CTO Alexander Klaiber (links) und CEO Patrick Löffler von Givve

Das Münchner Startup Givve bekommt in seiner Serie B eine siebenstellige Summe. Die Finanzierungsrunde wird von den beiden Altinvestoren Jochen Schweizer und Torsten-Jörn Klein, Ex-Auslandsvorstand bei Gruner + Jahr, gestemmt. Außerdem investieren zwei neue Gesellschafter, deren Namen noch nicht bekannt sind.

Givve hieß früher BonaYou: Die Namensänderung geht mit einer Neuausrichtung des Geschäfts einher. BonaYou wurde Ende 2010 von den Gründern Christoph Pietzsch und Patrick Löffler gestartet. Sie boten zunächst Gutscheinkarten für Sammelgeschenke an. Seit Anfang 2012 ist Alexander Klaiber als CTO an Bord, Mitgründer Pietzsch wiederum schied Ende 2013 als Geschäftsführer aus.

Anzeige
Vor etwas über einem Jahr entschieden sich das Team um CEO Patrick Löffler dann dazu, den Fokus völlig auf das B2B-Geschäft zu richten: Das Startup bietet Unternehmen MasterCards an, auf die sie Geld für ihre Mitarbeiter transferieren können. Diese Anreize für die Mitarbeitermotivation sind für die Arbeitgeber steuer- und sozialabgabenfrei, da eine Barauszahlung ausgeschlossen ist und die Mitarbeiter das Geld auf der Karte nur gegen Waren tauschen können.

Das Startup gibt an, monatlich eine Summe von etwa einer Million Euro auf die Karten abzuwickeln. Über 1.000 Kunden habe man bereits, darunter Microsoft und Vodafone. Das Unternehmen, das mittlerweile 15 Mitarbeiter beschäftigt, hatte Mitte 2013 bereits 600.000 Euro von Redalpine Venture Partners sowie den Business Angels Mike Siebert, Andreas Berninger und Altinvestor Peter Schüpbach bekommen. Anfang 2012 hatte der High-Tech Gründerfonds investiert.

Als nächstes will Patrick Löffler nun kontaktloses Bezahlen mit der Karte ermöglichen. Außerdem sollen die Mitarbeiter selbst Geld auf die Karte laden können. „Das ist technisch einfach, aber regulatorisch schwierig“, so Löffler. Denn für das Finanzamt müsse ersichtlich sein, woher welche Geldbeträge kämen. Nächstes Jahr will der CEO den Break-Even erreichen. Dabei sei eins ganz wichtig: „Nicht ablenken lassen.“

Bild: Givve