Blinkist Holger Seim

„Hochleistungskultur mit einer guten Work-Life-Balance“

Anfang 2013 ging Blinkist, das erste Startup aus dem Telekom-Inkubator Hub:raum, an den Start. Die Idee: eine App, die die wesentlichen Aussagen eines Sachbuches in kurzen Schnipseln namens „Blinks“ zusammenfasst. Das erste Jahr verlief erfolgreich – und wurde im Dezember von einer Finanzierungsrunde im hohen sechsstelligen Bereich gekrönt, mit der das Überleben in den nächsten zwölf bis 18 Monaten gesichert sein soll. Jetzt will Blinkist wachsen – bei Inhalten, Funktionen und Märkten.

Weltweit will das Startup 2014 erfolgreich sein. Das birgt die Gefahr, den Fokus zu verlieren, gibt Mitgründer Holger Seim zu. Wie er das verhindern will und was sich Seim sonst für das neue Jahr vorgenommen hat: die Antworten im Neujahrs-Fragebogen.

Steve Jobs sagte: „Stay hungry, stay foolish.“ Wie verrückt willst du 2014 sein?

Verrückt genug, um weiter daran zu arbeiten, die ganze Welt mit einem Produkt zu erobern, von dem viele sagen, dafür gäbe es noch keinen Markt.

„The best way of learning about anything is by doing“, sagt Richard Branson. Was willst du 2014 ausprobieren, um zu lernen?

Wir glauben daran, dass man eine Hochleistungskultur mit einer guten Work-Life-Balance und dem richtigen Spaß an der Sache verbinden kann. Gerade bei einem ständig wachsenden Team und ambitionierten Zielen ist das aber kein Selbstläufer. Daher werden wir 2014 viel ausprobieren, um zu lernen und unserem Anspruch Tag für Tag ein Stück näher zu kommen.

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Tesla-Chef Elon Musk meint: „Failure is an option here. If things are not failing, you are not innovating enough.“ Welche Fehler könntest du 2014 machen?

Zu viele Themen gleichzeitig umsetzen zu wollen und den Fokus auf das Wesentliche zu verlieren. Fokus ist das Wichtigste, um schnell voranzukommen, aber es ist enorm schwierig, die richtige Grenze zu finden zwischen „zu wichtig, um es zu verschieben“ und „kann warten“.

„You don’t need to be based in Silicon Valley to be a successful large company“, sagt Aaron Levie von Box. Warum ist die Stadt, in der dein Startup ist, genau die richtige?

Weil wir hier alles haben können, was es auch im Silicon Valley gibt, aber zu geringeren Kosten. Und weil wir daran glauben, dass in Berlin in den nächsten Jahren viel passieren wird und wir stolz sind, Teil der Berliner Szene zu sein.

Googles Eric Schmidt sagt: „I still believe that sitting down and reading a book is the best way to really learn something.“ Welches Buch sollten Unternehmer 2014 lesen?

Definitiv „Losing My Virginity“, die Autobiografie von Richard Branson. Ein sehr inspirierendes Buch, in dem das richtige Mindset für Unternehmer vermittelt wird, die groß denken und das Unmögliche möglich machen wollen.

Bild: Alex Hofmann/Gründerszene