Green Cup Coffee

Die eigene Geschäftsidee vor potentiellen Geldgebern und anderen Interessierten zu pitchen, ist eine der Fertigkeiten, die jeder Gründer beherrschen sollte. Und da ein Fahrstuhl ein reichlich ungeeigneter Ort dafür ist, haben junge Startups im Format „Frischlingsfragen“ von nun an die Möglichkeit, sich und ihr Geschäftsmodell kurz und präzise vorzustellen: Gründerszene stellt zehn Fragen, und dieses Mal antwortet Green Cup Coffee (www.green-cup-coffee.de).

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind Green Cup Coffee, die erste Kaffeemarke, bei der man ausschließlich Single Finca Kaffees kaufen kann. Single Finca bedeutet, dass die Kaffees – genau wie beim Wein – ausschließlich von kleinen Plantagen oder Kaffee-Gütern kommen, die sich auf den Anbau von Gourmet-Kaffee spezialisiert haben. So garantieren wir nicht nur beste Qualität, sondern können die Herkunft unserer Kaffees bis zu ihrem Ursprung genau aufdecken. Aufgrund unseres hohen Qualitätsanspruchs ist es klar, dass wir für unseren Kaffee Preise bezahlen, der weit über dem Fair-Trade-Preis liegt.

Hinter jedem Erfolg steckt eine Vision. Wie seid ihr auf eure Idee gestoßen?

Wir – Annika Poloczek und Carolin Maras – sind zwei Schwestern, die Kaffee nicht nur gerne trinken, sondern auch verstehen wollen. Deshalb haben wir angefangen, uns mit unserem Lieblingsgetränk zu beschäftigen. Und wir haben festgestellt, dass in Deutschland zwar fast jeder Kaffee trinkt, jedoch kaum einer weiß woher er kommt und wie man ihn richtig zubereitet. Das wollen wir ändern!

Noch wichtiger als die Idee ist häufig das Team. Wer sind die Gründer, was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr zueinander gefunden?

Annika und ich sind Schwestern. Zusammen haben wir 2009 die Black Pirate Coffee Crew gegründet, die mit Kaffees aus kleinen Röstereien handelt. Dieses Unternehmen haben wir 2011 erfolgreich an MyMuesli (www.mymuesli.com) verkauft und anschließend zusammen mit den Müsli-Jungs Hubertus Bessau, Philipp Kraiss und Max Wittrock Green Cup Coffee gegründet. Wir sind als Projektleiter für Green Cup Coffee verantwortlich und können hier unser Wissen und unsere Erfahrung im Bereich Kaffee super einbringen. Zusammen mit MyMuesli haben wir jetzt eine viel größere Reichweite. Und außerdem passen Kaffee und Müsli ja auch wirklich gut zusammen, oder?

Viele Gründungsideen sind nicht gänzlich neu. Was ist euer USP und was macht ihr anders als alle anderen?

Wie eingangs bereits beschrieben: Wir bieten in unserem Online-Shop ausschließlich fair gehandelte, hochwertige Single Finca Kaffees an – und machen dabei sichtbar, woher die Bohnen kommen.

Zum Business: Wie funktioniert euer Geschäftsmodell? Und wie groß ist das Marktpotenzial?

Kaffee ist nach Erdöl der meist gehandelte Rohstoff der Welt. Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 150 Litern wird er in Deutschland mehr als Wasser und Bier getrunken. Der Markt ist also riesig. Natürlich wird er von den großen Röstereien dominiert. Die aktuellen Verbraucher-Trends hin zu transparenten und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln kommen uns aber entgegen und bieten jede Menge Potenzial, das wir in den nächsten Jahren ausschöpfen wollen.

Ideen umzusetzen kostet Geld. Wie finanziert ihr euch?

Unser Verkauf an MyMuesli hat uns natürlich nicht nur Reichweite, sondern auch ein gewisses finanzielles „Polster“verschafft. Die Finanzierung von Green Cup Coffee kam allerdings komplett von MyMuesli.

Gibt es etwas, das euch noch fehlt? Ein Mitarbeiter, ein Investor oder ein Büro?

Eigentlich haben wir soweit alles, was unser Herz begehrt. Natürlich gehen wir unter vor Arbeit, aber das ist doch bei jedem Startup so.

Gibt es ein großes Vorbild für euch?

Vor dem, was die Jungs von MyMuesli geschafft haben, muss man schon den Hut ziehen. Wir sind also sehr froh darüber, dass wir mit ihnen zusammen an unserem neuen Kaffee-Projekt arbeiten können.

Stellt euch vor, Ihr könntet ein Lunch gewinnen. Wen würdet ihr aus der deutschen Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

Ibrahim Evsan. Wir hatten bereits die Gelegenheit, ihn kennen zu lernen und es war sehr informativ und lustig. Deshalb hätten wir nichts gegen eine Fortsetzung einzuwenden.

Wo steht ihr heute in einem Jahr?

Hoffentlich auf einer tollen Kaffeefarm, von der wir die gesamte Jahresernte für Green Cup Coffee aufkaufen!

Green Cup Coffee, vielen Dank für das Gespräch.