fox and sheep verena moritz

Die beiden Fox-and-Sheep-Gründer Verena Pausder und Moritz Hohl

Millionen-Exit für Fox and Sheep an Haba

Der Spielzeughersteller Haba übernimmt die Mehrheit am Berliner Kinder-App-Entwickler Fox and Sheep. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, allerdings ist aus dem Unternehmensumfeld zu hören, dass es sich um einen zweistelligen Millionenbetrag handeln soll. Die beiden Geschäftsführer bleiben mit 22 Prozent am Unternehmen beteiligt, alle Mitarbeiter bleiben an Bord.

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Durch den Zusammenschluss mit Haba sieht der Berliner Spieleentwickler Synergien in den Bereichen Merchandising, Offline-Spielzeuge und der Erweiterung der Produktpalette über Digitales hinaus. „Mit Fox and Sheep haben wir digital Charaktere aufgebaut, die Millionen von Kinder lieben“, so Fox-and-Sheep-Geschäftsführer Moritz Hohl. „Die Haba-Firmenfamilie ist der perfekte Partner für uns, um diese Charaktere als Spielzeug in die Kinderzimmer zu bringen.“

Haba wurde 1938 gegründet und gehört mit über 1.900 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 365 Millionen Euro zu den größten Spieleherstellern Deutschlands. Zur Haba-Familie gehören unter anderem die Spielzeug-Marke Haba, die Holzprodukte und Spiele für Kinder produziert, der Versandhandel Jako-O und der Ausstatter für Kindergärten und Betreuungseinrichtungen Wehrfritz.

Fox and Sheep, 2012 von Verena Pausder (ehemals Delius) und Moritz Hohl gegründet, erwirtschaftete nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr einen Umsatz von einer Million Euro. Zudem arbeite das Unternehmen „sehr profitabel“. Für den Berliner Mobile-Entwickler, der Kinderspiele-Apps wie „Schlaf gut“, „Streichelzoo“ oder „Kleine Bauarbeiter“ produziert, arbeiten derzeit zehn Mitarbeiter. Außerdem werden Aufträge an ein Studio in Shanghai gegeben. Im September 2014 übernahm Fox and Sheep seinen russischen Wettbewerber Bubl.

Goodbeans wird abgewickelt

Vor Fox and Sheep leiteten die beiden Gründer das Spieleunternehmen Goodbeans, das in den letzten Monaten kontinuierlich abgebaut wurde und derzeit mit Pausder und Hohl nur noch zwei Mitarbeiter und Anteilseigner besitzt. Ende Januar wurde wenig überraschend die Insolvenz beantragt – bereits vor über einem Jahr verkündete das Unternehmen, keine weitere Spiele mehr produzieren zu wollen.

Goodbeans wurde 2007 als Young Internet gegründet, entwickelte unter anderem mit „Panfu“ ein erfolgreiches Kinderspiel mit einer starken Community, aber schaffte den Sprung zu Mobile in der hart umkämpften Zielgruppe „8 Jahre +“ nicht, wie das Unternehmen mitteilt.

Bild: Fox and Sheep