekommunikationsbranche, denn hier verdient ein Angestellter im Schnitt 66.793 Euro.

Alle Ergebnisse der Studie findet Ihr hier.

Bild: Gettyimages /  Hero Images; Hinweis: StepStone ist eine Tochtergesellschaft von Axel Springer. Der Verlag ist auch Gesellschafter der Vertical Media GmbH, dem Medienhaus von Gründerszene. Weitere Informationen zur Vertical Media GmbH hier: www.vmpublishing.com.

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