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Gründerbrüder: Andreas und Thomas Rebmann starteten Lampenwelt

Es begann in einer Garage und ist heute ein Millionenunternehmen: Was wie ein Märchen aus dem Valley klingt, ist die Geschichte der deutschen E-Commerce-Firma Lampenwelt.de. Über den Onlineshop verkauft das Unternehmen Produkte rund um das Thema Licht, von der Deckenleuchte bis zur smarten Lampe mit App-Steuerung. Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen aus der hessischen Kleinstadt Schlitz damit einen Umsatz von 61 Millionen Euro.

Gegründet wurde Lampenwelt bereits 2004, aber die Anfänge reichen noch einmal fünf Jahre zurück. Die Startup-Story startete 1999 mit Thomas Rebmann, der zu der Zeit gerade eine Ausbildung zum Elektrotechniker machte und sich mit dem Verkauf von Lampen über Ebay etwas dazuverdienen wollte. Als das Geschäft immer besser lief, holte er sich 2004 seinen Bruder Andreas dazu, sie gründeten die Rebmann Lichtsysteme GbR, besorgten sich die Domain Lampenwelt.de und betrieben fortan ihren eigenen Shop.

Erst 2011 erhielt das Brüderpaar das erste Mal ein Investment, es kam von den beiden Unternehmern Christian Becker und Walter Neumüller, der heute neben den Rebmanns die Geschäfte leitet. Seit 2015 liegen alle Anteile in den Händen von Becker und Neumüller, die Gründer haben sich auszahlen lassen, sind aber weiterhin als Geschäftsführer aktiv.

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Jetzt hat sich das Unternehmen einen weiteren Gesellschafter an Bord geholt – mit einer riesigen Summe. Die deutsche Abteilung des Londoner VCs 3i hat sich mit 120 Millionen Euro an Lampenwelt beteiligt, weitere 54 Millionen Euro gibt es als Darlehen, wie Deutsche Startups berichtet.

In Geldnot sei das Unternehmen nicht, sondern nach eigenen Angaben seit dem Start profitabel, man weise Millionenumsätze und ein jährliches Wachstum von 25 Prozent auf, sagt ein Sprecher auf Nachfrage. 240 Mitarbeiter arbeiten für Lampenwelt. Zudem ist die Firma in 13 Ländern aktiv, vergangene Woche ist Italien dazugekommen.

Laut offizieller Mitteilung sei das Geld für die weitere Expansion des Unternehmens aufgenommen worden. Ein Sprecher konkretisiert gegenüber Gründerszene, dass man sich mit dem Geld nun verstärkt Geschäftskunden öffnen wolle. Bisher setzt Lampenwelt in erster Hinsicht auf das Endkundengeschäft. Zudem werde gerade die Logistik ausgebaut. Auch wolle man weiterhin Marktführer bleiben, so ein Sprecher. Zu der Konkurrenz zählt das Unternehmen etwa den Samwer-Möbelshop Home24, aber auch stationäre Läden wie Poco.

Bild: Lampenwelt.de