Zeitschrift

Eazers – Gutschein-Marketing am Zeitungskiosk

EazersDie Presse stöhnt: allerorts sinkende Auflagen, rückläufige Verkaufszahlen. Ist denn überhaupt noch irgendwer bereit, Geld für Journalismus auszugeben? Eazers soll es richten – und geizige Lesemuffel, verhätschelt von der Gratiskultur im Netz, wieder auf den Geschmack bringen. Für die Besitzer der App gibt es Rabatte auf Zeitungen und Zeitschriften, mal sind ganze Ausgaben umsonst zu haben. Gutscheine, die attraktiv erscheinen, kann der Nutzer reservieren und später bei einem der nach Unternehmensangaben rund 8.000 teilnehmenden Händler einlösen. Dazu scannt der Nutzer vor Ort einen QR-Code ein. An den Aktionen beteiligen sich die unterschiedlichsten Titel: Von der regionalen Tageszeitung über das Klatschblatt bis hin zum Philosophie-Magazin ist tatsächlich so ziemlich jede Sparte vertreten. Den Verlagen soll das Verfahren zur „Attraktivitätssteigerung“ verhelfen und „gezielt Kaufimpulse setzen“. Eazers weiß, wovon es spricht: Die GmbH ist eine Ausgründung des Presse-Großhändlers Süddeutsche Zeitungszentrale (SZZ) mit Sitz in Esslingen bei Stuttgart.

Goodnity – Guter Zweck ohne Geld

GoodnitySpenden, ohne einen Cent dafür auszugeben: Mit dieser Masche will ein Berliner Startup möglichst viele Menschen von der guten Sache überzeugen. Klappen soll das mit der App Goodnity, bei der Nutzer die Patenschaft für ein Kind in Not übernehmen können - und diese Patenschaft mit der Beantwortung von Fragen aus der Marktforschung begleichen. Anstatt sich das erspielte Guthaben wie etwa bei der Marktforschungs-App Appinio in Form von Gutscheinen auszahlen zu lassen, fließt das Geld der Goodnity-Partner in ein ausgewähltes Projekt. Noch kommt auf einen Nutzer keine eigene Patenschaft, stattdessen unterstützen mehrere Personen ein Kind. Dazu arbeitet das Goodnity-Team unter anderem mit Wohltätigkeitsorganisationen zusammen. Das Startup hinter Goodnity versteht sich als Shared-Value-Unternehmen, reinvestiert nach eigenen Angaben also jeglichen Gewinn in seine Operationen, um möglichst schnell zu skalieren. Ähnlich konzipiert ist die App Moving Twice eines Schweizer Anbieters, die aus der Joggingrunde einen durch Firmenpartner finanzierten Spendenlauf macht.

Enkigo – Learn it yourself!

EnkigoExperimentelles Drucken, Fotografie für Einsteiger, Beatbox lernen: Die Liste der Kursangebote auf Enkigo ist recht lang. Auf der als Bildungsplattform ausgezeichneten Seite können Nutzer ihr Wissen mit anderen teilen, entweder in Form von Online-Videos oder in Offline-Kursen. „Nach dem Teilen von Gütern und Dienstleistungen ist es jetzt an der Zeit, seine Skills und sein Know-how zu teilen“, findet Enkigo-Geschäftsführer Felix Pfeffer. Für die einstellenden Anbieter kümmert sich Enkigo bei Bedarf und gegen eine monatliche Gebühr unter anderem um die SEO-Optimierung der Beschreibungstexte, bearbeitet Bilder und Videos und greift bei der Ausarbeitung einer Social-Media-Strategie unter die Arme. Wer seine Inserate lieber selbst verwaltet und pflegt, kann das auch tun. In jedem Fall behält Enkigo 15 Prozent der Kurs-Einnahmen als Provision ein.

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