Ist nach der Übernahme nicht mehr mit von der Partie: Legalbase-Gründer Daniel Biene

Ist nach der Übernahme nicht mehr mit von der Partie: Legalbase-Gründer Daniel Biene

Wenige Tage ist es erst her, dass Gründerszene über die Zahlungsunfähigkeit des Berliner Startup Legalbase berichtete. Die Plattform, die Anwälte über das Internet vermittelt, hatten Daniel Biene und Christoph Jenke vor einem guten Jahr gegründet. Und mit dem US-Unternehmen Legalzoom schnell einen strategischen Investor gefunden, der unter dem eigenen Namen eine ganz ähnliche Plattform in seinem Heimatmarkt betreibt.

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Gründen in Serie ist nicht einfach. Das erfährt gerade Daniel Biene: Nach seinem Erfolg mit Smartlaw muss er mit seinem neuen Aufschlag den Insolvenzverwalter bemühen.

„Unsere aktuelle Finanzierungsrunde ist überraschend geplatzt“, hatte Mitgründer Daniel Biene gegenüber Gründerszene zu den Hintergründen erklärt. Die Folge: die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das hat nun ein interessantes Ende gefunden: Der bisherige Lead-Investor Legalzoom übernimmt das Unternehmen vollständig, wie Juve.de meldet und Legalbase-Mitgründer Biene gegenüber Gründerszene bestätigt.

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Dass Legalbase zuvor trotz nach eigenen Angaben positiver Geschäftsentwicklung bei Legalbase keine Geldgeber finden konnten, war dem Bericht zufolge einer überaus ungünstigen Entwicklung geschuldet: Ausgerechnet der Hauptinvestor Legalzoom habe einer geplanten zweiten Finanzierungsrunde im Spätherbst 2016 unerwartet eine Absage erteilt. Potenzielle Investoren habe das abgeschreckt.

Im Zuge der vollständigen Übernahme durch den US-Platzhirschen scheiden Daniel Biene und einige Mitarbeiter bei Legalbase aus. Mitgründer Christoph Jenke bleibt indes beim Unternehmen. Die Geschäftsführung von Legalbase übernimmt der Amerikaner Peter Oey, der beim neuen Eigentümer Legalzoom als CFO die Finanzen verantwortet. Oey kommt vom Private-Equity-Haus Permira, dem Mehrheitseigentümer von Legalzoom.

Bild: Daniel Biene