…muss kein Widerspruch sein. Die meisten Studiengänge sind so angelegt, dass man große zeitliche Gestaltungsfreiheit genießt und neben dem Studium noch viel Zeit für andere Aktiviäten, Praktika etc. hat. Unter einigen Vorraussetzungen, kann die Phase wärhend des Studiums deshalb der beste Zeitpunkt sein, um ohne größeres Risiko und Zeitverluste unternehmerische Erfahrungen zu sammeln. Entscheidend für die Kompatibilität zwischen Studiumserfolg und unternehmerischem Erfolg ist die Wahl eines geeigneten Geschäftsmodells. Hierbei sollte man vor allem die Ressourcenbegrenzungen beachten, die sich aus dem Studium heraus ergeben:

1. Zeit ist knapper, als bei Full-Time-Gründungen
2. Startkapital ist knapper bzw. nicht vorhanden
3. WG`s sind meist nicht sonderlich repräsentativ…

Gegenüber hauptberuflichen Konkurrenten muss man sich daher tendenziell auf einige Wettbewerbsnachteile einstellen. Man kann diese Nachteile entweder durch eigene Stärken kompensieren oder auf Branchen/Geschäftsmodelle ausweichen, in denen man keinem starken Wettbewerb ausgesetzt ist.

Gerade während des Studiums kann man auch mal innovativere und riskantere Geschäftsmodelle ausprobieren, sofern diese keinen großen Kapitalbedarf erfordern. In den Innovationsbereichen ist der Wettbewerb nicht oder nur periphär vorhanden. Erweist sich die Innovation als erfolgreich und ausbaufähig, genießt man alle First-Mover-Vorteile und hat eine gute Grundlage um das Studium doch pausieren zu lassen und die Idee vorranzutreiben. Hat das Geschäftsmodell keinen oder nur mäßgien Erfolg, hat man weder (viel) Geld verloren noch hohe Opportunitätskosten gehabt – sofern man das Studium weiterhin durchgezogen hat. Trotzdem hat man eine Menge gelernt und bestenfalls noch Spaß dabei gehabt.

Ebenfalls gut geeignet wg. nicht allzu großer Konkurrenz sind lokale Märkte oder Marktnischen. Wenn die Marktgröße insgesamt beschränkt ist, hält sich auch der Wettbewerb in Grenzen. Wettbewerber in diesen Märkten sind häufig ebenfalls nebenberuflich tätig oder aber nicht so stark wie in umkämpfteren Märkten.

Grundsätzlich geeignet sind natürlich auch solche Märkte in denen man nur das eigene Know-How vermarket. Unter IT`lern ist die eigene IT-Beratung/Entwicklung vor der ersten skalierbaren Gründung schon ein weit verbreiteter Standard. Aber auch als Nicht-IT`ler gibt es Möglichkeiten: Studentische Unternehmensberatungen wie z.B. move oder Campus Consult ermöglichen Ihren Mitgliedern mit projektbezogen GbR`s reale Beratungsprojekte zu lösen. Mit „echter“ Unternehmensgründung hat dies aufgrund des strukturierten Rahmens zwar nicht mehr soo viel zu tun, aber die Team- und Kundenerfahrungen sind für spätere, skalierbare Ventures trotzdem hilfreich.

Eher weniger gut geeignet für Gründungen neben dem Studium sind offensichtliche Copycats in attraktiven Märkten. Der intensive Wettbewerb in diesen Märkten wird in aller Regel von den ressourcenstärkeren, hauptberuflichen Playern für sich entschieden. Dies gilt insbesondere dann, wenn Netzeffekte oder andere Eintrittsbarrieren vorliegen.

Gerade aufgrund der Wettbewerbsnachteile nebenberuflicher Gründungen ist es wichtig viele eigene Stärken einbringen zu können. Dies ist auch einer der Gründe warum so viele Gründungen aus dem Studentenumfeld die Zielgruppe Studenten anvisieren: Die Kenntnis der Zielgruppe und die vorhandene Authenzität sind nicht zu unterschätzende Wettbewerbsvorteile.

Hobbies, Interessen und Erfahrungen sind ebenfalls eine gute Ausgangbasis um parallel zum Studium zu gründen und nebenbei noch Spaß zu haben. Ich habe zum Beispiel u.A. im EventPartybusiness sehr gute Erfahrungen gemacht…

Fazit: Es gibt sehr viele Möglichkeiten schon während des Studiums aktiv zu werden und nur wenige Entschuldigungen untätig zu bleiben. Just Do it!

[jan]