hertie neustart

Zieht Hertie als Marke noch?

Haushaltswaren, Medien, Bücher, Spielzeug, Parfümerie und noch einiges mehr – Hertie (www.hertie.de) setzt auch bei seinem Neustart als Online-Shop auf das Vollsortiment, wie das Unternehmen in seiner jüngsten Pressemitteilung bekannt gibt. Die beiden neuen Investoren hinter der Marke, Jan und Nils Klöker, setzen beim Onlineauftritt auf Übersichtlichkeit. Damit wollen sie sich von Mitkonkurrenten abheben. Auch ihre bereits vorhanden Online-Auftritte, Telefon.de, Serviette.de und der Teppichshop Tepgo haben sie in die neugeschaffene Hertie-Gruppe integriert.

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Wie viel die Klökers aus Osnabrück vor einem Jahr für die Markenrechte an den damaligen Insolvenzverwalter Biner Bähr gezahlt haben, darüber schweigen sie sich damals wie heute – auch auf nochmalige Nachfrage – aus.

Die Ausrichtung als Vollsortiment-Anbieter in der Online-Welt wird für das neue Hertie sicherlich nicht ganz einfach. Zum einen ist die Marke immer noch klar mit dem Fillialgeschäft verbunden – das sich in der Vergangenheit als wenig tragfähig dargestellt hatte. Zum anderen besteht mit Amazon ein schier übermächtiger Konkurrent, der seinen Claim im E-Commerce längst abgesteckt hat.

Die Klökers wollen neue Kunden mit einer Null-Prozent-Finanzierung und wechselnden Angeboten gewinnen. Das Weihnachtsgeschäft steht auch vor der Tür – spätestens dann wird sich zeigen, ob der Neustart als reiner Online-Shop eine gute Idee war.

Foto: Hertie