Wollen Urlaube billiger machen: Die Holidu-Chefs Michael und Johannes Siebers

Wir reisen alle gerne. Darauf baut auch das Münchner Startup Holidu: Das Team um die Gründer Johannes und Michael Siebers, die auch die Geschäfte leiten, sowie Rasmus Porsgaard hat eine Suchmaschine für Ferienwohnungen gebaut. Diese vergleicht nach Angaben des Startups derzeit mehr als drei Millionen Feriendomizile weltweit. Und das auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Niederländisch. Pfiffig: Um bei den verschiedenen Anbietern die identischen Ferienwohnungen zu finden und immer den besten Preis anzuzeigen, setzt die Suchmaschine auf eine vom Startup selbst entwickelte Bilderkennungs-Software.

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Das Konzept hat nun mehrere Investoren überzeugt. EQT Ventures, die VC-Fonds Venture Stars und Senovo stecken zusammen mit den bislang investierten Business Angels fünf Millionen Euro in das Startup, das derzeit 20 Mitarbeiter beschäftigt. Besonders von EQT versprechen sich die Gründer dabei viel: Dort haben sie mit Kees Koolen, früherer CEO beim Reisegiganten Booking.com, ein ausgewiesener Fachmann als Investment-Partner.

Was Holidu mit dem frischen Kapital anfangen will? Da muss erst mal die bekannte Standardfloskel des beschleunigten internationalen Wachstums herhalten. Auf Nachfrage rückt Gründer Johannes Siebers dann doch noch ein paar Informationen raus. Das Angebot soll mobiler und die entsprechende Technik verbessert werden. Auch das Inventar will Holidu ausbauen, sprich: mehr Ferienwohnungen auf der Plattform aggregieren. Und nicht zuletzt will Holidu die Werbetrommel rühren und vor allem in Europa mehr Marketing betreiben.

Das wird das 2014 gegründete Startup auch machen müssen, um sich gegen die laut SimilarWeb-Trafficzahlen deutlich größeren Wettbewerber wie Hometogo aus Deutschland, Hundredrooms aus Spanien oder Tripping aus den USA durchsetzen zu können. Allerdings stehe der stark saisonale Markt für Ferienwohnungen-Metasuchmaschinen noch am Anfang, also bestehe noch genug Potenzial, verteidigt sich Johannes Siebers. Vor allem aber gibt er von der eigenen Technologie überzeugt. Die biete eine bessere „Consumer Experience“ als die der Wettbewerber – und dem Startup damit gute Chancen, hofft er.

Bild: Holidu