Gründer genießen höheres Ansehen bei Frauen

Wer hätte das gedacht? Bei jeder zweiten deutschen Frau genießen Gründer ein höheres Ansehen als durchschnittliche Angestellte, wie eine neue Axa-Studie jetzt herausfand. Nur 13 Prozent sind gegenteiliger Meinung, 37 Prozent der befragten Frauen sind unentschlossen oder sehen Gründer und Angestellte gleichauf. In den USA hingegen sind Gründer bei den Frauen nicht ganz so beliebt: nur knapp ein Drittel der US-Amerikanerinnen glauben, dass Gründer mehr Anerkennung verdienen.

Auch interessant: Obwohl Frauen in der deutschen Startup-Szene noch immer unterrepräsentiert sind, trauen sich deutsche Frauen nach eigener Aussage häufiger, ein eigenes Unternehmen zu gründen als in Amerika. Fast 40 Prozent der befragten deutschen Frauen können sich vorstellen, ihr eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen. In den USA sind es nur etwas mehr als 30 Prozent.

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Insgesamt – die befragten Männer und Frauen zusammengerechnet – würden sich 44 Prozent in Deutschland trauen, ein Unternehmen zu gründen. In den USA sind es mit 42 Prozent etwas weniger. Bei den 25- bis 34-jährigen Deutschen sind es sogar 47 Prozent. In den USA dagegen nur etwas mehr als 40. Das Potential für die nächsten deutschen Startups sei also da, resümiert Thomas Buberl, Vorstandsvorsitzender der AXA Deutschland.

Woran fehlt es der deutschen Startups-Szene dann? Der Wille zu gründen ist schließlich da. Deutschlands Bürokratie könnte ein Stolperstein sein. Fast 70 Prozent der Befragten sehen eine Unternehmensgründung als schwierig. In den USA sind es knapp 10 Prozent weniger.

Auch risikofreudig sind die Deutschen nicht, wie die repräsentative Umfrage, für die mehr als 1.000 Deutsche und etwa 1.100 US-Amerikaner befragt wurden, zeigt: jeder Zweite scheut sich vor der Selbstständigkeit, weil Absicherungen fehlen. Auch die große Verantwortung schreckt ab. Während gerade mal 40 Prozent der Amerikaner Angst haben zu scheitern, jagt das mögliche Versagen jedem zweiten Deutschen immer noch Angst ein.

Bild: © panthermedia.net / Dmitriy Shironosov