Heap-Team

Das Heap-Team: Sami Benchekroun (oben links), Taehun Kim, Mario Lebherz, Thomas Kosciotkowski, Christopher Leidinger und Markus Krogemann

Plötzlich Mobile-Blogger: Die Nutzer von Heap sollen ihre Inhalte vor allem mit dem Smartphone einpflegen. Texte sind bei der iOS-App allerdings Nebensache: Maximal 400 Zeichen passen in einen Post, also weniger als drei Tweets. Im Fokus stehen leichter verdauliche Elemente: Fotos, Videos und Audio-Dateien. Bis zu fünf von ihnen dürfen es pro Beitrag sein.

Die Komponenten werden mit Heap in übersichtlichen Quadraten und Rechtecken neben- und untereinander angeordnet (siehe Screenshot). Schüttelt man das Smartphone anschließend, richten sie sich automatisch neu aus. Manuell bearbeiten lässt sich die Anordnung nicht.

Das Ergebnis sind kleine Blogs, die wie multimediale Instagram-Collagen aussehen. Das Startup bezeichnet sie als Mikro-Magazine. Wie gewohnt kann man auch hier @Personen folgen. Entscheidet sind aber die #Hashtags, nach denen Heap kategorisiert: Die vom Nutzer am häufigsten verwendeten Tags werden für die Beschreibung des eigenen Profils herangezogen.

Zuletzt stellte die US-amerikanische Curated-Web-Plattform Product Hunt die App ihren Nutzern vor. Diskutiert wurde dabei etwa das abgespeckte Text-Tool, das bei eingefleischten Bloggern nicht gerade auf bedingungslose Gegenliebe stieß. Ihnen entgegnete Mitgründer Mario Lebherz, dass visuelle Inhalte unterwegs besser zu rezipieren seien. Indes sind weitere, textarme Blog-Bausteine bereits in Planung: eine Kalenderfunktion zum Beispiel oder die Integration von Standortinformationen. Mitgründer Sami Benchekroun erklärt seine Richtung gegenüber Gründerszene so: „Wir wollen die Macht der Mobilität perfekt ausnutzen, kein Tool für redaktionelle, lange Schriften sein“.

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Ziel sei es, bis Ende August die 10.000-Nutzer-Marke zu durchbrechen. Konkrete Zahlen will das Startup dann Anfang September herausrücken. Noch ist die iOS-App keinen Monat alt.

Der Launch einer Android-App ist fest für Ende des Jahres geplant. Auch eine Web-Version soll es geben, wie Benchekroun ankündigt. „Momentan sind wir gebootstrapped bis zum Gehtnichtmehr“, erklärt der Mitgründer. Bald will sich das Team aber auf die Suche nach Investoren begeben – und Finanzierungsmodelle testen. Welche? „Da wollen wir uns noch nicht spezifizieren“.

Bilder: Heap