Hanse Ventures Pay with a Tweet Anna Abraham

Anna Abraham, Geschäftsführerin von Pay with a Tweet

Hanse Ventures beteiligt sich an Pay with a Tweet

Der Hamburger Company Builder Hanse Ventures beteiligt sich mit einem sechsstelligen Euro-Betrag an dem Viralmarketing-Dienst Pay with a Tweet (www.paywithatweet.com) und bekommt dafür mehr als die Hälfte der Anteile. Das deutsch-amerikanische Startup hat einen Service entwickelt, mit dem Nutzer digitale Güter wie E-Books oder Gutscheine mit einem Werbe-Tweet „bezahlen“ können.

Das System entwickelten die beiden Gründer Leif Abraham und Christian Behrendt schon 2010 in New York – ursprünglich, um auf diese Weise ihr eigenes Buch zu vermarkten. Doch weil die Gründer weiter in ihren Vollzeitjobs arbeiteten, verharrte Pay with a Tweet volle vier Jahre im Beta-Stadium. Trotzdem hätten in dem Zeitraum laut Hanse Ventures sieben Millionen Menschen den Dienst genutzt.

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Ende 2013 übernahm schließlich Abrahams ältere Schwester Anna das Rumpf-Startup, mit dem Plan, daraus auch ein wirtschaftlich tragfähiges Unternehmen zu machen. „Das Produkt war mein Baby, aber ich wusste, ich konnte ihm nicht die Ressourcen geben, die es verdiente“, erzählte Leif Abraham unlängst gegenüber Upstart. „Also habe ich mir gedacht, wenn ich es schon weggeben muss, dann sollte ich es der Person geben, die ich besser kenne als irgendjemanden sonst auf diesem Planeten.“

Auch für Anna Abraham wird Pay with a Tweet nur ein Teilzeitprojekt sein – denn die neue Geschäftsführerin wird weiter als Head of Online Marketing bei Hanse Ventures arbeiten, wo sie seit 2012 beschäftigt ist. Abraham hat das Projekt in eine GmbH überführt. Ihr Arbeitgeber Hanse Ventures investiert einen sechsstelligen Euro-Betrag und hält mehr als die Hälfte der Anteile. Beteiligt sind auch die beiden Gründer sowie Geschäftsführerin Anna Abraham.

Pay with a Tweet sei „ein echter Rohdiamant“, findet Hanse-Ventures-Gesellschafter Rolf Schmidt-Holtz. „Die Verlags- und Musikwelt sucht seit Jahren nach kostengünstigen Wegen, um Aufmerksamkeit für Inhalte zu generieren. Mit seiner intrinsischen Viralität bietet Pay with a Tweet eine geniale Lösung für genau diese Herausforderung.“

Ein Team von fünf Leuten kümmert sich nun in Hamburg um das Projekt, erster Schritt ist die Erweiterung der nutzbaren sozialen Netzwerke: Ab sofort können Kampagnen auch zum Beispiel über Facebook, Xing oder VKontakte gefahren werden.

Bild: Hanse Ventures