helpling pflege hotline

Im Frühjahr übernahm die Rocket-Putzkräftevermittlung Helpling das Portal Familienhelfer aus dem oberbayerischen Landsberg am Lech - einerseits, um seine Position im süddeutschen Raum zu stärken; andererseits, um damit perspektivisch ein breiteres Produktportfolio zu erschließen. Denn Familienhelfer vermittelt neben Haushaltshilfen fürs Putzen, Reinigen, Kochen, Waschen und Bügeln außerdem Betreuung für Senioren, Gartenarbeiten, Babysitting oder Tierbetreuung.

Nun macht Helpling einen ersten Schritt in diese Richtung: Mit Unterstützung von Familienhelfer-Mitgründer Robert Auer setzt das Startup ein Infoportal und eine Beratungshotline für pflegende Angehörige auf. Helpling will dort vor allem über eine seit Januar bestehende Möglichkeit informieren: Pflegebedürftige können über das sogenannte Pflegestärkungsgesetz von der Pflegekasse Geld für eine Haushaltshilfe bekommen. Bis zu 2.418 Euro im Jahr stehen dafür zur Verfügung, zusätzlich zum regulären Pflegegeld und Sachleistungen.

Anzeige
Helpling verspricht, anschließend die Abrechnung mit den Pflegekassen zu übernehmen – genehmigt die Kasse einen Antrag, kann der Pflegende telefonisch eine Haushaltshilfe von Helpling buchen. „Wir wollen mehr Menschen über die kostenlosen Hilfen informieren und es so einfach wie möglich machen, sie in Anspruch zu nehmen“, sagt Gründer Benedikt Franke. Laut Helpling nahmen im vergangenen Jahr nur sechs Prozent der anspruchsberechtigten Pflegebedürftigen die kostenlose Unterstützung überhaupt in Anspruch.

Für die Hilfe in Pflege-Haushalten würden „nur ausgesuchte Helplinge [vermittelt], die bereits sehr gute Bewertungen von unseren Kunden erhalten haben“, verspricht ein Unternehmenssprecher. „Wir rufen [die Helplinge] an, und wenn sie uns mitteilen, dass sie speziell in Seniorenhaushalten arbeiten möchten, dann führen wir mit ihnen ein weiteres Bewerbungsgespräch. Dabei spielt insbesondere die sprachliche Qualifikation eine sehr wichtige Rolle. So stellen wir sicher, dass die vermittelten Helplinge auf die Kundenwünsche von Pflegebedürftige noch besser eingehen können.“

Ob das Infoportal in Zukunft – analog zum Putzkräftemarktplatz – zu einer Vermittlung für Pflegekräfte ausgebaut wird, ist vorstellbar – das Unternehmen will das aber nicht bestätigen. Es gehe zunächst „nach wie vor um eine hauswirtschaftliche Dienstleistung wie die Wohnungsreinigung“, so der Sprecher. „Wir konzentrieren uns momentan auf die neue Zielgruppe Pflegebedürftige mit anerkannter Pflegestufe, die zuhause leben und dort überwiegend von Angehörigen versorgt werden. Das sind über 1,82 Millionen Menschen in Deutschland. Für diese Gruppe passen wir unseren Service an.“


So sieht es im Berliner Büro von Helpling aus:
Zur Galerie

Im Eingang hängen von allen Ländern die Teamfotos der Mitarbeiter. Hier sind unter anderem die Teams von Brasilien, Spanien und Schweden zu sehen.

Bild: Helpling