Inkubatoren-Panel, Rocket Internet, Team Europe, Project A

So viel geballte Inkubatoren-Power war selbst für Gründerszene ein Novum: Mit Rocket Internet, Team Europe und Project A waren die großen Drei der deutschen Inkubatoren-Landschaft erstmals auf einem Podium vertreten und lieferten sich gemeinsam mit Stefan Glänzer von Passion Capital und Philipp Möhring von Seedcamp einen Schlagabtausch der Extra-Klasse. 


Inkubatoren-Entertainment pur

Mit viel Spannung war das Inkubatoren-Panel der Heureka-Konferenz erwartet worden, fanden sich doch erstmals die bekanntesten und erfahrensten Gesichter der deutsch-europäischen Inkubatoren- und Acceleratoren-Szene auf einer Bühne ein. Während Rocket Internet (www.rocket-internet.de) seinen neuen Geschäftsführer Alexander Kudlich ins Rennen schickte, wartete mit Lukasz Gadowski die intellektuelle Speerspitze von Team Europe (www.teameurope.net). Auch Online-Marketing-Guru Florian Heinemann von Project A Ventures (www.project-a.com) stellte sich dem Wettstreit und wurde mit Stefan Glänzer von Passion Capital (www.passioncapital.com), der so etwas wie der PowerSeller unter den europäischen Investoren ist, und Phlipp Möhring von Seedcamp (www.seedcamp.com) flankiert.

Thematisch ging es neben der klassischen Frage, ob Inkubatoren überhaupt zu Innovationen in der Lage sind und der ewigen Copycat-Debatte vor allem auch um Monetarisierungsaspekte und Themenfindung: Ist viel Kapital der sichere Weg zu erfolgreichen Gründungen? Wie finden die deutschen Inkubatoren ihre Themen? Was sind die größten Herausforderungen bei der Unternehmensgründung?

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Im Laufe des Panels wurden dabei auch eindrucksvolle Zahlen bekannt. So verwies Rocket-Geschäftsführer Alexander Kudlich etwa darauf, dass Rocket Internet weltweit bereits über 15.000 Arbeitsplätze geschaffen habe – allein dieses Jahr schon 2.500. Der ehemalige Rocket-Internet-Geschäftsführer Florian Heinemann bestätigte diese Zahlen. Rocket würde jede Woche ein Unternehmen gründen, resümierte Kudlich weiter, und bringe es weltweit bereits auf 150 Gründungen. Wie Gründerszene in einer Rocket-Analyse berichtete, gab der Inkubator bis vor kurzem noch an, mindestens 140 Unternehmen mit einer Exit-Quote von 25 Prozent gegründet zu haben.

Während sich Stefan Glänzer dazu vielfach als charismatischer Wortführer herauskristallisierte („Why don’t you start solving problems!“, „It’s harder to get rid of your investor than your wife“), sorgte Lukasz Gadowski für den nötigen Unterhaltungsfaktor und gab intensive Einblicke in die Inkubatoren-Logiken. Auch Alexander Kudlich agierte nach einer Aufwärmphase sehr schlagfertig und bestach durch trockenen Humor. Alles in allem entstand so ein ungemein unterhaltsames Panel mit interessanten Einsichten, das sich hier in voller Länge noch einmal nachvollziehen lässt.