German Startups Group Samios Gerlinger

Die Nummer zwei im Unternehmen, COO Nikolas Samios (links), wird außerdem neben Christoph Gerlinger Geschäftsführer.

Nach dem erst abgesagten und später nachgeholten Börsengang meldet sich die German Startups Group mit neuen Investments in Höhe von etwa drei Millionen Euro zurück. Fünf weitere Minderheitsbeteiligungen ist das Unternehmen von Christoph Gerlinger seit dem Börsengang Mitte November eingegangen. Bei TVSmiles wurde außerdem der Anteil erhöht. Auf insgesamt 28 Beteiligungen kommt die German Startups Group dadurch.

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Über die Höhe der einzelnen Investments will das Unternehmen keine Auskunft geben. Man sei immer der einzige Investor gewesen, heißt es.

Die neuen Beteiligungen im Überblick:

  • Das Berliner Startup Senic – 2013 gegründet – hat einen kabellosen Controller für das Smart Home entwickelt. Mit Gesten lassen sich Musik, Licht und Zimmertemperatur steuern. Als eines von nur wenigen deutschen Startups hat Senic in den USA das Y-Combinator-Programm durchlaufen. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen Vorbestellungen im Wert von einer halben Millionen Dollar durch eine Kickstarter-Kampagne erhalten.
  • Per iPad lassen sich lästige Aufgaben des Büro-Managements Service Partner One digitalisieren. Aufgaben wie Reinigung, Lieferungen von Getränken oder Büromaterialen sind auf der Plattform gebündelt. 200 Unternehmen nutzen den Service nach Angaben des Startups inzwischen. Das Berliner Unternehmen, das etwa 50 Mitarbeiter beschäftigt, hat im vergangenen Jahr bereits zweimal Geld eingesammelt. Unter den Investoren ist auch der bekannte US-amerikanische Wagniskapitalgeber 500 Startups.
  • Die Technik des Medizin-Startups Fiagon ist in chirurgischen Instrumenten verbaut, damit werden Ärzte bei Operationen unterstützt. Das Unternehmen mit Sitz in Hennigsdorf bei Berlin erzielte nach eigenen Angaben einen Umsatz von mehr als fünf Millionen Euro.
  • Mit Tictail können Einzelhändler aus einzelnen Bauteilen einen eigenen Online-Shop zusammensetzen, sogar per Smartphone-App. Die Händler haben die Möglichkeit, parallel zum stationären Handel auch online Bestellungen anzunehmen. „Gleichzeitig aggregiert Tictail die angebotenen Produkte aller Händler auf ihrer Webseite und bildet somit eine Art digitales Einkaufszentrum, wodurch die einzelnen Händler sofort Online-Besucher verzeichnen“, heißt es. Mehr als 100.000 Händler aus etwa 140 Ländern nutzen den Service des schwedischen Startups nach eigenen Angaben. Auch der Company Builder Project A ist ist seit zwei Jahren investiert.
  • Auf den Trend des bewussten Lebens springt Armedangels auf. Das E-Commerce-Unternehmen aus Köln setzt nach eigenen Angaben „auf Nachhaltigkeit, faire Arbeitsbedingungen und umweltfreundliche, gesundheitsunbedenkliche Materialien“. Die Bekleidung vertreibt das Unternehmen vor allem online in fünf verschiedenen Ländern. Insgesamt 50 Mitarbeiter sind bei Armedangels beschäftigt.
Bild: German Startups Group