Das Silicon Valley von oben

Der German Accelerator hat 18 neue Startups ausgewählt, die er in diesem Jahr nach New York oder nach Kalifornien schickt. Das Förderprogramm, das vor allem durch das Bundeswirtschaftsministerium finanziert wird, ermöglicht es Gründern, einige Zeit in den USA zu arbeiten und ihr Geschäft dort weiterzuentwickeln. Voraussetzung ist, dass das Produkt des Unternehmens für den US-Markt relevant ist und das Startup gut genug finanziert ist, um anfallende Kosten wie für die Unterkunft zu tragen.

Bekannte Absolventen des 2011 gestarteten Programms sind zum Beispiel die Software-Unternehmen Signavio und Seerene. Beide erhielten erst kürzlich neue Investments – Siganvio über 31 Millionen Euro und Seerene über fünf Millionen Euro.

Bisher richtete sich der Accelerator an Startups aus der Tech-Branche. Anfang des Jahres wurde das Programm auch auf Life-Science-Unternehmen erweitert. Ein weiterer Standort wurde außerdem in Boston eröffnet.

Diese Startups gehen nach Palo Alto oder San Francisco:

  • Familonet – die Macher der App Familo, die Familien und kleinen Gruppen ihre Kommunikation erleichtern soll. Dem Startup gelang zuletzt ein echtes Hockey-Stick-Wachstum.
  • Appinio heißt eine Marktforschungsapp, die Umfragen auf das Smartphone bringt.
  • Das Frankfurter Startup Antelope, Hersteller eines Sportanzuges mit elektrischer Stimulation, welche die Effektivität des Sports erhöhen soll. Gründerszene-Redakteur Caspar Schlenk hat den Anzug übrigens vor kurzem getestet.
  • Harrow.io bietet ein Werkzeug an, mit welchem die Entwicklungs- und Operationsprozesse in einem Unternehmen effizienter werden sollen.
  • Bird Home Automation vertreibt und entwickelt eine intelligente Türklingel, mit der man auch von unterwegs sehen kann, wer bei einem zu Hause klingelt, mit dem Besuch sprechen und ihm die Tür öffnen kann.
  • Moeve Bike ist ein Ingenieurbüro, welches den Antrieb von Fahrrädern optimieren will. Die Idee: Das Unternehmen will die Kraft des Radlers besser nutzen und so mehr Drehmoment erzeugen.
  • Auf dem Portal Webuyyourcar können Autobesitzer den Wert ihres Wagens kostenlos schätzen lassen und ihn online verkaufen.
  • Die Preise für 3D-Drucke können Nutzer auf 3YourMind vergleichen. Sie können ihre 3D-Datei hochladen und dann nach nahegelegenen Shops suchen und bestellen.
  • Trinamic bietet Schaltkreis-Lösungen an, mit denen sich elektrische Motoren steuern lassen.
  • CheckMobile will Unternehmen dabei helfen, ihre komplexen Online-Prozesse und ihren Datenaustausch zu optimieren.
  • DACS Labs entwickelt Application-Deployment-Technologien und richtet sich an verschiedene Industrien wie Gaming.
  • Einen Überblick über die Infrastruktur von Firmen erstellt Replex.io. Einbezogen werden zum Beispiel physikalische Server oder virtuelle Maschinen.

Nach New York gehen sechs Unternehmen:

  • Stilnest vertreibt 3D-gedruckte Schmuckstücke aus Silber und Feinpolyamid.
  • Mit der App Staffbase können Unternehmen ihren Mitarbeitern die interne Kommunikation ermöglichen.
  • Restube stellt eine Art Rettungs-Luftkissen für Wassersportler her. Das können sich Sportler bei ihren Aktivitäten in einer kleinen Bauchtasche umschnallen und im Notfall per Reißleine öffnen, sodass es sich aufbläst.
  • Über den Marktplatz Creditshelf können kleinere und mittelgroße Unternehmen an Kredite gelangen.
  • Crealytics will internationalen E-Commerce-Firmen mit einer semantischen Technologie dabei helfen, ihre Werbung zu optimieren.
  • M-Way Solutions will Unternehmenskunden mit seiner Software Werkzeuge an die Hand geben, mit welcher sie alle mobilen Aktivitäten ihrer Firma im Blick behalten können.
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